Agile Breakfast: Mut zur Innovation in regulierten Branchen

Es ist möglich innovativ zu sein und dennoch im Einklang mit den Richtlinien zu agieren.

In diesem Agile Breakfast wird uns David Dlugos (UNIQA) von seinen Erfahrungen im Kampf für Innovation innerhalb der rechtlichen und regulatorischen Minenfelder der Versicherungswirtschaft berichten:

„Es geht darum herauszufinden, wie man die Grenzen der Regulatorik ausloten bzw. testen und zu Gunsten von Kunden und Unternehmen umsetzen kann. Dazu bedarf es des richtigen Mindsets im Unternehmen, Kreativität, Mut, intelligenter Prozesse und einer überzeugenden Nutzen-Argumentation für alle Beteiligten.

Anhand von Beispielen aktueller Herausforderungen aus der DACH-Region erzähle ich, wie ein Lern- und Entwicklungsprozess für Versicherer und ähnliche Branchen mit regulatorischen Mechanismen ausschauen kann“.

Wir laden Sie zu einem Vortrag und anschließendem Erfahrungsaustausch mit der agilen Community ein.

Details zur Veranstaltung:

24.03.2020, von 08:30 bis 09:30 Uhr
Saturn Tower, 16. Stock
Leonard-Bernstein-Strasse 10, 1220 Wien 

Anmeldung

Ja, ich komme sehr gerne!

Wir würden uns freuen, Sie begrüßen zu dürfen.

PS: Sollten Sie verhindert sein, informieren wir Sie gerne über künftige Ausgaben unserer Agile Events.

Leider bin ich verhindert ...

… bitte laden Sie mich zur nächsten Agile Veransaltung ein und senden mir die Unterlagen zu Agile Contracts nach dem Event zu!

Tricentis übernimmt SpecFlow

Vor 10 Jahren wurde uns klar, dass Unternehmen durch die Digitalisierung immer schneller und kontinuierlicher auf Kundenbedürfnisse reagieren müssen. Wettbewerbsfähig bleibt nur, wer agiler in der Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen wird.

Behavior Driven Development (BDD) bietet eine Antwort auf die daraus resultierenden Herausforderungen in der Softwareentwicklung.

Daher haben wir 2009 das Softwareentwicklungswerkzeug “SpecFlow” als Open Source Produkt veröffentlicht, das sich seither zum de-facto Standard im .NET Bereich für BDD entwickelt hat.

SpecFlow wurde über 10 Millionen mal heruntergeladen, und hat aktuell über 30 Tausend aktive Nutzer im Monat. Das sind die beeindruckenden Zahlen nach über 10 Jahren Entwicklung dieser Idee.

Wir freuen uns mit Tricentis einen Partner gefunden zu haben, der das Potential von SpecFlow erkannt hat und es in die nächste Wachstumsphase führen wird.

Tricentis übernimmt SpecFlow sowie das 10-köpfige Team von TechTalk, das daran gearbeitet hat. Wir werden weiterhin eng mit Tricentis und der SpecFlow-Community zusammenarbeiten.

TechTalk bleibt eine eigenständige Beratungs- und Dienstleistungsfirma mit über 80 Mitarbeitern in den Bereichen agile Softwareentwicklung und eGovernment.

SpecFlow+, das kommerzielle Angebot von SpecFlow, und SpecMap, eine Azure DevOps-Erweiterung für User Story Mapping, werden ab sofort kostenlos angeboten.

Lesen Sie die Pressemitteilung von Tricentis (englisch) oder den Bericht auf TrendingTopics.

Rückfragen & Kontakt

Christian Hassa

Managing Partner TechTalk
christian.hassa@techtalk.at
Vernetzen auf LinkedIn

PS: Das nächste Training zu SpecFlow bietet TechTalk im Mai an, die Anmeldung ist seit kurzem möglich.

Die Community-Konferenz zum Thema Agile – Eine Nachlese zur Agile Tour Vienna 2019

Über 300 verkaufte Tickets, 30 Speaker in 25 Sessions, darunter auch drei Workshops, unzählige Kaffees, 200 Croissants, zwei tolle Sponsoren, ein Review Team aus 17 unterschiedlichen Firmen, so vielseitig war die diesjährige Agile Tour Vienna! Am 20. September war es soweit, nach Monaten der Vorbereitung endlich der Konferenztag.

Weitere Videoaufzeichnungen und Slides zu den Sessions findest Du in unserem Agile Tour Wiki.

Robert Finan führte uns durch den Konferenztag. Nach einer offiziellen Eröffnung und Danksagung an die Sponsoren und Organisatoren wurden die diesjährigen Experimente, ganz nach dem agilen Mindset, erklärt. Auch wir wollen im Zuge der Konferenz Neues ausprobieren und so die Agile Tour Vienna jedes Jahr verbessern. Die Experimente bauen auf dem Feedback der Teilnehmer auf, welches wir sowohl direkt auf der Konferenz entgegennehmen, als auch durch eine Umfrage nach der Konferenz.

Anschließend wurde unsere erste Keynote-Speakerin vorgestellt: Jenni Jepsen. Jenny sprach über Intent-Based Leadership und wie wir am Feedback erkennen können, stellt dies heutzutage ein wichtiges Thema dar. Wir haben Jenni’s Keynote aufgezeichnet, das Video findet ihr hier. Im März 2020 findet ein Training von Jenni Jepsen statt, das wir Dir sehr ans Herz legen können.

Wir fördern junge Talente

Der nächste Slot im Schedule war für unsere Young Talents reserviert. Schon das zweite Jahr in Folge ist dieses Format im Einsatz und hat sich auch heuer bewährt. Den Erfolg dieses Formats leiten wir unter anderem daraus ab, dass zwei der vier Young Talents von 2018  auch dieses Jahr einen Talk bei uns gehalten haben. Das freut uns natürlich besonders, merken wir dadurch doch, welchen Vorteil dieses Format für unsere Zielgruppe hat.

Besonders freut es uns, dass es dieses Jahr keine Absagen von Speakern gab. Somit konnten wir unseren Schedule wie geplant durchführen. Zum ersten Mal wurden unsere Sessions in vier Themen-Tracks unterteilt:

  • Successful Technical & Testing Practices,
  • Leadership & Organizational Development,
  • Amazing Products and
  • Reach Out – Agile Beyond IT.

In unserem Twitter-Feed wurden interessante Insights zu den Sessions geteilt!

Das erste Feedback von unseren Teilnehmern zu den Sessions zeigt, dass die Tracks sehr positiv wahrgenommen wurden. Wir konnten auch heuer wieder eine gute Qualität der einzelnen Sessions liefern. Ein besonderer Dank gilt hier unserem Review Team, das auch heuer wieder sensationelle Arbeit geleistet hat.

Wir fördern Austausch und Networking

Unser größtes Experiment dieses Jahr, der Meet-the-Speaker Slot, wurde von den Teilnehmern sehr unterschiedlich wahrgenommen. Wir werden das Feedback dazu besonders gut analysieren, um zu entscheiden, wie wir weiter damit umgehen wollen. Für uns persönlich war es eine Bereicherung der Konferenz, da wir dadurch den Austausch der Speaker mit den Teilnehmern forcieren sowie mehr Networking erreichen wollten und das haben wir bei einem Teil der Teilnehmer auch erreicht.

Meine persönlichen Highlights

Auch ich habe dieses Jahr ein paar Sessions besucht und möchte euch meine persönlichen zwei Highlights gerne genauer vorstellen:

Happiness leads to succes

Besonders spannend fand ich die Session “Wissenschaftlich belegt: WohlfühlChefs führen erfolgreicher!” von Ralph Miarka & Veronika Kotrba. Die Aussage zu Beginn „16 % der Österreicher sind nicht glücklich engagiert und motiviert im Beruf“ hat es auf den Punkt gebracht, wie wichtig es ist, dass es Personen in der Firma gibt, die sich um das Wohlbefinden der Kolleginnen aktiv kümmern. Denn “Happiness leads to success” wie Ralph und Veronika uns klarmachten. Diverse Motivationssysteme sowie Belohnungssysteme können hier unterstützen. Ein Beispiel war das SCARF Modell, bei dem wir soziale Gegebenheiten stärken. Weiters wurden vier Prinzipien der positiven Führung vorgestellt:

  1. positives Klima
  2. positive Beziehung
  3. positive Kommunikation
  4. positive Bedeutung

Folgende erste Schritte und schnell anwendbare Tipps wurden im Zuge der Session vorgestellt:

  • Erfolge feiern und Dankbarkeit zeigen
  • Individuelle Stärken nutzen und fördern
  • Unterbrechungsfreies Arbeiten ermöglichen
  • Ehrliches Interesse zeigen
  • Beitragsziele vereinbaren statt Leistungsziele
  • Erreichbares sichtbar machen

Struktur und Effizient mit dem passenden Meeting-Format

Ich habe noch einen Workshop besucht, den ich besonders spannend und interaktiv fand. Bei diesem Workshop ging es um zwei Meeting-Formate aus dem Holacracy Modell: Tactical Meeting und Governance Meeting.

Weiters habe ich diesmal auch an einem unserer Workshops teilgenommen: Gregor Karlinger & Bernhard Ibertsberger – “Warum die Meeting-Formate aus Holacracy für jedes (agile) Team hilfreich sind!”

Der Workshop war so aufgebaut, dass wir zuerst einen kurzen Theorieteil zu den beiden Formaten bekommen haben, um dann selbst die beiden Meetings auszuprobieren. Beim Tactical Meeting geht es darum, über offene Punkte zu informieren und ggfs. Infos einzuholen. Nach einem Meeting-Check-in wird dynamisch und gemeinsam die Agenda aufgebaut. Anschließend werden die Agenda-Punkte abgearbeitet: die Teilnehmer bringen die Punkte ein und man fokussiert sich auf die nächsten Schritte.

Der Prozess des Governance Meetings ist ähnlich, unterscheidet sich aber vor allem in der Abarbeitung der Agenda. Mit Hilfe der Moderation werden zuerst Vorschläge vorgestellt, um dann mittels klärenden Fragen der Teilnehmer diesen Vorschlag zu verstehen. Anschließend gibt es eine Reaktionsrunde und der Vorschlag kann angepasst werden. Danach werden mithilfe der “fünf Stufen der Einwände” potentielle Widerstände strukturiert bearbeitet. Ziel ist es diese zu integrieren, wenn es möglich ist, damit Widerstände der Teilnehmer minimiert werden.

Cocktails, Bier und Networking

Nach einem spannenden und lehrreichen Tag,  etlichen Sessions und drei Workshops, fanden wir uns schließlich alle gemeinsam nochmal zu der Abschluss-Keynote zusammen: Marcus Hammerberg, ein Agile Coach aus Schweden, erzählt uns seine persönliche Geschichte – wie er mit agilen Prinzipien ein Krankenhaus in Indonesien retten konnte. Diesen spannenden aber auch sehr intensiven Konferenztag, haben wir heuer wieder mit Cocktails und Bier abgerundet. Eine Cocktail Show auf der Bühne war der gelungene Übergang von Knowledge Sharing und Erfahrungsaustausch zum Networking.

Abschließend wollen wir uns noch einmal bei allen Mitwirkenden herzlich bedanken und freuen uns gemeinsam mit Euch auf die Agile Tour Vienna 2020!

Tickets für die diesjährige Agile Tour Vienna 2020

Zum Abschluss noch ein paar Schnappschüsse.


Breakfast Event: Agile Contracts

Komplexe Vorhaben benötigen rasche Feedbackzyklen und iterativ inkrementelles Vorgehen. Doch wie sehen Vertragsmodelle dazu aus?

Wir laden Sie zu einem Vortrag und anschließendem Erfahrungsaustausch mit der agilen Community ein.
Richard Brenner, Agile Coach bei TechTalk, erklärt wie „Agile Contracts“ aufgesetzt werden und worauf dabei besonders zu achten ist.

  • Wie können wir ein Modell finden, das sowohl Risk Sharing ermöglicht als auch die Prozesse mit Legal und Procurement nicht erheblich verkompliziert?
  • Wir wollen Verträge haben, die im Streitfall eine klare Regelung ermöglichen. Oftmals passen die klassischen Fixpreise nicht und auch T&M scheitert, weil der Auftraggeber dadurch zu wenig Verantwortung beim Vendor sieht.

TechTalk stellt in diesem kompakten Breakfast-Event ein sehr konkretes Verrechnungsmodell vor, das sowohl Risk Sharing beinhaltet als auch einfach in der Abwicklung ist. Wir haben dieses Modell derzeit im Einsatz und geben diese Erfahrung weiter.


Thema des nächsten Agile Breakfast ist:

„Mut zur Innovation in regulierten Branchen“

Details zur Veranstaltung:

24.03.2020, von 08:30 bis 09:30 Uhr
Saturn Tower, 16. Stock
Leonard-Bernstein-Strasse 10, 1220 Wien 

Anmeldung

Ja, ich komme sehr gerne!

Wir würden uns freuen, Sie begrüßen zu dürfen.

PS: Sollten Sie verhindert sein, informieren wir Sie gerne über künftige Ausgaben unserer Agile Events.

Leider bin ich verhindert ...

… bitte laden Sie mich zur nächsten Agile Veransaltung ein und senden mir die Unterlagen zu Agile Contracts nach dem Event zu!

Agile Teams: A Method to Enable Autonomy by Clarity of Roles

How can you enable teams to take initiative and autonomy by knowing their decision boundaries? In this blog post, I am sharing the concept for a workshop format that you can adapt to achieve that goal.

I used this method to address the following situation: within a classical organization, new cross-functional teams are put together and are now supposed to work in an agile way, but they are stuck at the beginning because they do not know what they are allowed to decide. In addition, the concept of shared responsibility in these new teams is new. A second effect is also that those teams are not stuck, but they are now willing to take initiative, decide certain things (like for example an architecture decision), but then their manager is not happy with the decision and overrules. Also leading to a stuck team.

The problem is that there are unspoken assumptions about what autonomy means between managers and the teams or other stakeholders around the team. We want to reveal those assumptions!

This blog post is based on the talks at the agile tour 2019 and at the ASQF agile night.

Important preconditions in the mindset

A basic precondition is that the organization and all the stakeholders understand the concept of small autonomous teams or the “law of the small team” as Denning describes it (Denning, 2018). Those teams act aligned with the product and corporate vision and are be able to self-direct and self-manage to achieve the goals.

Leaders and managers understand that they should enable those teams by following the concept: “Push authority to information”, one of the major principles of intent-based leadership because we know that they are the experts in their domain and can make the best decisions.

Source: Intent-Based Leadership Keynote by Jenni Jepsen @Agile Tour Vienna“

In order to that, we need to give control to the teams, which is a gradual shift, not a one-off “now you do it all” because we need to check if the competence in the team is there.

Source: Intent-Based Leadership Keynote by Jenni Jepsen @Agile Tour Vienna“

Third, it is clear that we can only manage the environment and not the people.

Workshop Format

The goal of the workshop format is to reveal who is ultimately deciding and how much of these decisions can be delegated to the team. This question can arise between for example the former line manager, the department lead, a software architect or other stakeholders.

Step 1: Key Decision Areas

First of all, we need to collect the most important decision areas where we faced problems or need clarity. It is important that you do not list all decision areas as this would end up in a huge probably Excel sheet that nobody uses later anymore.

Key decision areas can be for example:

  • Who is responsible for deciding on vacations?
  • Who can decide it is a good thing to go on home office or not?
  • Who decides ultimately about an architectural proposal?
  • Who decides how much a solution proposal can cost?
  •  Can we invest as a team in experimenting with solutions for a given problem?
  •  Can we decide on hiring external consultants?
  • Who is responsible for staffing the team?

Step 2: The RACI matrix

You can skip this step if you only need to clarify the delegation between one role and the team. If you have multiple stakeholders, the RACI matrix can help.

In the columns you list who is Responsible (R), who is Accountable (A), who needs to be consulted (C) before taking the decision and who needs to be informed (I) of the decision.

In the rows, you list the key decision areas. It is important that you do not go further in certain team roles. The team is either doing it as a team, but you do not delegate certain decisions to a certain team member.

R
Responsible
A
Accountable
C
Consulted
I
Informed
deciding on vacations Individual Team Member Line Manager Team Team
homeoffice Team? Line Manager Team Line Manager
hiring external consultants Team Department Lead Team Lead Department Lead

Also, you should try to move the accountability as far as possible also to the team, not just being responsible.

Now, you create clarity who is accountable and who should do it (in most cases hopefully the team). Between those two now you can go further and clarify how far the delegation should go with delegation poker.

Thanks to Jenni Jepsen, who held an inspiring keynote at Agile Tour Vienna 2019 that motivated me to write this blog post.

Check out the upcoming training Intent-Based Leadership with Jenni Jepsen.

Step 3: Delegation Poker

Delegation is not a zero or one exercise. It is important to clarify how far a delegation should go. For example, if we hire external consultants, the department lead can expect that the team comes with a potential solution, but he keeps the budget authority and needs to sign it off. That would be delegation-level 3.

In order to clarify this, every team member and the involved manager or role who is accountable for a decision are to be discussed gets a deck of cards. Now everyone decides, how far they would expect that the accountable person delegates that decision to the team.

Like with planning poker this usually leads to good discussions and clarifications.

Step 4: Instepct & Adapt

I would suggest that you create an information radiator and use a delegation board on the wall where you see all the time what your delegation rules are. If you need to change it, do it and if you need to add further key decision areas do it on-the-job, for example during team retrospectives.

Hints and Tips

I would not necessarily start with that exercise before you set up the teams, but explain to the teams that we start to collect key decision areas on-the-job when we see that there is a problem. This avoids endless discussions before there is actually a problem.

If you face the situation that there is no real wish to put autonomy to the team, stop the exercise and work on the reasons why before.

The reason why I introduced the RACI matrix next to delegation poker is that delegation poker only allows for two roles, like manager and team playing it but the RACI matrix can show multiple stakeholders at once.

The goal is not to draw the lines but to reveal hidden assumptions and misconceptions.

Thanks to Jenni Jepsen, who held an inspiring keynote at Agile Tour Vienna 2019 that motivated me to write this blog post.

Check out the upcoming training Intent-Based Leadership with Jenni Jepsen.

References

Appelo, J. (2016). Managing for Happiness: Games, Tools, and Practices to Motivate Any Team. John Wiley & Sons, Inc.

Denning, S. (2018). The Age of Agile : How Smart Companies Are Transforming the Way Work Gets Done. Retrieved from http://sbiproxy.uqac.ca/login?url=http://international.scholarvox.com/book/88852686

Ein Design Thinking Methodenabend – Ausprobieren, Lernen, Reflektieren

Am 31. Oktober 2019 war ich das erste Mal beim Design Thinking Meetup. Insgesamt waren 19 TeilnehmerInnen, darunter die zwei Hosts Ingrid und Peter Gerstbach und drei MasterstudentInnen, die gleichzeitig die Moderation der Mini-Workshops machten.

Das Meetup war wie ein Barcamp aufgebaut. Dadurch war es uns auch als TeilnehmerInnen möglich, eigene Themen einzubringen. Innerhalb dieses Blogposts werde ich drei der ausprobierten Methoden aus dem Design Thinking genauer vorstellen.   

Das war unser Plan für den Abend.

Ein Interview, um in das Erzählen von Geschichten einzutauchen 

Zu Beginn gab es den Workshop „Empathisches Interview”. Ziel dieser Methode ist es, Leute dazu zu bringen, Geschichten zu erzählen und in ihre Bedürfnisebene einzutauchen. Fakten spielen hier keine Rolle. Bei dieser Art von Interview werden keine Fragen vorbereitet, es gestaltet sich eher wie ein gemeinsames Gespräch. Als Interviewer solltest du zwischen den Zeilen lesen und darauf die nächsten Fragen aufbauen können. Wir konnten diese Methode selbst ausprobieren indem wir uns in zwei Gruppen teilten und jeweils 5 Minuten ein Interview führten.  

Etwas schwierig war es für mich ausschließlich auf das Zuhören zu konzentrieren. In der abschließenden gemeinsamen Reflexion gab es folgende Ansichtspunkte zu der Methode “Empathisches Interview”:  

  • Diese Methode erlaubt es schnell auf einer anderen Ebene zu wechseln
  • Wie schaffe ich es als Interviewer, dem Interviewee emotionale Geschichten zu entlocken?
  • Voller Fokus auf Bedürfnisse und die Problemstellungen
  • Wie schaffe ich es als Interviewer, wenn schon potenzielle Produktideen aufkommen, das Gespräch wieder auf die Bedürfnisse und Anforderungen zu lenken, anstatt sich in ein „Konzept“ zu vertiefen?
  • Im Interview soll nicht gemeinsam an Lösungen gearbeitet werden
  • Wie kann man emotionale Geschichten hören? 
  • Was sind die Problemstellungen?  

Anschließend an das empathische Interview holt man aus jedem einzelnen Interview sogenannte “Insights” heraus. Jedes Insight schreibst du auf ein Post-it und fasst es in Cluster zusammen. Dadurch erhältst du eine gute Übersicht über die Bedürfnisse und Problemstellungen der interviewten Personen. 

Zwei Methoden aus der Ideenfindungsphase 

Die Design Thinking Methode „3-6-5“

Die nächsten zwei Methoden aus dem Design Thinking sind Teil der Ideenfindungsphase. Nach einem kurzen Icebreaker, um in eine kreative Stimmung zu kommen, begannen wir mit der Methode “6-3-5″. Viele weitere Icebreakers, inklusive Anleitung und Struktur, befinden sich auf der Icebreaker Activities Seite von Atlassian.

Die Zahl 6 steht für die Anzahl an Personen, die Zahl 3 steht für die Anzahl der Ideen pro Runde, und 5 steht für die Anzahl der Runden. Die Anzahl der Runden kann natürlich je nach Gruppengröße variieren. Durch diese Methode erhält man in kürzester Zeit viele Ideen, egal ob diese realistisch sind oder nicht. Dadurch wird diese Methode als quantitative Methode gewertet. Wichtig ist, dass man während der Übung Musik einschaltet, dadurch verhindert wird rationales Denken und erhält besonders kreative Ideen. Wie auf meinem Zettel zu sehen ist, hat dies bei uns sehr gut funktioniert.  

Hier sieht man das Ergebnis zum Thema “Wie entkomme ich dem nebeligen Wetter im Herbst”.

Nachdem die Runde abgeschlossen ist, markiert jede Person am eigenen Platz die zwei Lieblingspunkte, das sogenannte Dot-Voting. Pro Gruppe werden die Lieblingspunkte in einer Matrix kategorisiert. Eine ähnliche Methode ist die Crazy 8 Methode aus dem Google Designs Sprint

Hier sieht man unser Ergebnis zum Thema “Wie entkomme ich dem nebeligen Wetter im Herbst”.

Die Design Thinking Methode „Wortassoziationskette“

Zur Ideenfindungsphase haben wir danach die Wortassoziationskette zum Thema “Lebenslanges Lernen” ausprobiert. Bei dieser Methode schreibst du das Thema in die Mitte eines großen Flip Charts und alle Teilnehmer der Gruppe können gleichzeitig Wörter, die man mit dem Thema assoziiert, rundherum schreiben. Diese Wörter können ähnlich wie eine Mind Map miteinander verbunden werden. Auch hier erhält man viele Ideen in kurzer Zeit. Ähnlich wie bei der Methode davor gibt es anschließend ein Dot-Voting, um die “besten Ideen” zu bestimmen bzw. die Ideen, mit denen man weiterarbeiten möchte. 

Hier sieht man unser Ergebnis zum Thema „Lebenslanges Lernen“.

Zum Abschluss etwas Aktivierendes

Zum Abschluss des Meetups haben wir noch das kurze Spiel “Telephone Charades” gespielt sowie eine kurze Blitzlicht-Abschlussreflexionen. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Mal! Es war ein wirklich lebendiger und lehrreicher Abend. 

Weiterführende Information zu Design Thinking:

  • User Experience & Design Thinking Newsletter

    Jetzt abonnieren und keine Ausgabe verpassen. Max. 4 Ausgaben im Jahr.

Wie spannend ist die Arbeit als Project Manager im E-Government Bereich?

Thomas Stangl, Teamlead

Vor fünf Jahren habe ich bei TechTalk die Schaffung einer eigenen Business Unit „E-Government“ angeregt. Aus dieser Idee wurde mittlerweile ein Team aus 18 Personen und wir wachsen weiter.

Aktuell suchen wir einen Project Manager im Bereich E-Government. Bei diesem Begriff denken viele sofort an Bürokratie, lange Projektlaufzeiten und alte Technologie. Ganz das Gegenteil ist der Fall. Aktuell ist sehr viel Bewegung in den öffentlichen Einrichtungen und ein gewisser Druck Lösungen für BürgerInnen auf den „Markt“ zu bekommen.

In diesem Post möchte ich ein paar häufig gestellten Fragen zum Job des Project Manager E-Government beantworten, die mir als Teamlead oft gestellt werden.

An welchen Herausforderungen arbeitet ein Project Manager im E-Government?

Im gesamten deutschsprachigem Raum treten in den nächsten Jahren E-Government Gesetze in Kraft, die eine Ablöse von papierbasierten Verwaltungen und eine Transformation zu digitalen öffentlichen Verwaltungen vorgeben. Dadurch muss zwingend eine elektronische Akte eingeführt und mit den restlichen E-Government Systemen und Maßnahmen der Verwaltung integriert werden.

Durch die Digitalisierung wird die Arbeitsweise der Verwaltungsmitarbeiter stark verändert, diese Veränderung muss durch ein aktives Change Management begleitet werden, in dem die Betroffenen zu Beteiligten in der E-Akte Einführung werden und diese aktiv mitgestalten können. Zusätzlich muss das E-Akte System so eingeführt werden, dass die digital abgebildeten Prozesse und Arbeitsabläufe eine Arbeitserleichterung (z.B. durch Automatisierung) für jeden Einzelnen bringen.

Was umfasst der Begriff E-Akte alles?

Die E-Akte ist ein All-In-One Tool für die öffentliche Verwaltung, das neben Office- und E-Mail-Werkzeugen das prägende Softwaretool im Arbeitsalltag der Verwaltungsmitarbeiter ist. Dementsprechend muss hier ein großer Wert auf eine effiziente Benutzerführung, schlanke Abläufe und in eine nahtlose Integration mit anderen IT-Werkzeugen gelegt werden.

Mit einem E-Akte System können Verwaltungsaufgaben und Serviceprozesse jeglicher Art (vom Bürgerservice bis zur internen Personalakte) abgebildet werden. Die Basis dafür ist ein revisionssicheres Dokumenten-Management-System (DMS), mit dem digitale Akten und Geschäftsfälle strukturiert abgelegt werden können.

Darüber hinaus bieten E-Akte Systeme diverse Möglichkeiten zur Modellierung und Ausführung von Geschäftsprozessen mit Hilfe von Workflows sowie umfassende Recherche- und Suchfunktionen und ein flexibles Berichtswesen (Reporting).

Begriffserklärung:

  • ELAK: Elektronischer Akt (Begriff in Österreich)
  • DMS: Dokumenten-Management-System (Begriff in Deutschland)
  • GEVER: Geschäftsfall-Verwaltung (Begriff in der Schweiz)

Wie sieht eine typische Arbeitswoche aus?

Der Project Manager E-Government reist etwa alle 2 Wochen zum Kunden (zumeist nach Deutschland oder in die Schweiz) und hält dort 1-3 tägige Workshops zur Analyse, Konzeption und prototyphaften Konfiguration seiner fachlichen Anforderungen (z.B. in den Bereichen Rechnungseingang, Personalakte, Vertragsmanagement, etc.).

Die restliche Zeit verbringen die Project Manager im Wiener Office, um die aufgenommenen Anforderungen in Acta Nova zu konfigurieren bzw. Entwicklungsaufgaben bzgl. Customizings und Schnittstellen-Integrationen mit den Devs und dem restlichen Projektteam abzustimmen.

Alle E-Akte Projekte werden nach einer agilen Vorgehensweise durchgeführt, sowohl in Richtung Kunden als auch in der internen Umsetzung. Der Freitag wird öfter für interne Abstimmungen im E-Akte Team sowie für Know-How Sharing genutzt, damit die unterschiedlichen Projekt- und Kundenteams voneinander lernen und sich stets verbessern können.

Mit welchen Technologien beschäftige ich mich?

Acta Nova basiert vollständig auf Microsoft Standard-Technologien, dementsprechend hat man mit Windows Server, MS SQL Server, den IIS Web Server und dem .NET Framework (C#) zu tun.

Eine gewisse technologische Affinität ist für Project Manager E-Government wichtig, um bei Bedarf auch selbst Probleme direkt analysieren und lösen zu können. Entwicklungsaufgaben werden aber natürlich an das Dev-Team weitergegeben.

Was ist das E-Akte Team?

Das E-Akte Team innerhalb der TechTalk kümmert sich um die Digitalisierung von öffentliche Verwaltungen im gesamt D-A-CH Raum (Deutschland, Österreich und Schweiz).

Unser Ziel ist es, dass Behörden (z.B. Stadtverwaltungen) ihre Papieraktenberge los werden und stattdessen mit digitalen Services und Systemen effizienter, schneller und bürgernäher arbeiten können. Dazu verwenden wir das E-Akte Standardprodukt Acta Nova, das von unserer Wiener Partnerfirma RUBICON entwickelt wird.

Als Acta Nova Lösungspartner führt das E-Akte Team schließlich die Einführungs- und Roll-Out-Projekte mit dieser Software durch. Dabei werden einerseits technische Customizings und Schnittstellen-Integrationen von unseren Entwicklern realisiert, andererseits haben unsere Project Manager im E-Government die Aufgabe Acta Nova entsprechend der Kundenanforderungen zu konfigurieren und die Projekte sowie die jeweiligen Entwicklungsteams zu leiten.

Wie groß ist das Team in dem ich arbeiten werde?

Derzeit arbeiten ca. 15-20 Personen im E-Akte Bereich, wobei hier etwa 8 Project Manager für die diverse Projekte und Kunden verantwortlich sind. Das restliche Team besteht aus Entwicklern und Testern, die für die technische Implementierung und das Qualitätsmanagement verantwortlich sind.

Einzelne Projekte werden in cross-functional Teams in einer Größe von 3 bis maximal 8 Personen durchgeführt, wobei hier wieder alle 3 Rollen (Project Manager, Developer, Tester) vertreten sind.

Ich habe noch keine Erfahrung mit E-Akte Systemen (ELAK, DMS, GEVER), kann ich mich trotzdem bewerben?

Ja, das ist kein Problem wenn Erfahrung mit anderen Standardprodukten z.B. in CRM- oder SAP-Projekten gesammelt wurde. Es hat sich gezeigt, dass Experten mit Erfahrung in diesen Bereichen relativ schnell in E-Government Projekten Fuß fassen können. Außerdem suchen wir auch junge Talente, die wir als E-Government Project Manager intern ausbilden und aufbauen möchten.

Wo erfahre ich mehr über bisherige Projekte im Bereich E-Government bzw. von TechTalk?

Auf unser E-Akte Website und unserer Praxisberichte-Webpage findest du Referenzen.

Was muss ich sonst noch wissen?

TechTalk bietet neben einem interessanten Job auch eine tolle Arbeitsumgebung.

Haben Sie weitere Fragen zum fachlichen Bereich des E-Government Project Managers? Schicken Sie mir gerne Ihre Fragen!

Das .NET Framework ist tot, lang lebe .NET!

Auf der diesjährigen Microsoft Entwickler- Konferenz Build, wurde neben der aktuellen .NET Core Version 3 bereits die nächste Version mit dem neuen Namen .NET 5 angekündigt. Um eines gleich zu Anfang klarzustellen, .NET 5 ist nicht der direkte Nachfolger vom .NET Framework 4.8 sondern der direkte Nachfolger von .NET Core 3. Scott Hunter (Director Program Manager für .NET) hat dies ebenfalls in einem Blogpost bestätigt.

Was ist noch einmal .NET Core?

.NET Core ist eine neue Implementierung des .NET Frameworks, welche in Version 1.0 im November 2014 erschienen ist. Mit den Erfahrungen der letzen 12 Jahren am .NET Framework, wurden viele Teile neu implementiert und verbessert. Mit einer modulareren Architektur ist es erstmalig möglich mehrere .NET Core Versionen systemweit nebeneinander betreiben zu können. Dadurch kann eine neuere Version von .NET Core installiert werden, ohne bestehende Anwendungen im Betrieb zu beinflussen. Alternativ zur systemweiten Installation ist es jetzt auch möglich, die .NET Core Runtime mit einer Anwendung selbst mit auszuliefern ohne sie systemweit installieren zu müssen.

Die Release der aktuellen Version .NET Core 3 erfolgte übrigens am 23. September 2019 während der .NET Conf 2019 und für November 2019 ist bereits die Release für .NET Core 3.1 geplant. Diese wird vor allem eine Bugfix- Release werden, welche dann auch als LTS- Version (Long Term Support) gekennzeichnet wird. Long Term Support bedeuted, dass Microsoft für 3 Jahre lang nach der ursprünglichen Release kritische und kompatible Fehlerbehebungen zur Verfügung stellt. Nicht LTS Versionen, welche als Current bezeichnet werden, werden bis zu 3 Monate nach dem Release der nächsten Version offiziell unterstützt.

Ein weiterer großer Unterschied zum .NET Framework ist, dass .NET Core komplett als Open Source Software entwickelt wird und es nicht nur auf Windows, sondern auch auf Linux und Mac OS läuft.

Was ist neu an .NET 5 außer die Versionsnummer?

.NET 5 ist die nächste Evolutionsstufe von .NET Core und vereint alle bisher unterstützten Platformen unter einem .NET. Ob das Windows, Linux, Mac OS, iOS, Android, tvOS, watchOS oder WebAssembly, alle laufen unter der gleichen Runtime und Framework.

Zusätzlich kommen Features von anderen Implementierungen (z.B. Xamarin) in .NET. Das wären unter anderem Java, Objective-C und Swift Interoperabilität und statisches Kompilieren (AOT, Ahead Of Time).

Wann kommt .NET 5 und was kommt danach?

Microsoft plant .NET 5 im November 2020 zu veröffentlichen. Um es für uns EntwicklerInnen leichter zu machen, hat sich Microsoft dazu entschieden ein Release pro Jahr zu veröffentlichen. Ab November 2020 erscheint jedes Jahr im November eine neue Version von .NET.

Jedes zweite Jahr erfolgt die Veröffentlichung einer LTS (Long Term Support) Version, für welche Microsoft länger Support garantiert. Wie lange ist noch nicht klar, ich vermute dass es bei den jetzigen 3 Jahren bleibt. Man hat also von LTS zu LTS Versions-Upgrade ein Jahr Zeit dieses durchzuführen.

Mehr Details zu .NET 5 inkl. Schedule findet man im Blogpost von Richard Lander (Program Manager .NET Team).

Was verwende ich jetzt für meine neuen Anwendungen?

Die kurze Antwort ist: .NET Core.

Die etwas längere Antwort ist: es hängt davon ab, aber wahrscheinlich .NET Core in der Version 3.

Microsoft selbst hat einen kurzen Leitfaden erstellt, wann .NET Core oder .NET Framework verwenden werden soll. Nach diesem Leitfaden soll .NET Framework nur dann verwendet werden, wenn Abhängigkeiten auf Technologien oder Bibliotheken bestehen, welche heute noch nicht oder nicht mehr in .NET Core unterstützt werden.

Was mach ich jetzt mit meinen bestehenden .NET Framework Anwendungen?

Kurzfristig ändert sich für .NET Framework nichts. Als Teil des Betriebssystems wird Microsoft weiterhin Sicherheitspatches für .NET Framework bereitstellen. Detailierte Information finden sich in der offiziellen Lifecycle FAQ. Innovationen finden heute bereits ausschließlich unter .NET Core statt.

Mittel- bis langfristig sollte man sich überlegen, ob es sich lohnt bestehende Anwendung auf .NET Core zu portieren.

Mit dem .NET Portability Anlazer stellt uns Microsoft ein Werkzeug bereit, mit dem Entwickler bestehende Bibliotheken und Software auf Kompatibilität mit .NET Core analysieren können.

Mit der aktuellen Version von .NET Core ist es erstmals möglich auch bestehende WPF und Winforms Desktop Anwendungen nach .NET Core zu portieren und zukünftig mit .NET 5 weiterzuentwickeln.

Fazit

Mit dem Ausblick auf .NET 5 im November 2020 ist jetzt der richtige Zeitpunkt sich Gedanken über eine Portierung von bestehenden .NET Framework Applikationen zu machen.

Gerne unterstützen wir Sie hands-on bei der Planung und Analyse Ihres konkreten Vorhabens.


Wenn Sie Unterstützung bei der Architektur Ihrer nächsten .NET Anwendung brauchen, können Sie sich gerne direkt an mich wenden. Gerne beantworte ich Ihre Fragen. Kontakt: daniel.sack@techtalk.at

The Global Day of Coderetreat 2019 am 16. November

Es ist wieder mal soweit, ein weiteres Jahr ist vorüber und der nächste „Global Day of Coderetreat“ (GDCR) steht vor der Tür.

Was ist aber nun der Global Day of Coderetreat und warum sollte mich das interessieren?

Die Website coderetreat.org sagt dazu:

„A Coderetreat is a day-long, intensive practice event, focusing on the fundamentals of software development and design. By providing developers the opportunity to take part in focused practice away from the pressures of ‘getting things done’, the coderetreat format has proven itself to be a highly effective means of skill improvement.“

Am Global Day of Coderetreat treffen sich also auf der ganzen Welt Gruppen von Software-EntwicklerInnen um unter fachkundiger Anleitung mehrmals an einer Aufgabe zu arbeiten. Im Gegensatz zum realen Projektleben geht es aber nicht darum fertig zu werden, sondern sich in einem Pair der Aufgabe immer wieder von einer neuen Seite zu nähern. In gemeinsamen Retrospektiven wird über die vergangene Session reflektiert. Auf diese Weise sammeln die Teilnehmerinnen im Laufe des Tages viele Erfahrungen und Erkenntnisse, die sie auch im zurück im Projektalltag gewinnbringend einsetzen können.

Im Zuge vom Global Day of Coderetreat 2016 haben wir die Gelegenheit genutzt ein paar Eindrücke und Impressionen einzufangen. Diese kannst du dir im folgenden Video ansehen:

TechTalk Stories – Coderetreat 2016

Als Facilitator dürfen wir heuer Sandra Parsick (@SandraParsick) und Peter „CodeCop“ Kofler (@codecopkofler) begrüßen.

TechTalk ist heuer bereits zum vierten Mal in Folge Gastgeber und Sponsor des GDCR in Wien, diesmal in den Räumlichkeiten Donau City Spaces by TechTalk. Die Hosts vor Ort sind die TechTalk-Kollegen Paul Rohorzka (@paulroho), Daniel Sack (@DanielTheCoder) und Raoul Holzer (@RaoulHolzer). Für Fragen (z.B. „Ist das eine Veranstaltung für mich?“) können sie jederzeit kontaktiert werden.

Details zur Anmeldung zum Global Day of Coderetreat 2019.

Du schaffst es nicht zum Global Day of Coderetreat? Gar kein Problem! Wir als TechTalk sind auf vielen Community Events und Trainings anzutreffen, einige davon findest du unter Meet TechTalk.

Hinweis:

Da der GDCR heute zum zehnten Mal stattfindet, gibt es in Wien auch am Tag davor die Möglichkeit an einer anderen Ausgabe des GDCR 2019 teilzunehmen. Die beiden Veranstaltungen werden unabhängig voneinander organisiert.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Global Day of Coderetreat oder einen der nächsten Community Events!

UX Meetup: UX in a Scrum of Scrum project | World Café

Bereits zum 175. Mal fand das UXVienna Meetup statt. Diesmal war die Meetup-Gruppe bei uns in der TechTalk zu Besuch, rund 60 UX ExpertInnen waren da. Die UXVienna Meetup Gruppe hat über als 2600 Mitglieder und trifft sich monatlich zu einem Abend-Meetup sowie einem Frühstück. Seit kurzem veranstaltet das Meetup auch den UX Bookclub.

Ziel dieses Meetups ist der Erfahrungsaustausch sowie das Networking innerhalb der UX Community in Wien, deshalb standen auch bei uns diese beiden Dinge an oberster Stelle.

Claudia Oster führte durch den Abend und stellt TechTalk als Unternehmen, unser Vorgehensmodell sowie unser UX-Team und die Aufgaben einer UX DesignerIn in der TechTalk vor.

Die Aufmerksamkeit der UX Community ist bei Claudia Oster. Sie erklärt gerade die UX Methoden und deren Einsatzgebiete im Entwicklungsprozess.

Minitalk “Integration of UX in a Scrum of Scrum project – Tools and Learnings”

Anschließend teile ich meine Erlebnisse zum Thema UX in einem Scrum of Scrum Setting, also mit mehreren Scrum Teams, welche an einer Applikation arbeiten mit “Integration of UX in a Scrum of Scrum project – Tools and Learnings”. Innerhalb von nur wenigen Monaten ist das UX Team in diesem Projekt von einer Person auf vier Personen gewachsen. Dieses schnelle Wachstum ist verbunden mit unterschiedlichen Herausforderungen, die auch wir bewältigen müssen:

  • Plötzlich mehr Gesprächs- und Koordinationsbedarf
  • Teams mit unterschiedlichem Fokus
  • Unterschiedliche Requirements und Arten zu arbeiten
  • Konsistenz von Style und Layout von vier Scrum Teams zu gewähren

Durch diese Herausforderungen haben wir an unserer Arbeitsweise und Organisation gearbeitet und diese angepasst.  

Während meines Talks „Integration of UX in a Scrum of Scrum project – Tools and Learnings“

Der Talk entwickelte sich am Ende zu einer spannenden Frage-Antwort-Diskussion, wodurch ich zur Zusammenarbeit mit EntwicklerInnen sowie zu unserem UX Styleguide mehr in die Tiefe gehen konnte.

Anschließend wurde geschlemmt, wie bei einem Meetup in der TechTalk üblich gab es einige Familienpizzen sowie kleine Snacks.

Erfahrungsaustausch durch ein „World Café“

Nach ausgiebigem Networking während des Essens, setzen wir uns nochmal in kleineren Gruppen zusammen, um die Workshop-Methode “World Café” auszuprobieren. Bei einem World Café werden Kleingruppen gebildet, jede Gruppe spricht über ein unterschiedliches Thema, nach etwa 15 Minuten kann man die Gruppe wechseln und so kann man sich innerhalb kürzerer Zeit intensiv mit einem Thema beschäftigen oder eben zu unterschiedlichen Themen weiterbilden. Mehr zu dieser durchaus empfehlenswerten Workshop-Methode.

Die Gruppe „Design Thinking“ diskutiert über Vorteile und Nachteile von Design Thinking in der Praxis und deren Unterschiede zu anderen Methoden.

Die Themen wurden direkt von den TeilnehmerInnen aufgeworfen und während des Meetups gesammelt. Der Erfahrungsaustausch ist besonders spannend, da die Gruppe einerseits homogen ist (alle arbeiten im UX & UI Design Bereich), andererseits aber auch sehr heterogen ist, da alle einen unterschiedlichen Fokus, Firmen, Arbeitsweise, Erfahrungswerte und Expertenlevel haben. Es war eines der ersten Male, dass ich diese Methode in einer solchen Gruppe mitgemacht habe.

Jeder Tisch hat ein eigenes Thema:

  • Tisch #1: What to track to measure UX? / How argue the importance of UX to clients?
  • Tisch #2: How to handle scrum meeting remote? / User testing remotely – Tools, best practices
  • Tisch #3: Design Thinking in practice / How do you implement Design Thinking?
  • Tisch #4: Usability tests for end users if budget is low or very limited? / How to do good UX for a small budget?

Zu guter Letzt gab es für Interessierte noch eine Führung durchs Büro. Zielgruppenorientiert haben wir auch die UX Methoden, die wir während der Planung des neuen Büros durchgeführt haben, erklärt. Wir haben auch einen ausführlichen Blogpost zur Planung und dem Design des neuen Büros veröffentlicht.

 Um kein MeetUp bei TechTalk zu verpassen

Zu User Experience & Design Thinking gibt es bei TechTalk vielseitige Aktivitäten – diese fassen wir seit kurzem in einem Newsletter zusammen. Die Erstausgabe nachlesen.

  • User Experience & Design Thinking Newsletter

    Jetzt abonnieren und keine Ausgabe verpassen. Max. 4 Ausgaben im Jahr.