Erstausgabe: User Experience & Design Thinking Newsletter

Wir haben unser Newsletter Angebot erweitert. Zu User Experience & Design Thinking gibt es bei TechTalk vielseitige Aktivitäten – diese werden wir ab sofort in einem Newsletter zusammenfassen und Ihnen in unregelmäßigen Abständen zur Verfügung stellen. Die Erstausgabe können Sie in diesem Blogbeitrag nachlesen.

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Design Thinking in Aktion: Probleme verstehen & innovative Lösungen finden

Ob bei der Caritas oder für die HR Abteilung eines großen Unternehmens – Design Thinking hilft sowohl bei der Verbesserung von Prozessen als auch bei der innovativen Ideenfindung.

Im Jänner fand unter dem Motto „Sag feig – Das traut sich die Caritas nie“ der Innovationsworkshop der Caritas Wien statt und Claudia wirkte als Teilnehmerin mit – hier ihr Erfahrungsbericht.

Der erste Tag bei einem großen Unternehmen ist für neue MitarbeiterInnen ein Wichtiger und so wurde gemeinsam mit der HR-Abteilung und „jungen“ MitarbeiterInnen das Onboarding optimiert – im Bericht von Eugene lesen Sie mehr darüber.

BITV – Accessibility für Lösungen in Deutschland

Im Rahmen unserer Projektumsetzung ist die Barrierefreiheit (Accessibility) immer ein wichtiger Faktor. Für Projekte im öffentlichen Bereich in Deutschland, wie dem Projekt „Ordnungsamt Online“ in Berlin, ist die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) relevant. Veronika Winter, als Expertin in diesem Bereich, gibt in diesem Artikel einen näheren Einblick in die letzten Änderungen des BITV-Tests und resultierende Herausforderungen bei der Berücksichtigung der Anforderungen zur Barrierefreiheit.

Event-Nachlese: Start Me Up Monday “Why UX is key” & UXcamp Europe in Berlin

Beim “Start me up Monday” der FH Technikum Wien Anfang Mai präsentierten Veronika Winter und Claudia Oster die Schlüsselfaktoren für einen erfolgreichen UX Design-Prozess bei der individuellen Softwareentwicklung. Darüber hinaus gab es noch fünf weitere Vorträge zum Thema „Why UX is key“ – mehr Informationen und ein Link zur Streamaufzeichnung finden Sie in unserem Event-Rückblick.

Nora Aumayr und Veronika Winter besuchten Anfang Juni das UXCamp Europe in Berlin. TechTalk unterstützte den Event als Sponsor. Highlights dieser zweitägigen Konferenz finden Sie in der Event-Nachlese von Nora.

UX Vienna Meetup bei TechTalk

Am 9. Juli 2019 besucht das UX Vienna Meetup die TechTalk. Wir erwarten ein volles Haus in unseren DC Spaces mit 60 TeilnehmerInnen und spannende Vorträge u.a. von unserer Kollegin Veronika Winter zum Thema „Integration von UX in einem Scrum of Scrum Team“.

Sollten keine Plätze mehr verfügbar sein, wenden Sie sich an Claudia Oster für einen der begehrten Restplätze.

Das UX Team ist für Sie da

Von Erkennen der Nutzungsanforderungen und Ideenfindung mit Design Thinking über Prototyping bis hin zu pixel-perfect User Interface Design und Begleitung bei der Ausführung unterstützt das UX Team Projekte bei der erfolgreichen Umsetzung.

Benötigen Sie Unterstützung in einem der Bereiche oder der ganzheitlichen Begleitung in einem Projekt, dann schauen Sie sich auf unserer Webseite um oder wenden Sie sich unverbindlich an Claudia Oster.

10 Jahre UXcamp Europe in Berlin – eine Barcamp Dekade

Startete das UXcamp 2009 noch als erstes deutsches User Experience Barcamp, so hatte die Veranstaltung bereits im Folgejahr – aufgrund des großen Erfolges – eine internationale Ausrichtung. Mittlerweile ist die Veranstaltung zu einer Institution für europäische User Experience Professionals geworden.

Heuer war die Techtalk mit 2 Teilnehmerinnen beim UXcamp Europe vertreten und zum ersten Mal Sponsor des Events. Es stand dort netzwerken, diskutieren und Trends besprechen im Vordergrund. Mir fiel auf, wer einmal da war, kommt immer wieder: Teilnehmer, Sponsoren, Organisatoren und Alumni-Organisatoren.

Abbildung 1: Getümmel vor dem Session Board

Vorweg ein paar Fakten zur Veranstaltung:

  • Es fand 2-tägig am Pfingstwochenende statt
  • 101 Sessions wurden in 10 parallelen Tracks angeboten
  • 500+ TeilnehmerInnen
  • Ein ehrenamtlich arbeitendes Organisationsteam, Sponsoren und eine kostenlos zur Verfügung gestellte Lokation an der Humboldt Universität machen eine kostenfreie Teilnahme möglich.
  • Tickets sind innerhalb weniger Minuten vergriffen.
  • Heuer war Nachhaltigkeit angesagt: wiederverwendbare Kaffeebecher und Glasflaschen kamen zum Einsatz.

Folgende Learnings aus den Workshops konnte ich mitnehmen:

  • How to cluster sticky notes: Um tieferen Einsichten aus Notizen zu gewinnen, sind folgende Regeln hilfreich:
    • Notizen, die geclustert werden, sind aussagekräftiger, wenn sie genauer beschrieben sind (3-7 Wörter).
    • Sind die Notizen ausführlicher, dann entstehen häufig ganz andere Cluster, als mit kürzeren Notizen.
    • Gibt man den Clustern dann einen Gruppentitel, dann sollte dieser aus einer aufgestellten Hypothese/Behauptung bestehen und nicht nur aus einem Wort.

Mithilfe dieser Regeln entwickelte sich meine Arbeitsgruppe von einer recht sinnlosen Gruppierung (siehe Abbildung darunter)…

…hin zu einer aussagekräftigeren Gruppierung mit gehaltvoller Notizen (siehe Abbildung darunter). Thema der Übung waren Research-Ergebnisse für ein nachhaltiges Repair-Cafe.

  • (Rapid) paper prototyping: Nach etwas theoretischem Input, entwarfen wir in Kleingruppen einen Papierprototypen für den Bestellautomaten eines Eissalons und testeten ihn. Wir hatten dazu 30 Minuten Zeit. Es zeigt sich, diese – wohl günstigste – Variante eines frühen Prototyp zu testen, lässt sich im Handumdrehen durchführen. Learning: Just do it!

Am Ende der zwei Tage verließ ich das Event inspiriert durch Themen wie:

  • Voice assistents,
  • dark patterns, ethics in UX, sustainable UX,
  • getting UX into company and surviving as UX in larger companies.

Die breite Themenauswahl und der offene Umgang der UX-Community begeisterten mich.

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6 Questions about Intent-Based Leadership with Jenni Jepsen

You have never heard about Intent Based Leadership? Then this post is for you. Jenni Jepsen consults, writes and speaks worldwide about leadership, teams, and how to make transformations work. She will be keynote speaker at Agile Tour Vienna and give an one-day course „Essential Intent Based Leadership“ this September in Vienna.

We reached out to Jenni and asked her six questions about Intent Based Leadership. If you are a manager, director, leader who wants to create environments where people succeed, then read on!

If someone heard never before about Intent Based Leadership, how would you describe it in 150 words?

Intent-Based Leadership™ is fundamentally the language leaders and teams use to communicate at work – the words we use with each other and how we ask questions – in order to give control to people, so people who are closest to the information are the ones making the decisions.With this leadership paradigm, team members come to the leader describing what they see, what they think, and what they intend to do. With Intent-Based Leadership,the culture of the organization shifts from one of permission and waiting, to intent and action. Not only does effectivity increase, people also feel motivated and are happier at work. 

As work becomes more cognitive and less physical, Intent-Based Leadership offers a how-to for organizations to redefine what leadership means in a way that creates a workplace where the passion, motivation, engagement, creativity and intellect of each member is maximized.

Are you as a manager, or head of an agile org. tired of having to always have all the answers? Check out our one-day training course Essential Intent-Based Leadership this September in Vienna.

How/When/Who developed the concept / methodology of Intent Based Leadership?

The concept of Intent-Based Leadership is the direct result of how David Marquet, former U.S. Naval submarine captain turned his ship the USS Santa Fe from worst to first in the U.S. Navy. David wrote an amazing book on how it all came to be: Turn the Ship Around!. It’s a great story, even if you skip the leadership tips! When David took over command of the USS Santa Fe, it was at the last minute. He only had three weeks to learn everything about the ship – an impossible task. When he took command, he quickly found out that if he followed the old ways of working with him giving commands in an environment where he didn’t know everything there was to know about the ship, and people following those commands blindly, people might get killed. This was when he decided to keep quiet and asked others to come to him with what they intended to do.

People implementing Intent-Based Leadership don’t have to have all the answers. When we stop “getting people to do things” and instead give control while increasing competence and clarity, we gain more engaged people who have the competency to make decisions, feel ownership and take responsibility.

Practical outcomes of Intent-Based Leadership

How is Intent Based Leadership related to Agile: Is the methodology based on Agile, can it be applied only in an agile organization?

When I first read Turn the Ship Around! in 2012 after the book was published, my partner and I (in goAgile) thought “This is it! This is a way of leading that supports Agile ways of working.” Because so much of Agile is about team members taking responsibility, about being self-organizing, about being self-directed and having clarity about where we’re headed and why, in order to make better decisions at every level in the organization. David actually did not know about the Agile community when we first contacted him. Since then, things have, obviously, taken off for David and for Intent-Based Leadership. We’re not the only ones who can see the advantages IBL brings around how to give control, and increase organizational clarity and technical competencies. In our experience, organizations that combine Agile transformation with Intent-Based Leadership reach their goals faster. It’s because IBL offers real tools to nudge people into new behaviors, and that is the key to lasting change. 

Attend our one-day training course and learn how to move in an Agile way to a culture where people take initiative and ownership. This September in Vienna.

Can you give an example of how language increases the feeling of empowerment?

There is a lot of talk in organizations about how to empower people. What we know from neuroscience research, is that the only thing we can do is create an environment where people feel empowered. Empowering others is a contradictory statement. It says that I have the power to empower others. That is NOT what we are going for. We want people to have influence and control. And this happens when leaders create an environment where people feel empowered. 

Now, with that said… “I intend to” are the three most amazing, empowering words we can use to increase the feeling of empowerment. Rather than asking permission, just saying “I intend to…” works on both sides. For the person saying it, it is simply informing others about what the person will do. For others, it provides information ahead of time. So there is an opportunity to give more information before the action occurs. Of course, there are lots of other examples of language increasing empowerment, “I intend to” is my favorite. 

What is an example of a leadership tool that can be used to create an environment to adopt Intent-Based Leadership?

So one of the great tools from Intent-Based Leadership is called the Ladder of Leadership. It provides some simple questions leaders can ask based on how their people talk with them. For example, if someone says “Please just tell me what to do.” That person is at the lowest level on the Ladder. The leader wants to move them up the Ladder so that they will be more comfortable taking control. The question the leader asks is: “What do you see?” This is the next step on the Ladder. This allows the person to answer in a psychologically safe environment. The leader is asking for observations. Rather than jumping to “What do you intend to do?”, the leader needs to help people up the Ladder gradually. In that way, people become safe with taking more control, and over what is usually a very short time, you can move people up to the level where they come to you with what they intend to do.

Ladder of Leadership

Reading tips: If I think about attending the training, what should I read or watch, to be prepared best? (blog posts, YT videos etc.)

Of course, reading David’s book, Turn the Ship Around! is a great idea.

Here are a couple of other links to watch and read:

Interested to take a deep-dive on Intent Based Leadership?

Check out our training course offering

Design Thinking – Kreative Ideen zum Onboarding neuer Mitarbeiter

Vor kurzem hatte ich, Eugene Hofmannsrichter, die Möglichkeit, einen Design Thinking Workshop zu begleiten. Als UX Designer hatte ich schon einiges über dieses Thema gehört, jedoch noch nicht aktiv damit zu tun gehabt. Zumindest dachte ich das. Zur Vorbereitung habe ich mich nur kurz in dieses Thema eingelesen. Das Vorgehen auch in der Praxis sehen zu können war mir natürlich sehr willkommen, um das Thema für mich auch greifbarer zu machen.

Der Workshop wurde von Claudia Oster moderiert und hatte das Ziel, Ideen zu generieren, die das Onboarding neuer MitarbeiterInnen in einem großen Unternehmen am ersten Tag verbessern sollen.

Worum geht’s bei Design Thinking?

Design Thinking geht es darum, Personen mit verschiedenem Hintergrund (z.B. verschiedene Berufsfelder und Abteilungen eines Unternehmens) gemeinsam an der Lösung eines Problems arbeiten zu lassen. Dazu werden Methoden eingesetzt, bei denen die Menschen im Zentrum stehen, für die die Lösung entwickelt werden soll, mit all ihren Motivationen und Bedürfnissen. Im Laufe der einenhalb Tage wurde mir klar, dass mir das Thema Design Thinking doch gar nicht so fremd war, wie ich dachte. Die Methoden, die zum Einsatz kamen, waren mir teilweise schon bekannt, handelte es sich doch um UX Design Methoden wie „Journey Mapping“, „Empathy Mapping“ oder „Idea Canvas“. Durch die vielfältigen Sichtweisen der TeilnehmerInnen erhält man ein breites Spektrum an Ideen, die während der Ausarbeitung und Verfeinerung mehrere Feedbackzyklen durchlaufen.

Wer waren die TeilnehmerInnen?

Die TeilnehmerInnen wurden so ausgewählt, dass sie verschiedene Sichtweisen einbringen konnten. Sie kamen aus der HR-Abteilung und verschiedenen anderen Bereichen des Unternehmens. Manche waren selbst noch nicht lange angestellt und konnten sich noch sehr gut an ihren ersten Arbeitstag, ihre Eindrücke, Gedanken und Gefühle erinnern.

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Wie war der Workshop aufgebaut?

Begonnen wurde mit dem Aufteilen der TeilnehmerInnen in zwei Gruppen, die jeweils eine „Journey Map“ erstellt haben. Auf dieser wurden verschiedene Situationen rund um den ersten Arbeitstag festgehalten und nach einer Skala von „gut“ bis „nicht gut“ bewertet. Die Gruppen erstellten zwei Maps aus der Sicht der neuen MitarbeiterInnen  – also aus „Kundensicht“ – sowie aus der Sicht der HR-Abteilung. Bereits in diesem frühen Stadium konnten Dinge, die mit „nicht gut“ bewertet wurden identifiziert werden und regten schon zu Ideen zur Verbesserung an. Da die Ideen erst später ausgearbeitet wurden, haben wir diese nur kurz notiert, um sie nicht zu vergessen.

Von allen im Laufe des Tages gesammelten Ideen wurden durch sogenanntes Dot-Voting aller TeilnehmerInnen vier Ideen ausgewählt und als Prototypen ausgearbeitet. Dabei stand der Kreativität nichts im Wege  Es konnten Flipcharts, Plakate, Legosteine, SAP Scenes Figuren und sogenannte Idea-Canvas Poster verwendet werden.

Onboarding neuer Mitarbeiter mit Hilfe einer App und Events nach einem festgelegten Zeitplan

Für jede Idee wurden Challenges und Success Faktoren überlegt.

Die Neugestaltung des ersten Tages im Unternehmen als Welcome-Day

Am zweiten Tag wurden die Prototypen weiteren MitarbeiterInnen aus HR und Führungskräften vorgestellt, die ihr Feedback gaben. Dieses Feedback wurde verwendet, um den Ideen den letzten Schliff zu geben.

Am Ende war ich sehr beeindruckt vom Ergebnis, da die Ideen überhaupt nicht in Konkurrenz zueinander standen. Alle vier Ideen sind auch bei allen TeilnehmerInnen gut angekommen. Besonders toll fand ich, dass sie sich gegenseitig ergänzten und trotzdem unabhängig voneinander, in verschiedenen Zeiträumen und in mehreren Schritten sukzessive umgesetzt werden können. Alles in Allem ein großartiges Paket für den Einstieg und die erste Zeit der neuen MitarbeiterInnen.

Sehr schön zu sehen war auch, dass diese UX Design Methoden, die wir sonst anwenden, um Ideen zu Innovationen in der IT zu generieren, auch für Prozessverbesserungen angewendet werden können, die mit IT wenig bis nichts zu tun haben. Durch die Herangehensweise, erst Probleme zu identifizieren und dann an der Lösung der relevantesten zu arbeiten ist auf viele Bereiche umleg- und anwendbar.

Bei weiteren Fragen rund um Design Thinking oder UX kannst du dich an das UX-Team bzw. direkt an Claudia Oster wenden.


Event-Nachlese: Start Me Up Monday – Why User Experience is Key

Anfang Mai fand am FH Technikum Wien wieder der „Start me up Monday”  statt – diesmal zum Thema „Why User Experience is Key“. An diesem Abend gab es sechs Vorträge aus den unterschiedlichsten Bereichen und Anwendungsgebieten der User Experience. Ich möchte einen kurzen Einblick geben über die Inhalte unseres Vortrags und Highlights aus den anderen Vorträgen.

Individuelle Softwareentwicklung – Wo ist da Platz für UX?

Meine Kollegin Veronika Winter und ich – Claudia Oster – sprachen über die Rolle von UX in der individuellen Softwareentwicklung und welche Methoden wir einsetzen, um einen bestmöglichen Kosten-Nutzen-Effekt zu erzielen.

In unserem Vortrag präsentierten wir drei Schlüsselfaktoren, die aus unserer Sicht zu einer guten User Experience in der individuellen Softwareentwicklung beitragen:

  1. BenutzerInnen und deren Bedürfnisse: Schlüsselfaktor Nummer 1 sind natürlich die BenutzerInnen und das Verständnis, das für die Bedürfnisse und Anforderungen aufgebaut werden muss. Häufig wird in Projekten zu schnell auf die Lösung fokussiert, bevor das Problem überhaupt verstanden wird.
  2. Wireframes: Wireframes helfen uns frühes Feedback durch BenutzerInnen zu bekommen und sind eine wertvolle Abstimmungsgrundlage für das Projektteam.
  3. Enge Zusammenarbeit im agilen Team: UX DesignerInnen arbeiten als Teil des agilen Teams und durch fortlaufende Abstimmungen mit Product Owner und Entwicklungsteam wird die effiziente Berücksichtigung von UX im Projekt gewährleistet.
1: Wireframes zur Erarbeitung und Visualisierung des Prozesses

Jumio und der Fokus auf geringe kognitive Belastung

Martin Frühwirt ist in seinem Vortrag „Identitätsprüfung als Teil der User Journey“ vor allem darauf eingegangen, wie wichtig es ist im Rahmen der Weiterentwicklung des Designs folgenden Leitspruch zu berücksichtigen:

„Minimise cognitive load to maximise usability.” (NN Group)

D.h. bei der Gestaltung versuchen sie die Abläufe intuitiv zu gestalten und die BenutzerInnen bei der Durchführung Ihrer Aufgabe zu unterstützen. Als Beispiel nannte er das Upload-Limit für Fotos, das häufig bei Überschreitung einen Bruch in der Nutzung verursacht. Dadurch das die Anwendung selbstständig das Bild verkleinert, kann der Benutzer ungehindert weiterarbeiten.

2: Sketchnotes – Minimise cognitive load by Jumio

Microsoft & Inclusive Design

Janka Koen von Microsoft präsentierte nach einem Rückblick über die Geschichte von Microsoft Design auch das neue Konzept des Inclusive Design. Dabei geht es darum, dass alle Menschen in bestimmten Situationen in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind und alle Menschen davon profitieren, wenn man die Lösungen inklusiv gestaltet.

Anstelle von Personas kann man mit Persona Spectrum arbeiten, um zu erkennen wie eine Einschränkung auch temporär oder situativ auftreten kann um dadurch zu erkennen, wie viele Menschen von einer Lösung profitieren können. Mehr zu Inclusive Design findet man unter https://www.microsoft.com/design/inclusive/.

Stream zum Nachschauen & UX Team-Support

Wenn du noch mehr erfahren möchtest – der Stream zum Nachschauen ist noch verfügbar

Bei weiteren Fragen rund um UX kannst du dich an das UX-Team bzw. direkt an mich – Claudia Oster– wenden.


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UX Vienna Community besucht TechTalk

Am 9. Juli 2019 ab 18:30 Uhr findet das 175. UX Vienna Evening Meetup bei uns im 16. Stock des Saturn-Tower statt. Geleitet von Claudia Oster wird es drei MiniTalks geben die sowohl vorbereitet sind, als auch spontan aufgekommene Themen vorstellen können. Fix ist schon ein Talk von unserer Kollegin Veronika Winter über die Integration von UX in einem Scrum of Scrum Team.

Danach ist noch Zeit für offene und vertiefende Diskussionen.

Die Anmeldung für das Event kann hier bei meetup.com durchgeführt werden. Sollten keine Plätze mehr verfügbar sein, gibt es über Claudia.Oster@techtalk.at noch Restplätze zu ergattern.

Wir freuen uns, die UX-Community erstmals in unseren Räumlichkeiten der DC Spaces begrüßen zu dürfen.

Accessibility: Erneuerungen des BITVs Tests und unsere Erfahrungen

Das Thema Accessibility, im Deutschen auch unter dem Begriff Barrierefreiheit bekannt, und deren Implementierung birgt einige Tücken und kann den Entwicklungsaufwand wesentlich beeinflussen. Je früher im Projekt man sich mit Prüfverfahren beschäftigt, desto eher kann man verhindern, dass bereits entwickelte Funktionen überarbeitet und angepasst werden müssen. Mein Name ist Veronika Winter und ich habe mich im Zuge eines Projekts intensiv mit Accessibility beschäftigt und möchte die Learnings aus unserem Team hier zusammenfassen und weitergeben.

Einführung Accessibility und BITV

Mittlerweile gehört Accessibility sowie der BITV Test zu den Standards, mit denen wir uns als UX Team bei TechTalk immer wieder intensiv beschäftigen. Die seit März veröffentlichten Neuerungen des BITV Tests bieten viel neuen Stoff.

Die Barrierefreiheit sorgt dafür, dass alle Menschen eine Webseite, eine Applikation oder auch ein PDF benutzen und verstehen können, unabhängig von Sprache, Kultur, physischen und kognitiven Fähigkeiten. Deshalb wurde 1999 die Web Accessibility Initiative (WAI) gegründet, welche mit den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) eine internationale standardisierte Richtlinie geschaffen hat.

Dieser Standard macht Inhalte für Menschen mit Behinderungen wie Blindheit, Sehschwäche, Taubheit oder Hörverlust, eingeschränkte Bewegungsfähigkeit, Sprachbehinderungen oder Kombinationen davon, leichter zugänglich. Auch punktuelle Einschränkungen die jedem widerfahren können, werden innerhalb der Richtlinien berücksichtigt. Stellen Sie sich vor: Die Sonne blendet, am Bildschirm wirken sich Kontrastprobleme aus und wir können Texte mit schwachem Kontrast zum Hintergrund nicht mehr lesen.

Die BITV (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung) basiert auf den Vorgaben der WCAG und ist ein Verfahren für eine umfassende Prüfung der Barrierefreiheit. Sie ist bereits seit 2004 veröffentlicht und entwickelt sich immer weiter. Aktuell umfasst sie 60 Prüfschritte, welche vollständig offengelegt sind. Dadurch kann man diese Prüfschritte auch selbst überprüfen und sich so ein eigenes Bild von der Barrierefreiheit seiner Seite schaffen.

Zusammenfassung der Neuerungen 2019

Anfang 2019 wurden die Prüfschritte bereits zum 8. Mal angepasst und Mitte März 2019 mit diversen Erneuerungen veröffentlicht.

Eine der wichtigsten Erneuerungen ist die Anpassung des Prüfverfahrens und die Bewertung der Prüfschritte. Weiters wurden zwölf neue Prüfschritte ergänzt, die auch einen Fokus auf responsive Webseiten und die mobile Benutzung setzen. Die Gewichtung der einzelnen Prüfschritte hat sich ebenfalls geändert. Auch wenn man nicht das Ziel hat, eine Webseite zertifizieren zu lassen, sollte man während der Entwicklung zumindest die Prüfschritte mit einer hohen Gewichtung berücksichtigen, da diese für alle BenutzerInnen einer Webseite unterstützend wirken. Der Artikel zur offiziellen Erklärung befindet sich auf der BITV Webseite.

Ein BITV Test wurde beispielsweise im Projekt „AMS Berlin“ durchgeführt. In dem verlinken Praxisbericht wird unter anderem die User Experience des Produkts sowie der BITV-Test beschrieben.

Details zu den Erneuerungen

Erreichen des BITV Tests

Um ein positives Prüfergebnis zu erhalten, muss eine Liste an Erfolgskriterien durchgeführt werden, die sich in 60 Prüfschritte unterteilt. Jeder Prüfschritt hat denselben Aufbau: „Was wird geprüft?“, „Warum“ und „Wie wird geprüft?“. Das heißt, wie die Prüfung durchgeführt wird, welchen Browser man öffnen soll, welche Einstellungen (zB Bildschirmgröße, Textgröße,..) man setzen soll, usw.

Bis 2019 gab es eine Punktebewertung jedes einzelnen Prüfschritts, bei der man die Anzahl der erreichten Punkte zusammenrechnet. Insgesamt sind 100 Punkten möglich. Bei 90 von 100 Punkten konnte man eine „gut zugängliche Webseite“ und bei 95 von 100 Punkte eine „sehr gut zugängliche Webseite“ erreichen.

Diese Punktebewertung wurde abgeschafft, jetzt müssen alle Prüfschritte mit „erfüllt“ oder „eher erfüllt“ bewertet werden.

Auswirkung auf das Projekt:

  • Jeder einzelne Prüfschritt ist wichtig und muss erfüllt werden. (Es werden nur vorhandene Elemente geprüft, die anderen werden als „nicht relevant“ markiert.)
  • Es muss für jeden relevanten Prüfschritt eine (technische) Lösung gefunden werden.
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Gewichtung

Grundsätzlich gibt es eine Unterscheidung der Prüfschritte auf der Ebene der Gewichtung, so wird zwischen hohem, mittlerem und geringem Gewicht unterschieden. Einige Prüfschritte wurden auch in ihrer Gewichtung geändert. An sich hat eine Gewichtung keinen direkten Einfluss auf das Ergebnis, trotzdem erkennt man, wie wichtig und bedeutsam der Prüfschritt für die Barrierefreiheit und Benutzung einer Webseite ist.

Prüfschritt „Text auf 200% vergrößerbar“

Zum Beispiel wurde das Gewicht des Prüfschritts „Text auf 200% vergrößerbar“ von mittel auf hoch geändert. Bei diesem Prüfschritt geht es darum, dass trotz der Vergrößerung des Texts jedes Wort komplett sichtbar und lesbar ist, es soll keine Überlappungen geben oder Text abgekürzt werden. Das heißt, wenn innerhalb eines Buttons nur „Absen…“ statt „Absenden“ angezeigt wird, wird dies als negativ bewertet.


Änderungen der Schriftgröße von 100% auf 200% mittels dem Textzoom in Firefox

Ziel ist es, dass trotz einer Vergrößerung des Textes oder einer generell großen Schriftgröße, die Webseite dies unterstützt und der Text vollständig lesbar ist, zum Beispiel indem sich das Layout dynamisch anpasst. Viele BenutzerInnen verwenden standardmäßig bereits eine größere Schriftgröße, deshalb ist dieser Prüfschritt sehr wichtig. Auch kann dieser Prüfschritt auf dem Smartphone nachgestellt werden, dadurch wird die Schriftgröße in den Einstellungen des Smartphones geändert.

Wie sich ein Textzoom von 200% auf die Lesbarkeit auswirkt, anhand des Beispiels orf.at [Datum des Screenshots: 8. April 2019]

Prüfschritt „Hauptsprache angegeben“

Weiters wurde das Gewicht des Prüfschritts „Hauptsprache angegeben“ von gering auf mittel erhöht. Es geht darum, dass der Screenreader den Text der Webseite in der richtigen Sprache ausspricht. Mittels der Verwendung des lang-Attributs wird die Sprache definiert.

Ziel ist es, dass die Sprachausgabe des Screenreaders richtig verwendet werden kann und der Text in der richtigen Sprache vorgelesen wird. Wenn die Sprache nicht (richtig) definiert wurde, klingt dies so wie es auf diesem Youtube-Video, nämlich schwer verständlich.

12 neue Prüfschritte

Zwölf neue Prüfschritte wurden ergänzt, die die zusätzlichen Anforderungen der WCAG 2.1 vervollständigen. Das Ziel ist es, die Barrierefreiheit für die folgenden drei Zielgruppen zu optimieren:

  • BenutzerInnen mit kognitiven Schwächen oder Lernbehinderungen
  • BenutzerInnen mit Sehbehinderungen
  • BenutzerInnen mit einer Beeinträchtigung auf mobilen Endgeräten (Smartphone und Tablet)

Um einen kleinen Einblick zu geben, möchte ich ein paar Prüfschritte und deren Bedeutung genauer erklären. Eine vollständige Liste befindet sich hier.

Prüfschritt „Textabstände anpassbar“

Der Prüfschritt „Textabstände anpassbar“ zielt auf die Lesbarkeit von Text ab. Mittels einem Javascript- Bookmarklets, von BITV zur Verfügung gestellt, kann dieser Prüfschritt sehr einfach getestet werden. Obwohl die Abstände der Buchstaben oder der Wörter an sich geändert werden können, soll jedes Wort komplett sichtbar und lesbar sein, um ein Abschneiden des Textes zu verhindern.


Simuliertes Text Spacing mittels dem Javascript Bookmarklet auf orf.at
[Datum des Screenshots: 8. April 2019]

Prüfschritt „Inhalte brechen um“

Der Prüfschritt „Inhalte brechen um“ zeigt Probleme mit der Zoomfunktion eines Browsers auf, die häufig von sehbehinderten BenutzerInnen verwendet wird. Die Anpassung des Inhalts soll dynamisch erfolgen und ein horizontaler Scrollbalken soll vermieden werden. Dadurch ist der Inhalt der Webseite auf einer Seite sichtbar und es wird nur in eine Richtung (nach oben oder nach unten) gescrollt. Dies stellt auch eine Vereinfachung der Benutzerführung dar.

Prüfschritt „Eingabefelder zu Nutzerdaten vermitteln den Zweck“

Ein besonderer Prüfschritt für mich ist „Eingabefelder zu Nutzerdaten vermitteln den Zweck“, denn dieser ist für alle BenutzerInnen ein interessantes Feature. Er zielt auf das Attribut <autocomplete> ab, das bereits auf vielen Webseiten in Verwendung ist. Es wird bei Formularfeldern verwendet, die persönliche Informationen enthalten. So kann durch das Ergänzen des <autocomplete> Attributs ein automatisches Vorausfüllen von Formularinhalten ausgelöst werden, zum Beispiel bei Vor-und Nachname, Adressdaten oder Kreditkarten-Daten. Dadurch wird die Eingabe von persönlichen Daten erleichtert bzw. teilweise sogar vom System abgenommen und Formulare können in weiterer Folge schneller ausgefüllt werden.

Fokus auf mobile Benutzung

Die folgenden drei neuen Prüfschritte zeigen die bedeutende Rolle der Benutzung von Mobiltelefonen im Accessiblity-Bereich.

Prüfschritt „Keine Beschränkung der Bildschirmausrichtung“

Dieser Prüfschritt zielt auf die Benutzung am Mobiltelefon ab und wird deshalb auch auf einem Smartphone getestet. So soll der Inhalt der Webseite in beiden Ausrichtungen (Hochformat und Querformat) richtig dargestellt werden und nutzbar sein. Auch ein Wechsel zwischen den beiden Ausrichtungen soll unbeschränkt möglich sein, sofern beide Ausrichtungen unterstützt werden.

Prüfschritt „Alternativen für Bewegungsaktivierung“

Dieser Prüfschritt unterstützt besonders Menschen mit motorischen Einschränkungen. Der Prüfschritt zielt drauf ab, dass es eine alternative Eingabemöglichkeit zu Bewegungseingaben geben muss. Unter Bewegungseingaben versteht man zum Beispiel, wenn ein Telefon physisch speziell bewegt werden muss, um eine Funktion zu aktivieren oder um eine Eingabe zu tätigen wie zum Beispiel dieses Video den Extremfall „Kalibrieren des Kompasses“ darstellt.

Prüfschritt „Alternativen für komplexe Zeiger-Gesten“

Ein weiterer Prüfschritt, der mittels Smartphone getestet wird, ist „Alternativen für komplexe Zeiger-Gesten“. Unter Zeiger-Gesten versteht man Bewegungen, die mit einem oder zwei Fingern auf dem Smartphone gemacht werden, zum Beispiel das Streichen, das Ziehen, das Zoomen mittels zwei Fingern. Hier wird zwischen einfachen Gesten wie Tippen oder Doppeltippen und komplexen Zeiger-Gesten unterschieden. Für Menschen mit einer Einschränkung in der Bewegung sind die komplexen Zeiger-Gesten schwierig in ihrer Durchführung und sollten deshalb vermieden werden. In diesem Prüfschritt werden die verschiedenen Gesten ausprobiert, um zu sehen, ob diese innerhalb der Webseite verwendet werden. Falls dies der Fall ist, soll es eine alternative Eingabemöglichkeit mittels einfacher Zeiger-Gesten geben.

Conclusio

Die neuen Prüfschritte zeigen die besondere Vielfalt an Dingen und Funktionen, die überprüft werden. Bei der Prüfung der Accessibility handelt es sich nicht nur um Farbkontraste, richtige Verwendung von HTML-Tags und Tabreihenfolge, viel mehr Dinge stecken dahinter. Abschließend möchte ich noch die Werkzeugliste des BITV erwähnen, die mir im Durchführen der einzelnen Prüfschritte eine große Unterstützung war. Haben Sie Interesse mehr über Accessibility zu wissen oder ist Accessibility auch in einem Ihrer Projekte relevant, dann stehen unser UX Team und ich gerne für Fragen zur Verfügung!


TechTalk: Die Geheimnisse eines attraktiven Arbeitgebers

Viele Unternehmen werben mit der Attraktivität als Arbeitgeber. Doch inwieweit werden die geschilderten Maßnahmen auch umgesetzt und was empfinden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tatsächlich als attraktives Unternehmen? Ich bin in der TechTalk für Recruiting & Personalmarketing verantwortlich und versuche, ein paar Antworten auf diese Fragen zu geben.

Die wichtigsten Punkte, die in diesem Zusammenhang oftmals erwähnt werden, sind jene zum Thema Kommunikation, Transparenz und Fürsorge seitens des Unternehmens. Mitarbeitende wünschen sich nicht nur offene, kurze und direkte Kommunikationswege sondern auch die Möglichkeit der Berücksichtigung von Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung innerhalb des persönlichen Aufgabenbereichs.

Gute Kommunikation ist wichtig und richtig

Bei TechTalk ist dies nicht nur dahingesagt sondern wird tatsächlich auch so gelebt. Auf die vielbeschriebene Open-Door-Policy wurde bei der Neugestaltung des Büros besonderes Augenmerk gelegt [Neue Arbeitswelt bei TechTalk]. Dabei wurde auf die unterschiedlichen Arbeitsstile von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besonders Rücksicht genommen. Nun ist sowohl konzentriertes ungestörtes Arbeiten als auch das Interagieren mit Kolleginnen und Kollegen möglich.

Unser neues Büro: Lichtdurchflutet mit Blick über Wien

Mitgestaltung der Organisation

TechTalk unterstützt und motiviert ihre Mitarbeitenden dazu, sich Themen anzunehmen, die sie abseits ihres Daily-Business vorantreiben möchten. Diese Themen, die immer von mehr als einer Person getragen werden müssen, werden innerhalb von Circles bearbeitet, welche auch mit einem Budget ausgestattet sind. Circles sind Teil der Organisationsform unseres Unternehmens.

Basierend auf dem Organisationsmodell der Holacracy (Whitepaper über Holacracy, PDF, 10 Seiten) wurden Elemente daraus entnommen und gemäß den Vorstellungen sowie dem Nutzen der TechTalk angepasst. Diese Circles werden bei TechTalk immer von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern initialisiert und vorangetrieben.

Screenshot aus internem Dashboard – Circles bei TechTalk

Weiterentwicklung

Weiterentwicklung sowohl auf technischer als auch auf persönlicher Ebene ihrer Beschäftigten ist TechTalk ein großes Anliegen. Dafür steht jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter ein persönliches Weiterbildungsbudget pro Jahr zur Verfügung. Dieses besteht nicht nur aus einem Euro-Betrag sondern auch aus einer gewissen Anzahl an Personentagen pro Jahr – egal in welcher Rolle und Seniorität sich eine Person befindet. Beispiele:

  • Als Entwickler können Sie eines unserer Trainings besuchen oder auch ein spezielles externes Event
  • Als Teil unseres UX- oder Marketingteams möchten Sie ein Branchenevent besuchen, zB OnBrand Marketing Conference

TechTalk ist sehr stolz darauf, etliche Mitarbeitende im Unternehmen zu haben, die gerne Talks auf Konferenzen oder Meetups halten. Die Vorbereitung darauf kann bis zu einem gewissen Ausmaß auch innerhalb der Arbeitszeit erledigt werden.

Foto vom Scrum Training mit Mitch Lacey in den DC Spaces.

Karenz

Glückliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Kapital jedes Unternehmens. So ist es TechTalk ein Anliegen, dass ein Arbeitstag innerhalb der normalen Arbeitszeit bleibt und die Mitarbeitenden genügend Zeit z.B. für ihre Familien haben. Innerhalb des Unternehmens gibt es mittlerweile kaum einen Elternteil – egal ob weiblich oder männlich – der nicht eines der vielen Karenzmodelle in Anspruch genommen hat. Das läuft dabei quer durch alle hierarchischen Ebenen und wurde zum Bestandteil der Unternehmensphilosophie.

Hardware Budget

Mit „Pimp my Workplace“ haben alle TechTalker die Möglichkeit, den eigenen Arbeitsplatz so zu gestalten wie es den persönlichen Erfordernissen entspricht. Ist dazu z.B. spezielles technisches Equipment notwendig, so kann dies individuell – im Rahmen eines zur Verfügung gestellten Budgets – angeschafft werden.

Wohlfühlen abseits der tatsächlichen Arbeit

Natürlich gibt es auch bei uns den obligatorischen Wuzzler und einen Tischtennistisch (inklusive Turnieren! :) ). Dass sich TechTalk jedoch auch auf vielfältigste Art und Weise mit der Gesundheit ihrer Mitarbeitenden beschäftigt, lässt sich schon anhand der Vielzahl an Aktivitäten rund um dieses Thema erkennen. So werden neben der alljährlich stattfindenden Vorsorgeuntersuchung auch diverse Aktivitäten im Bereich Sport und Ernährung angeboten. Die Teilnahme an diversen Sportveranstaltungen sowie das gemeinsame Kochen – hier steht eine gesunde und ausgewogene Ernährung im Vordergrund – sind nur zwei Beispiele von ganz vielen Angeboten.


Dieser kurze Auszug an Aktivitäten und Maßnahmen rund um die Themen Kommunikation, Transparenz und Fürsorge lässt erkennen, wie wichtig es TechTalk ist, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.

Wollen Sie TechTalk kennenlernen oder wollen Sie sich direkt bewerben? Werfen Sie einen Blick auf die lange Liste an offenen Jobs und kontaktieren Sie mich einfach, wenn Sie ganz unverbindlich auf einen Kaffee vorbeikommen oder auch an einem unserer Meetups teilnehmen möchten.

Unsere neue Arbeitswelt bei TechTalk

Ende des Jahres 2017 wurde es immer offensichtlicher – TechTalk wächst und der Raum im bisherigen Büro wird zu knapp um allen Projektteams ausreichend Platz zu bieten. Relativ rasch war klar, dass wir weiter im Saturn Tower bleiben wollten und begannen daher mit unserem Partner Roomware das Konzept für die Neugestaltung der Büroräumlichkeiten zu erarbeiten.

Wer TechTalk im Saturn Tower besucht fährt nun statt in den 11. in den 16. Stock

Ein wichtiger Aspekt dabei war es, nicht nur mehr Bürofläche zu schaffen, sondern auch ein neues Arbeiten bei TechTalk zu ermöglichen und zu etablieren.

Mit der neuen Bürogestaltung wurden folgende Ziele verfolgt:

  • Talente anziehen, fördern und entwickeln: Mitarbeiter sollen gut arbeiten und sich weiterentwickeln können.
  • Emergente Organisationsform: Das Büro soll sich den sich ständig ändernden Bedingungen und Aufgaben von TechTalk anpassen können.
  • Externe Referenzen zulassen und verstärken: Wir wollen sehen wie unsere Arbeit Auswirkungen auf andere hat und Feedback dazu erhalten.

Diese Zielsetzungen bedingten, dass sich die MitarbeiterInnen in den neuen Büroräumlichkeiten wohlfühlen sollen und die Weiterentwicklung gefördert wird. Darüber hinaus sollte gewährleistet werden, dass die KollegInnen sowohl konzentriert arbeiten können als auch der Austausch und die informelle Kommunikation untereinander verstärkt unterstützt werden. Bei der Gestaltung wurde daher das Konzept des „activity-based working“ berücksichtigt. Dabei soll abhängig von den aktuellen Anforderungen zur Arbeitssituation, der passende Arbeitsplatz zur Verfügung stehen.

So sollen Teams die Möglichkeit haben, sich abhängig von ihren Aufgaben auch räumlich schneller zu formieren. Des Weiteren waren die Ideen des „Deep Work“ und das gleichnamige Buch von Cal Newport eine Inspiration für die Neugestaltung des Büros.

Figure 1: Schemenhaftes Bürokonzept mit den Bereichen für Kommunikation & Austausch, Teambereiche, Vortrag & Abstimmung, Konzentration & Stille und den Bereich für die Infrastruktur
Schemenhaftes Bürokonzept mit den Bereichen für Kommunikation & Austausch, Teambereiche, Vortrag & Abstimmung, Konzentration & Stille und den Bereich für die Infrastruktur

Um die Anforderungen und Bedürfnisse der MitarbeiterInnen von TechTalk gut zu erfassen, wurden viele Methoden aus dem „User Centered Design“ der Softwareentwicklung übernommen und für die Gestaltung des Büros angewendet.

Um die Anwendbarkeit des Nutzungskonzeptes zu analysieren, wurden Interviews mit mehreren MitarbeiterInnen durchgeführt und basierend darauf eine Nutzungsstudie und Nutzungsszenarien für die Arbeitssituationen und Meetingraum-Nutzung erstellt.

Um darüber hinaus weitere Einblicke in die Anforderungen und Wünsche der MitarbeiterInnen zu bekommen, wurden in Kleingruppen Lego Design Sessions durchgeführt. Mittels Lego-Steinen wurde dabei das Wunschbüro entworfen, wobei hier v.a. die Diskussionen hilfreich waren, in denen Wünsche und Befürchtungen artikuliert wurden. Auch eine Artefaktanalyse wurde anhand einer Schreibtischanalyse durchgeführt.

Lego Design Session

Basierend auf den verschiedenen Nutzungsszenarien und Erkenntnissen wurde großteils eine sehr offene Bürogestaltung gewählt, wobei vor allem folgende Aspekte berücksichtigt wurden:

  • Ausreichend Raumtrennungen – sowohl durch Stichwände als auch durch kombinierte Kasten-Whiteboard-Elemente – um eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen, die vor allem die Privatsphäre der MitarbeiterInnen gewährleistet.
  • Die Möglichkeit je nach Arbeitsbedürfnis rasch andere Räumlichkeiten zu nutzen – von der Telefonbox oder dem Meetingraum für kurze Abstimmungen bis hin zu Arbeitsplätzen, die das ungestörte Arbeiten im Team oder alleine unterstützen.
  • Erhöhte Aufmerksamkeit auf den Lärmschutz, um den Befürchtungen des störenden Lärms durch KollegInnen im großflächigen Raum entgegenzuwirken. Dies sollte durch unsere Unternehmenskultur als auch durch architektonische Anpassungen wie Deckenelemente mit erhöhter Lärmabsorption umgesetzt werden.

Neben der Raumgestaltung wurden auch einige Möbel neu angeschafft, so erhielt u.a. jede/r MitarbeiterIn einen höhenverstellbaren Tisch. Das TechTalk-Team wurde dabei in die Testphase stark eingebunden um ähnlich der Lieferung von MVPs (Minimum Viable Product) schnell Feedback durch unsere „Kunden“ zu erhalten. Vom Bürostuhl über die Meetingraumausstattung bis hin zur Telefonbox wurde ausprobiert, getestet und natürlich dabei viel Feedback gesammelt.

Eindrücke aus einer Feedback-Session zur Bürogestaltung
Feedback konnte jederzeit auch auf einem Whiteboard ergänzt werden

Der Sitzplan im neuen Büro wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Mit den Projektteams wurden die Wünsche und Bedürfnisse besprochen und dann in den Sitzplan integriert.

Der Sitzplan – Erhebung und laufende Anpassung

Auch bei der Benennung und Gestaltung der Meetingräume konnte sich das TechTalk-Team einbringen – so ist die Geschäftsführung nun in Cape Canaveral zu finden und man kann von Marrakesch bis zum Matterhorn wandern.

Meetingraum im entspannten Setting – Raum Matterhorn
Große Meetings im formalen Rahmen – DC Spaces

Die Umsetzung aller Vorstellungen in der Umbauphase zog sich dann doch etwas länger als zunächst gedacht. Im Februar 2019 konnte endlich der langersehnte Umzug stattfinden und wurde an nur einem Wochenende umgesetzt. Wir übersiedelten vom 11. in den 16. Stock des Saturn Towers. Damit vergingen seit den ersten konkreten Überlegungen zum Konzept bis zur Übersiedelung 16 Monate mit dem Ziel der laufenden Weiterentwicklung und Verbesserung.

Fotos vom Umbau und Umzug:

Vorher / Nachher Bild #1

Vorher / Nachher Bild #2

Am ersten Tag wurden alle MitarbeiterInnen persönlich begrüßt und beim Start im neuen Büro begleitet. Neben einer gesunden und süßen Jause gab es für alle auch einen Office Guide, damit vor allem in der ersten Zeit die Orientierung leichter fällt.

Unser Office Guide – Orientierungshilfe im neuen Büro

Aktuell – Anfang April 2019 – arbeiten 83 Personen im Büro der TechTalk in Wien. Durch die flexible Gestaltung und die Möglichkeit Räume unterschiedlich zu nutzen, gibt es noch Platz für weitere 10-15 MitarbeiterInnen. Durch den Umzug in den 16. Stock könnte auch der Wunsch nach einem großen Meetingraum erfüllt werden. Dadurch können nun die von TechTalk angebotenen Trainings im eigenen Büro durchgeführt werden und auch diverse Wiener Meetups sind regelmäßig bei TechTalk zu Gast. Zusätzlich stehen die attraktiven Räumlichkeiten auch anderen Unternehmen unter dem Namen DC Spaces zur Verfügung.

Scrum Training mit Mitch Lacey in den DC Spaces

Mittlerweile hat sich das TechTalk-Team gut eingelebt und die letzten Umzugskartons werden nach und nach entsorgt. Die TechTalker genießen vor allem die Großzügigkeit und die überraschend ruhige Atmosphäre im neuen Büro und auch die Fische im Aquarium fühlen sich schon sehr wohl. Das Herz des neuen Büros ist sicher die liebevoll gestaltete Cafeteria, die zum zentralen Treffpunkt geworden ist – ob in der Mittagspause oder zwischendurch zu einem kurzen Plausch beim Kaffee.


Housewarming Party

Wenn Sie gerne selbst das neue TechTalk-Büro kennenlernen und mehr Infos über unsere Arbeitsweise erfahren möchten, können Sie sich gerne bei mir – Claudia Oster – melden oder Sie besuchen uns bei unserer Housewarming Party am Donnerstag, den 25. April ab 17 Uhr – 5 Plätze haben wir noch frei. Schreiben Sie uns dazu eine kurze Nachricht auf Twitter, Facebook oder hier in den Blog-Comments!

“Sag feig” – Innovations-Workshop bei der Caritas Wien

Mitte Jänner hatte ich, Claudia Oster, die Gelegenheit bei der Innovation Challenge der Caritas Wien teilzunehmen. Aufgrund der bisherigen Zusammenarbeit im Bereich User Experience und Agile Coaching wurde ich als externe Expertin eingeladen teilzunehmen.

Da ich sowohl die Arbeit der Caritas sehr schätze als auch an der Art der Umsetzung eines Design Thinking Workshop im großen Kontext mit mehr als 120 Teilnehmern interessiert war, freute ich mich sehr auf 1,5 Tage kreative Arbeit mit vielen neuen, interessanten Begegnungen. Der Innovationsworkshop stand unter dem Motto „Das traut sich die Caritas nie“ und sollte dazu anregen möglichst innovative Ideen einzubringen.

120 Caritas MitarbeiterInnen und externe ExpertInnen fanden sich in der Ankerbrotfabrik ein um innovative Ideen zu erarbeiten

Begonnen haben die 1,5 Tage mit vier Stunden am späten Nachmittag, um einen Einblick in die Themenbereiche der Caritas sowie des Workshops zu erhalten, u.a. Leistbarer Wohnraum, Sozialer Zusammenhalt oder Soziale Teilhabe im Alter.

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Bereits am ersten Abend war es sehr beeindruckend zu sehen, welch bunte Mischung das Organisationsteam der Innovation Challenge in einen Raum zusammengebracht hat. Vom Leiter der Reinigungsfirma, über Freiwillige HelferInnen, MitarbeiterInnen in der Pflege bis hin zu Caritas-Externen aus verschiedenen Bereichen wie Bildung, Innovation oder IT war es ein bunt gemischtes Feld. Bereits in der ersten Vorstellungs- und Diskussionsrunde wurden die unterschiedlichen Aspekte und Blickwinkel sichtbar und man spürte sofort wie die Inspiration und der Austausch angefacht wurde.

Inspiration durch viel Know-How war allgegenwärtig, wie durch einen Mitarbeiter der Firma „No Isolation“ die mit ihren Produkten versuchen soziale Isolation zu verringern, z.B. mit Roboter für krebskranke Kinder, damit diese weiter am Unterricht teilnehmen können

Am Tag der Innovation Challenge wurden in Gruppen Herausforderungen in den Themenbereichen herausgearbeitet und mit Methoden des Design Thinking an innovativen Lösungen gearbeitet. Methoden wie Challenge Mapping, Persona Mapping, „Wie könnte man…?“-Problemfrage, Ideengenerierung und Idea Core Canvas kamen zum Einsatz.

Klassische Methoden des Design Thinking, wie eine Persona Map, kamen im kreativen Prozess zum Einsatz.

Es war wieder einmal sehr spannend zu sehen wie eine enorm multidisziplinäre Gruppe mit vielen unterschiedlichen Sichtweisen die Lösungsfindung positiv beeinflusst. Ich möchte mich für die Möglichkeit zur Teilnahme bedanken und bin gespannt welche Projekte im Rahmen der Caridee 2019 – dem Innovationsprogramm der Caritas – weiterverfolgt werden.


Wenn Sie Unterstützung bei der Durchführung eines Design Thinking Workshops oder der kreativen Ideenfindung brauchen, können Sie sich gerne direkt an mich wenden. Ich würde mich freuen Sie auf diesem kreativen Weg zu begleiten.