UX Meetup: UX in a Scrum of Scrum project | World Café

Bereits zum 175. Mal fand das UXVienna Meetup statt. Diesmal war die Meetup-Gruppe bei uns in der TechTalk zu Besuch, rund 60 UX ExpertInnen waren da. Die UXVienna Meetup Gruppe hat über als 2600 Mitglieder und trifft sich monatlich zu einem Abend-Meetup sowie einem Frühstück. Seit kurzem veranstaltet das Meetup auch den UX Bookclub.

Ziel dieses Meetups ist der Erfahrungsaustausch sowie das Networking innerhalb der UX Community in Wien, deshalb standen auch bei uns diese beiden Dinge an oberster Stelle.

Claudia Oster führte durch den Abend und stellt TechTalk als Unternehmen, unser Vorgehensmodell sowie unser UX-Team und die Aufgaben einer UX DesignerIn in der TechTalk vor.

Die Aufmerksamkeit der UX Community ist bei Claudia Oster. Sie erklärt gerade die UX Methoden und deren Einsatzgebiete im Entwicklungsprozess.

Minitalk “Integration of UX in a Scrum of Scrum project – Tools and Learnings”

Anschließend teile ich meine Erlebnisse zum Thema UX in einem Scrum of Scrum Setting, also mit mehreren Scrum Teams, welche an einer Applikation arbeiten mit “Integration of UX in a Scrum of Scrum project – Tools and Learnings”. Innerhalb von nur wenigen Monaten ist das UX Team in diesem Projekt von einer Person auf vier Personen gewachsen. Dieses schnelle Wachstum ist verbunden mit unterschiedlichen Herausforderungen, die auch wir bewältigen müssen:

  • Plötzlich mehr Gesprächs- und Koordinationsbedarf
  • Teams mit unterschiedlichem Fokus
  • Unterschiedliche Requirements und Arten zu arbeiten
  • Konsistenz von Style und Layout von vier Scrum Teams zu gewähren

Durch diese Herausforderungen haben wir an unserer Arbeitsweise und Organisation gearbeitet und diese angepasst.  

Während meines Talks „Integration of UX in a Scrum of Scrum project – Tools and Learnings“

Der Talk entwickelte sich am Ende zu einer spannenden Frage-Antwort-Diskussion, wodurch ich zur Zusammenarbeit mit EntwicklerInnen sowie zu unserem UX Styleguide mehr in die Tiefe gehen konnte.

Anschließend wurde geschlemmt, wie bei einem Meetup in der TechTalk üblich gab es einige Familienpizzen sowie kleine Snacks.

Erfahrungsaustausch durch ein „World Café“

Nach ausgiebigem Networking während des Essens, setzen wir uns nochmal in kleineren Gruppen zusammen, um die Workshop-Methode “World Café” auszuprobieren. Bei einem World Café werden Kleingruppen gebildet, jede Gruppe spricht über ein unterschiedliches Thema, nach etwa 15 Minuten kann man die Gruppe wechseln und so kann man sich innerhalb kürzerer Zeit intensiv mit einem Thema beschäftigen oder eben zu unterschiedlichen Themen weiterbilden. Mehr zu dieser durchaus empfehlenswerten Workshop-Methode.

Die Gruppe „Design Thinking“ diskutiert über Vorteile und Nachteile von Design Thinking in der Praxis und deren Unterschiede zu anderen Methoden.

Die Themen wurden direkt von den TeilnehmerInnen aufgeworfen und während des Meetups gesammelt. Der Erfahrungsaustausch ist besonders spannend, da die Gruppe einerseits homogen ist (alle arbeiten im UX & UI Design Bereich), andererseits aber auch sehr heterogen ist, da alle einen unterschiedlichen Fokus, Firmen, Arbeitsweise, Erfahrungswerte und Expertenlevel haben. Es war eines der ersten Male, dass ich diese Methode in einer solchen Gruppe mitgemacht habe.

Jeder Tisch hat ein eigenes Thema:

  • Tisch #1: What to track to measure UX? / How argue the importance of UX to clients?
  • Tisch #2: How to handle scrum meeting remote? / User testing remotely – Tools, best practices
  • Tisch #3: Design Thinking in practice / How do you implement Design Thinking?
  • Tisch #4: Usability tests for end users if budget is low or very limited? / How to do good UX for a small budget?

Zu guter Letzt gab es für Interessierte noch eine Führung durchs Büro. Zielgruppenorientiert haben wir auch die UX Methoden, die wir während der Planung des neuen Büros durchgeführt haben, erklärt. Wir haben auch einen ausführlichen Blogpost zur Planung und dem Design des neuen Büros veröffentlicht.

 Um kein MeetUp bei TechTalk zu verpassen

Zu User Experience & Design Thinking gibt es bei TechTalk vielseitige Aktivitäten – diese fassen wir seit kurzem in einem Newsletter zusammen. Die Erstausgabe nachlesen.

  • User Experience & Design Thinking Newsletter

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Talks & Impressionen: Das war der .NET Summer Event 2019

Am 4. Juli hat der .NET Summer Event im Rahmen der .NET Community Austria bei uns im Office stattgefunden. Wir hatten vier Mitarbeiter aus verschiedenen .NET Teams von Microsoft bei uns.

Gestartet hat Karel Zikmund mit seinem Talk “War stories from .NET Team”, den er schon auf der NDC Oslo gehalten hat. 

➡️  Videoaufnahme des Talks 

Der 2. Talk “.NET 5 – Future of .NET on Mobile” war von Alexander Köplinger, in dem er darauf eingeht, was .NET 5 für Xamarin Entwickler bedeutet. 

➡️  Videoaufnahme des Talks 

Danach war es Zeit für eine längere Pause, um sich für die zwei restlichen Vorträge zu stärken. Die Statistik zur Pause: ~60 Teilnehmer haben 28 Pizzen (davon 12 Familienpizzen) verzehrt. 

 Networking in der neuen TechTalk Cafeteria. Foto von Toni Pohl 

Nach dieser Stärkung hat Viktor Hofer mit “.NET BCL – Testing at Scale” fortgesetzt. In diesem Talk erzählt er wie Microsoft Änderungen an .NET Core testet. Mit dabei sind 12 Millionen automatisierte Tests, die für jeden Pull Request in weniger als 40 Minuten ausgeführt werden. 

➡️  Videoaufnahme des Talks 

Als letzter des Abends hat Bernhard Urban über “Adventures with Mono Runtime on Mobile Platforms” gesprochen. Und ich kann sagen, das waren Abenteuer, bei denen man Albträume bekommen könnte. ;-) 

➡️  Videoaufnahme des Talks

Als kleines Dankeschön für ihre Zeit an dem Abend bekamen die vier Speaker, als erste überhaupt, einen Untersetzer im Design des Meetup- Logos. Foto von Toni Pohl 

Es sind auch schon die nächsten Meetups bei uns im Büro geplant. 

Es war zwar ein langer Abend, aber es hat sich absolut gelohnt. 
Vielen Dank nochmal an alle Speaker und TeilnehmerInnen – ihr habt das MeetUp zu einem tollen Abend gemacht. 

Hier noch ein paar Impressionen der Abendstimmung rund um unser Büro …

 Fotos von Toni Pohl 

Praktikum bei TechTalk – Ein Erfahrungsbericht

Ein Praktikum ist bei vielen StudentInnen oft der erste Schritt ins Berufsleben – doch was genau ist bei der Wahl eines Praktikums zu beachten und wie läuft ein solches bei TechTalk ab? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir David, Julia, Johannes und Raffael gebeten, uns einen Einblick in ihren Arbeitsalltag zu geben. Julia macht ihr Praktikum im Testing, die anderen in der Softwareentwicklung.

Was war euch bei der Wahl eures Praktikums wichtig?

Julia: Ich wollte unbedingt ein Praktikum im Testing machen. Außerdem war es mir wichtig, so viel wie möglich zu lernen, die Chance zu bekommen, mich weiterzuentwickeln und die Möglichkeit zu haben, übernommen zu werden. Zusätzlich wollte ich in einem modernen Unternehmen arbeiten, das nicht sehr hierarchisch ist.

Raffael: Mir war es wichtig, eine Empfehlung von (ehemaligen) MitarbeiterInnen und dadurch einen ersten Eindruck des Unternehmens zu bekommen.

David: Ich wollte in einer Firma arbeiten, die offen ist und in der ich mich mit den Menschen gut verstehe.

Johannes: Für mich war es wichtig, dass die Anforderungen passen, mich die Aufgaben interessieren und ich mich damit identifizieren kann. Schlussendlich habe ich dann auf mein Bauchgefühl gehört.

Warum habt ihr euch für ein Praktikum bei TechTalk entschieden?

Johannes: Die Anforderungen waren spannend und auch im Bewerbungsgespräch hat alles gepasst. Alle MitarbeiterInnen, die ich kennenlernen durfte, waren sehr nett und ich habe mich sofort wohlgefühlt. Auch die Möglichkeit Teilzeit einzusteigen, dann drei Monate Vollzeit zu arbeiten und jetzt wieder 20 Stunden arbeiten zu können, sprach für die Flexibilität innerhalb der TechTalk.

David: Ich fand den Bewerbungsprozess von A-Z schlüssig. Es hat alles sehr gut und schnell funktioniert, das Online-Assessment war interessant, dieses wurde im Interview auch nachbesprochen.

Julia: Ich habe mich für TechTalk entschieden, weil es eine moderne Firma ist, in der ich mich weiterentwickeln kann und in der ich die Chance habe, viel zu lernen. Außerdem haben mich die agile Vorgehensweise im Unternehmen sowie die flexiblen Arbeitszeiten überzeugt.

Raffael: Mir war es wichtig, nicht einfach nur ein Pflichtpraktikum zu absolvieren. TechTalk hat mir angeboten, davor und danach Teilzeit arbeiten zu können – das fand ich super.

Wie läuft euer Arbeitsalltag bei TechTalk ab?

David: Zuerst mache ich mir einen Kaffee und checke meine Mails, danach findet das daily stand-up statt. Zurzeit arbeite ich hauptsächlich an zwei Projekten, dafür bearbeite ich Tickets und programmiere. Zwischendurch wird beim Tischfußball „gewuzzelt“.

Johannes: Mein Alltag besteht hauptsächlich aus programmieren, daily stand-ups und verschiedenen Meetings. Derzeit arbeite ich beispielsweise an einem Beschwerdemanagementsystem.

Julia: Ich arbeite in verschiedensten eAkte Projekten. Da ich oft zwischen den Projekten switchen muss, wird es nie langweilig. Trotz der Tatsache, dass kein Tag vergeht, an dem ich nicht um Hilfe bitten muss, nimmt sich jeder für meine Fragen Zeit.

Raffael: Ich komme so zwischen halb 9 und halb 10 in die Arbeit, schaue meine Mails an und begrüße die Leute. Nach dem daily stand-up programmiere ich den restlichen Tag. Zurzeit arbeite ich an einem Kursmanagementsystem sowie einem Patentmanagementsystem.

Was macht euer Praktikum bei TechTalk besonders?

David: Da gibt es einige Dinge. Allen voran, dass man als vollwertiger Mitarbeiter gesehen wird, man bekommt Aufgaben, die jeder andere auch macht und keine typischen Praktikantentätigkeiten. Man lernt viel, mein Coach nimmt sich sehr viel Zeit für mich. Außerdem bin ich gut empfangen worden und durfte sofort nach Budapest zum Bootcamp fahren. Das hat viel Spaß gemacht und man lernt schnell die Leute kennen (Näheres zum Bootcamp). Was auch cool ist, ist das Trainingsbudget sowie das „Pimp my Workplace“-Budget, mit dem man seinen Arbeitsplatz nach eigenen Bedürfnissen gestalten kann.

Johannes: Allen voran die Flexibilität im Unternehmen, TechTalk bietet Gleitzeit an, die auch wirklich so gelebt wird. Außerdem die ständige Weiterbildung sowie Kleinigkeiten, wie PizzaTalks und der Wuzzler, machen TechTalk besonders. Super war auch der Einstieg ins Praktikum mit dem Bootcamp, das von Teambuilding-Aktivitäten geprägt war, zusätzlich hat man das Thema Scrum verinnerlicht.

Julia: Ich würde sagen, der Einstieg mit dem Buddysystem sowie die Übernahme durch den Mentor, der einem jederzeit fachlich weiterhilft. Besonders ist auch die Stimmung im Büro sowie die Leute – in Wahrheit ist die Arbeitsatmosphäre mehr freundschaftlich als kollegial.

Raffael: Am coolsten finde ich wie man schrittweise immer wichtigere Aufgaben bekommt und in das daily Business integriert wird. Aber auch das Vertrauen, das einem mehr und mehr geschenkt wird – ganz im Sinne von „such dir was aus und mach was draus“.

Was schätzt ihr am allermeisten an TechTalk?

David: Die Leute sowie die Unternehmenskultur.

Johannes: Die flexiblen Arbeitszeiten.

Julia: Die Unterstützung, die von allen Seiten angeboten wird. Jeder steht für Fragen gerne zur Verfügung.

Raffael: Die flexible Arbeitseinteilung sowie die Individualisierung des Arbeitsplatzes durch das „Pimp my Workplace“-Budget.

Warum würdet ihr anderen Studierenden ein Praktikum bei TechTalk empfehlen?

David: Du lernst außerordentlich viel, alles ist gut durchgeplant und man geht nicht nur zur Arbeit, um zu programmieren. Es passiert so viel mehr um einen herum, beispielsweise diverse Social Events, aber auch verschiedenste fachliche Formate wie Tech&Talk. Es ist sehr abwechslungsreich. Aufgrund des Coaches und des Buddys lernst du dich schnell und gut ein und wirst ab Tag 1 als vollwertiger Mitarbeiter gesehen und nicht als Praktikant. Ich hatte nicht eine Sekunde den Eindruck, dass jemand zu mir sagen würde „das ist eine Praktikantenaufgabe, das lassen wir jetzt dich machen“.

Johannes:  TechTalk ist sehr flexibel und es werden tolle Weiterbildungsmöglichkeiten geboten. Außerdem bemüht man sich, auch außerhalb des Unternehmens etwas gemeinsam zu machen.

Julia: Einfach weil es cool ist. Ich würde es jedem empfehlen, der vorhat, länger zu bleiben und nicht nur sein Praktikum hinter sich bringen will. Außerdem jedem, der das soziale Miteinander in einem Unternehmen schätzt. Und natürlich jedem, der in einem modernen Unternehmen arbeiten möchte, in dem man auch wirklich etwas lernt.

Raffael: Der gesamte Onboarding Prozess ist von vorne bis hinten super positiv. Das Coaching- sowie Buddysystem funktioniert und bringt dir einen sehr guten Einblick in die Berufswelt.

Welche Tipps würdet ihr Studierenden geben, die zurzeit auf der Suche nach einem Praktikum sind?

David: Am wichtigsten ist es, mit ganz vielen Leute zu reden, seien es MitarbeiterInnen oder ehemalige PraktikantInnen. Du solltest schon vor der Wahl des Praktikums versuchen, einen Einblick in die Firma zu bekommen. Bei TechTalk funktioniert das aufgrund des Open Days super. Du bekommst dabei direkten Kontakt zu EntwicklerInnen und kannst Fragen stellen. Außerdem wurde mir bewusst, wie offen das Unternehmen tatsächlich ist.

Johannes: Im besten Falle solltest du in einem Unternehmen arbeiten, in das du schon mal hineinschnuppern konntest. Außerdem ist es wichtig zu wissen, welche Gebiete einen interessieren sowie sich über persönliche Präferenzen klarzuwerden, zum Beispiel flexible Arbeitszeiten.

Julia: Als ersten Schritt überlegen, in welchem Bereich du arbeiten möchtest. Ist das noch nicht klar, einfach ganz viel bewerben und so früh wie möglich damit anfangen.

Raffael: Ich finde, dass die Bezahlung bei einem Praktikum nicht ausschlaggebend ist sondern viel mehr, so viel wie möglich zu lernen und sich mit den Leuten zu verstehen. Daher wäre es gut, sich davor zu informieren wie das Arbeitsklima im jeweiligen Unternehmen ist, zum Beispiel auf Kununu. Von den drei Firmen, bei denen ich mich beworben habe, hatte TechTalk die höchste Bewertung.

In welche Richtung möchtet ihr euch weiterentwickeln?

David: Als ersten Schritt möchte ich auf jeden Fall bei TechTalk bleiben und ab August Vollzeit hier arbeiten.

Johannes: Ich würde gerne im Java Bereich bleiben und das sehr gerne auch bei TechTalk.

Julia: Gerne möchte ich im Bereich Testing und vor allem bei TechTalk bleiben.

Raffael: Ich werde den Master in Game Engineering machen, danach aber auf alle Fälle wieder zu TechTalk zurückkommen.


Möchtest auch Du hautnah erleben wie ein Tag bei TechTalk abläuft? Dann besuche unseren OpenDay am 18. Oktober 2019 und lerne uns ganz unverbindlich kennen. Wir freuen uns schon sehr auf Dich!

Weitere Blogbeiträge, um TechTalk besser kennenzulernen:

Erstausgabe: User Experience & Design Thinking Newsletter

Wir haben unser Newsletter Angebot erweitert. Zu User Experience & Design Thinking gibt es bei TechTalk vielseitige Aktivitäten – diese werden wir ab sofort in einem Newsletter zusammenfassen und Ihnen in unregelmäßigen Abständen zur Verfügung stellen. Die Erstausgabe können Sie in diesem Blogbeitrag nachlesen.

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Design Thinking in Aktion: Probleme verstehen & innovative Lösungen finden

Ob bei der Caritas oder für die HR Abteilung eines großen Unternehmens – Design Thinking hilft sowohl bei der Verbesserung von Prozessen als auch bei der innovativen Ideenfindung.

Im Jänner fand unter dem Motto „Sag feig – Das traut sich die Caritas nie“ der Innovationsworkshop der Caritas Wien statt und Claudia wirkte als Teilnehmerin mit – hier ihr Erfahrungsbericht.

Der erste Tag bei einem großen Unternehmen ist für neue MitarbeiterInnen ein Wichtiger und so wurde gemeinsam mit der HR-Abteilung und „jungen“ MitarbeiterInnen das Onboarding optimiert – im Bericht von Eugene lesen Sie mehr darüber.

BITV – Accessibility für Lösungen in Deutschland

Im Rahmen unserer Projektumsetzung ist die Barrierefreiheit (Accessibility) immer ein wichtiger Faktor. Für Projekte im öffentlichen Bereich in Deutschland, wie dem Projekt „Ordnungsamt Online“ in Berlin, ist die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) relevant. Veronika Winter, als Expertin in diesem Bereich, gibt in diesem Artikel einen näheren Einblick in die letzten Änderungen des BITV-Tests und resultierende Herausforderungen bei der Berücksichtigung der Anforderungen zur Barrierefreiheit.

Event-Nachlese: Start Me Up Monday “Why UX is key” & UXcamp Europe in Berlin

Beim “Start me up Monday” der FH Technikum Wien Anfang Mai präsentierten Veronika Winter und Claudia Oster die Schlüsselfaktoren für einen erfolgreichen UX Design-Prozess bei der individuellen Softwareentwicklung. Darüber hinaus gab es noch fünf weitere Vorträge zum Thema „Why UX is key“ – mehr Informationen und ein Link zur Streamaufzeichnung finden Sie in unserem Event-Rückblick.

Nora Aumayr und Veronika Winter besuchten Anfang Juni das UXCamp Europe in Berlin. TechTalk unterstützte den Event als Sponsor. Highlights dieser zweitägigen Konferenz finden Sie in der Event-Nachlese von Nora.

UX Vienna Meetup bei TechTalk

Am 9. Juli 2019 besucht das UX Vienna Meetup die TechTalk. Wir erwarten ein volles Haus in unseren DC Spaces mit 60 TeilnehmerInnen und spannende Vorträge u.a. von unserer Kollegin Veronika Winter zum Thema „Integration von UX in einem Scrum of Scrum Team“.

Sollten keine Plätze mehr verfügbar sein, wenden Sie sich an Claudia Oster für einen der begehrten Restplätze.

Das UX Team ist für Sie da

Von Erkennen der Nutzungsanforderungen und Ideenfindung mit Design Thinking über Prototyping bis hin zu pixel-perfect User Interface Design und Begleitung bei der Ausführung unterstützt das UX Team Projekte bei der erfolgreichen Umsetzung.

Benötigen Sie Unterstützung in einem der Bereiche oder der ganzheitlichen Begleitung in einem Projekt, dann schauen Sie sich auf unserer Webseite um oder wenden Sie sich unverbindlich an Claudia Oster.

10 Jahre UXcamp Europe in Berlin – eine Barcamp Dekade

Startete das UXcamp 2009 noch als erstes deutsches User Experience Barcamp, so hatte die Veranstaltung bereits im Folgejahr – aufgrund des großen Erfolges – eine internationale Ausrichtung. Mittlerweile ist die Veranstaltung zu einer Institution für europäische User Experience Professionals geworden.

Heuer war die Techtalk mit 2 Teilnehmerinnen beim UXcamp Europe vertreten und zum ersten Mal Sponsor des Events. Es stand dort netzwerken, diskutieren und Trends besprechen im Vordergrund. Mir fiel auf, wer einmal da war, kommt immer wieder: Teilnehmer, Sponsoren, Organisatoren und Alumni-Organisatoren.

Abbildung 1: Getümmel vor dem Session Board

Vorweg ein paar Fakten zur Veranstaltung:

  • Es fand 2-tägig am Pfingstwochenende statt
  • 101 Sessions wurden in 10 parallelen Tracks angeboten
  • 500+ TeilnehmerInnen
  • Ein ehrenamtlich arbeitendes Organisationsteam, Sponsoren und eine kostenlos zur Verfügung gestellte Lokation an der Humboldt Universität machen eine kostenfreie Teilnahme möglich.
  • Tickets sind innerhalb weniger Minuten vergriffen.
  • Heuer war Nachhaltigkeit angesagt: wiederverwendbare Kaffeebecher und Glasflaschen kamen zum Einsatz.

Folgende Learnings aus den Workshops konnte ich mitnehmen:

  • How to cluster sticky notes: Um tieferen Einsichten aus Notizen zu gewinnen, sind folgende Regeln hilfreich:
    • Notizen, die geclustert werden, sind aussagekräftiger, wenn sie genauer beschrieben sind (3-7 Wörter).
    • Sind die Notizen ausführlicher, dann entstehen häufig ganz andere Cluster, als mit kürzeren Notizen.
    • Gibt man den Clustern dann einen Gruppentitel, dann sollte dieser aus einer aufgestellten Hypothese/Behauptung bestehen und nicht nur aus einem Wort.

Mithilfe dieser Regeln entwickelte sich meine Arbeitsgruppe von einer recht sinnlosen Gruppierung (siehe Abbildung darunter)…

…hin zu einer aussagekräftigeren Gruppierung mit gehaltvoller Notizen (siehe Abbildung darunter). Thema der Übung waren Research-Ergebnisse für ein nachhaltiges Repair-Cafe.

  • (Rapid) paper prototyping: Nach etwas theoretischem Input, entwarfen wir in Kleingruppen einen Papierprototypen für den Bestellautomaten eines Eissalons und testeten ihn. Wir hatten dazu 30 Minuten Zeit. Es zeigt sich, diese – wohl günstigste – Variante eines frühen Prototyp zu testen, lässt sich im Handumdrehen durchführen. Learning: Just do it!

Am Ende der zwei Tage verließ ich das Event inspiriert durch Themen wie:

  • Voice assistents,
  • dark patterns, ethics in UX, sustainable UX,
  • getting UX into company and surviving as UX in larger companies.

Die breite Themenauswahl und der offene Umgang der UX-Community begeisterten mich.

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6 Questions about Intent-Based Leadership with Jenni Jepsen

You have never heard about Intent Based Leadership? Then this post is for you. Jenni Jepsen consults, writes and speaks worldwide about leadership, teams, and how to make transformations work. She will be keynote speaker at Agile Tour Vienna and give an one-day course „Essential Intent Based Leadership“ this September in Vienna.

We reached out to Jenni and asked her six questions about Intent Based Leadership. If you are a manager, director, leader who wants to create environments where people succeed, then read on!

If someone heard never before about Intent Based Leadership, how would you describe it in 150 words?

Intent-Based Leadership™ is fundamentally the language leaders and teams use to communicate at work – the words we use with each other and how we ask questions – in order to give control to people, so people who are closest to the information are the ones making the decisions.With this leadership paradigm, team members come to the leader describing what they see, what they think, and what they intend to do. With Intent-Based Leadership,the culture of the organization shifts from one of permission and waiting, to intent and action. Not only does effectivity increase, people also feel motivated and are happier at work. 

As work becomes more cognitive and less physical, Intent-Based Leadership offers a how-to for organizations to redefine what leadership means in a way that creates a workplace where the passion, motivation, engagement, creativity and intellect of each member is maximized.

Are you as a manager, or head of an agile org. tired of having to always have all the answers? Check out our one-day training course Essential Intent-Based Leadership this September in Vienna.

How/When/Who developed the concept / methodology of Intent Based Leadership?

The concept of Intent-Based Leadership is the direct result of how David Marquet, former U.S. Naval submarine captain turned his ship the USS Santa Fe from worst to first in the U.S. Navy. David wrote an amazing book on how it all came to be: Turn the Ship Around!. It’s a great story, even if you skip the leadership tips! When David took over command of the USS Santa Fe, it was at the last minute. He only had three weeks to learn everything about the ship – an impossible task. When he took command, he quickly found out that if he followed the old ways of working with him giving commands in an environment where he didn’t know everything there was to know about the ship, and people following those commands blindly, people might get killed. This was when he decided to keep quiet and asked others to come to him with what they intended to do.

People implementing Intent-Based Leadership don’t have to have all the answers. When we stop “getting people to do things” and instead give control while increasing competence and clarity, we gain more engaged people who have the competency to make decisions, feel ownership and take responsibility.

Practical outcomes of Intent-Based Leadership

How is Intent Based Leadership related to Agile: Is the methodology based on Agile, can it be applied only in an agile organization?

When I first read Turn the Ship Around! in 2012 after the book was published, my partner and I (in goAgile) thought “This is it! This is a way of leading that supports Agile ways of working.” Because so much of Agile is about team members taking responsibility, about being self-organizing, about being self-directed and having clarity about where we’re headed and why, in order to make better decisions at every level in the organization. David actually did not know about the Agile community when we first contacted him. Since then, things have, obviously, taken off for David and for Intent-Based Leadership. We’re not the only ones who can see the advantages IBL brings around how to give control, and increase organizational clarity and technical competencies. In our experience, organizations that combine Agile transformation with Intent-Based Leadership reach their goals faster. It’s because IBL offers real tools to nudge people into new behaviors, and that is the key to lasting change. 

Attend our one-day training course and learn how to move in an Agile way to a culture where people take initiative and ownership. This September in Vienna.

Can you give an example of how language increases the feeling of empowerment?

There is a lot of talk in organizations about how to empower people. What we know from neuroscience research, is that the only thing we can do is create an environment where people feel empowered. Empowering others is a contradictory statement. It says that I have the power to empower others. That is NOT what we are going for. We want people to have influence and control. And this happens when leaders create an environment where people feel empowered. 

Now, with that said… “I intend to” are the three most amazing, empowering words we can use to increase the feeling of empowerment. Rather than asking permission, just saying “I intend to…” works on both sides. For the person saying it, it is simply informing others about what the person will do. For others, it provides information ahead of time. So there is an opportunity to give more information before the action occurs. Of course, there are lots of other examples of language increasing empowerment, “I intend to” is my favorite. 

What is an example of a leadership tool that can be used to create an environment to adopt Intent-Based Leadership?

So one of the great tools from Intent-Based Leadership is called the Ladder of Leadership. It provides some simple questions leaders can ask based on how their people talk with them. For example, if someone says “Please just tell me what to do.” That person is at the lowest level on the Ladder. The leader wants to move them up the Ladder so that they will be more comfortable taking control. The question the leader asks is: “What do you see?” This is the next step on the Ladder. This allows the person to answer in a psychologically safe environment. The leader is asking for observations. Rather than jumping to “What do you intend to do?”, the leader needs to help people up the Ladder gradually. In that way, people become safe with taking more control, and over what is usually a very short time, you can move people up to the level where they come to you with what they intend to do.

Ladder of Leadership

Reading tips: If I think about attending the training, what should I read or watch, to be prepared best? (blog posts, YT videos etc.)

Of course, reading David’s book, Turn the Ship Around! is a great idea.

Here are a couple of other links to watch and read:

Interested to take a deep-dive on Intent Based Leadership?

Check out our training course offering

Design Thinking – Kreative Ideen zum Onboarding neuer Mitarbeiter

Vor kurzem hatte ich, Eugene Hofmannsrichter, die Möglichkeit, einen Design Thinking Workshop zu begleiten. Als UX Designer hatte ich schon einiges über dieses Thema gehört, jedoch noch nicht aktiv damit zu tun gehabt. Zumindest dachte ich das. Zur Vorbereitung habe ich mich nur kurz in dieses Thema eingelesen. Das Vorgehen auch in der Praxis sehen zu können war mir natürlich sehr willkommen, um das Thema für mich auch greifbarer zu machen.

Der Workshop wurde von Claudia Oster moderiert und hatte das Ziel, Ideen zu generieren, die das Onboarding neuer MitarbeiterInnen in einem großen Unternehmen am ersten Tag verbessern sollen.

Worum geht’s bei Design Thinking?

Design Thinking geht es darum, Personen mit verschiedenem Hintergrund (z.B. verschiedene Berufsfelder und Abteilungen eines Unternehmens) gemeinsam an der Lösung eines Problems arbeiten zu lassen. Dazu werden Methoden eingesetzt, bei denen die Menschen im Zentrum stehen, für die die Lösung entwickelt werden soll, mit all ihren Motivationen und Bedürfnissen. Im Laufe der einenhalb Tage wurde mir klar, dass mir das Thema Design Thinking doch gar nicht so fremd war, wie ich dachte. Die Methoden, die zum Einsatz kamen, waren mir teilweise schon bekannt, handelte es sich doch um UX Design Methoden wie „Journey Mapping“, „Empathy Mapping“ oder „Idea Canvas“. Durch die vielfältigen Sichtweisen der TeilnehmerInnen erhält man ein breites Spektrum an Ideen, die während der Ausarbeitung und Verfeinerung mehrere Feedbackzyklen durchlaufen.

Wer waren die TeilnehmerInnen?

Die TeilnehmerInnen wurden so ausgewählt, dass sie verschiedene Sichtweisen einbringen konnten. Sie kamen aus der HR-Abteilung und verschiedenen anderen Bereichen des Unternehmens. Manche waren selbst noch nicht lange angestellt und konnten sich noch sehr gut an ihren ersten Arbeitstag, ihre Eindrücke, Gedanken und Gefühle erinnern.

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Wie war der Workshop aufgebaut?

Begonnen wurde mit dem Aufteilen der TeilnehmerInnen in zwei Gruppen, die jeweils eine „Journey Map“ erstellt haben. Auf dieser wurden verschiedene Situationen rund um den ersten Arbeitstag festgehalten und nach einer Skala von „gut“ bis „nicht gut“ bewertet. Die Gruppen erstellten zwei Maps aus der Sicht der neuen MitarbeiterInnen  – also aus „Kundensicht“ – sowie aus der Sicht der HR-Abteilung. Bereits in diesem frühen Stadium konnten Dinge, die mit „nicht gut“ bewertet wurden identifiziert werden und regten schon zu Ideen zur Verbesserung an. Da die Ideen erst später ausgearbeitet wurden, haben wir diese nur kurz notiert, um sie nicht zu vergessen.

Von allen im Laufe des Tages gesammelten Ideen wurden durch sogenanntes Dot-Voting aller TeilnehmerInnen vier Ideen ausgewählt und als Prototypen ausgearbeitet. Dabei stand der Kreativität nichts im Wege  Es konnten Flipcharts, Plakate, Legosteine, SAP Scenes Figuren und sogenannte Idea-Canvas Poster verwendet werden.

Onboarding neuer Mitarbeiter mit Hilfe einer App und Events nach einem festgelegten Zeitplan

Für jede Idee wurden Challenges und Success Faktoren überlegt.

Die Neugestaltung des ersten Tages im Unternehmen als Welcome-Day

Am zweiten Tag wurden die Prototypen weiteren MitarbeiterInnen aus HR und Führungskräften vorgestellt, die ihr Feedback gaben. Dieses Feedback wurde verwendet, um den Ideen den letzten Schliff zu geben.

Am Ende war ich sehr beeindruckt vom Ergebnis, da die Ideen überhaupt nicht in Konkurrenz zueinander standen. Alle vier Ideen sind auch bei allen TeilnehmerInnen gut angekommen. Besonders toll fand ich, dass sie sich gegenseitig ergänzten und trotzdem unabhängig voneinander, in verschiedenen Zeiträumen und in mehreren Schritten sukzessive umgesetzt werden können. Alles in Allem ein großartiges Paket für den Einstieg und die erste Zeit der neuen MitarbeiterInnen.

Sehr schön zu sehen war auch, dass diese UX Design Methoden, die wir sonst anwenden, um Ideen zu Innovationen in der IT zu generieren, auch für Prozessverbesserungen angewendet werden können, die mit IT wenig bis nichts zu tun haben. Durch die Herangehensweise, erst Probleme zu identifizieren und dann an der Lösung der relevantesten zu arbeiten ist auf viele Bereiche umleg- und anwendbar.

Bei weiteren Fragen rund um Design Thinking oder UX kannst du dich an das UX-Team bzw. direkt an Claudia Oster wenden.


Event-Nachlese: Start Me Up Monday – Why User Experience is Key

Anfang Mai fand am FH Technikum Wien wieder der „Start me up Monday”  statt – diesmal zum Thema „Why User Experience is Key“. An diesem Abend gab es sechs Vorträge aus den unterschiedlichsten Bereichen und Anwendungsgebieten der User Experience. Ich möchte einen kurzen Einblick geben über die Inhalte unseres Vortrags und Highlights aus den anderen Vorträgen.

Individuelle Softwareentwicklung – Wo ist da Platz für UX?

Meine Kollegin Veronika Winter und ich – Claudia Oster – sprachen über die Rolle von UX in der individuellen Softwareentwicklung und welche Methoden wir einsetzen, um einen bestmöglichen Kosten-Nutzen-Effekt zu erzielen.

In unserem Vortrag präsentierten wir drei Schlüsselfaktoren, die aus unserer Sicht zu einer guten User Experience in der individuellen Softwareentwicklung beitragen:

  1. BenutzerInnen und deren Bedürfnisse: Schlüsselfaktor Nummer 1 sind natürlich die BenutzerInnen und das Verständnis, das für die Bedürfnisse und Anforderungen aufgebaut werden muss. Häufig wird in Projekten zu schnell auf die Lösung fokussiert, bevor das Problem überhaupt verstanden wird.
  2. Wireframes: Wireframes helfen uns frühes Feedback durch BenutzerInnen zu bekommen und sind eine wertvolle Abstimmungsgrundlage für das Projektteam.
  3. Enge Zusammenarbeit im agilen Team: UX DesignerInnen arbeiten als Teil des agilen Teams und durch fortlaufende Abstimmungen mit Product Owner und Entwicklungsteam wird die effiziente Berücksichtigung von UX im Projekt gewährleistet.
1: Wireframes zur Erarbeitung und Visualisierung des Prozesses

Jumio und der Fokus auf geringe kognitive Belastung

Martin Frühwirt ist in seinem Vortrag „Identitätsprüfung als Teil der User Journey“ vor allem darauf eingegangen, wie wichtig es ist im Rahmen der Weiterentwicklung des Designs folgenden Leitspruch zu berücksichtigen:

„Minimise cognitive load to maximise usability.” (NN Group)

D.h. bei der Gestaltung versuchen sie die Abläufe intuitiv zu gestalten und die BenutzerInnen bei der Durchführung Ihrer Aufgabe zu unterstützen. Als Beispiel nannte er das Upload-Limit für Fotos, das häufig bei Überschreitung einen Bruch in der Nutzung verursacht. Dadurch das die Anwendung selbstständig das Bild verkleinert, kann der Benutzer ungehindert weiterarbeiten.

2: Sketchnotes – Minimise cognitive load by Jumio

Microsoft & Inclusive Design

Janka Koen von Microsoft präsentierte nach einem Rückblick über die Geschichte von Microsoft Design auch das neue Konzept des Inclusive Design. Dabei geht es darum, dass alle Menschen in bestimmten Situationen in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind und alle Menschen davon profitieren, wenn man die Lösungen inklusiv gestaltet.

Anstelle von Personas kann man mit Persona Spectrum arbeiten, um zu erkennen wie eine Einschränkung auch temporär oder situativ auftreten kann um dadurch zu erkennen, wie viele Menschen von einer Lösung profitieren können. Mehr zu Inclusive Design findet man unter https://www.microsoft.com/design/inclusive/.

Stream zum Nachschauen & UX Team-Support

Wenn du noch mehr erfahren möchtest – der Stream zum Nachschauen ist noch verfügbar

Bei weiteren Fragen rund um UX kannst du dich an das UX-Team bzw. direkt an mich – Claudia Oster– wenden.


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UX Vienna Community besucht TechTalk

Am 9. Juli 2019 ab 18:30 Uhr findet das 175. UX Vienna Evening Meetup bei uns im 16. Stock des Saturn-Tower statt. Geleitet von Claudia Oster wird es drei MiniTalks geben die sowohl vorbereitet sind, als auch spontan aufgekommene Themen vorstellen können. Fix ist schon ein Talk von unserer Kollegin Veronika Winter über die Integration von UX in einem Scrum of Scrum Team.

Danach ist noch Zeit für offene und vertiefende Diskussionen.

Die Anmeldung für das Event kann hier bei meetup.com durchgeführt werden. Sollten keine Plätze mehr verfügbar sein, gibt es über Claudia.Oster@techtalk.at noch Restplätze zu ergattern.

Wir freuen uns, die UX-Community erstmals in unseren Räumlichkeiten der DC Spaces begrüßen zu dürfen.

Accessibility: Erneuerungen des BITVs Tests und unsere Erfahrungen

Das Thema Accessibility, im Deutschen auch unter dem Begriff Barrierefreiheit bekannt, und deren Implementierung birgt einige Tücken und kann den Entwicklungsaufwand wesentlich beeinflussen. Je früher im Projekt man sich mit Prüfverfahren beschäftigt, desto eher kann man verhindern, dass bereits entwickelte Funktionen überarbeitet und angepasst werden müssen. Mein Name ist Veronika Winter und ich habe mich im Zuge eines Projekts intensiv mit Accessibility beschäftigt und möchte die Learnings aus unserem Team hier zusammenfassen und weitergeben.

Einführung Accessibility und BITV

Mittlerweile gehört Accessibility sowie der BITV Test zu den Standards, mit denen wir uns als UX Team bei TechTalk immer wieder intensiv beschäftigen. Die seit März veröffentlichten Neuerungen des BITV Tests bieten viel neuen Stoff.

Die Barrierefreiheit sorgt dafür, dass alle Menschen eine Webseite, eine Applikation oder auch ein PDF benutzen und verstehen können, unabhängig von Sprache, Kultur, physischen und kognitiven Fähigkeiten. Deshalb wurde 1999 die Web Accessibility Initiative (WAI) gegründet, welche mit den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) eine internationale standardisierte Richtlinie geschaffen hat.

Dieser Standard macht Inhalte für Menschen mit Behinderungen wie Blindheit, Sehschwäche, Taubheit oder Hörverlust, eingeschränkte Bewegungsfähigkeit, Sprachbehinderungen oder Kombinationen davon, leichter zugänglich. Auch punktuelle Einschränkungen die jedem widerfahren können, werden innerhalb der Richtlinien berücksichtigt. Stellen Sie sich vor: Die Sonne blendet, am Bildschirm wirken sich Kontrastprobleme aus und wir können Texte mit schwachem Kontrast zum Hintergrund nicht mehr lesen.

Die BITV (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung) basiert auf den Vorgaben der WCAG und ist ein Verfahren für eine umfassende Prüfung der Barrierefreiheit. Sie ist bereits seit 2004 veröffentlicht und entwickelt sich immer weiter. Aktuell umfasst sie 60 Prüfschritte, welche vollständig offengelegt sind. Dadurch kann man diese Prüfschritte auch selbst überprüfen und sich so ein eigenes Bild von der Barrierefreiheit seiner Seite schaffen.

Zusammenfassung der Neuerungen 2019

Anfang 2019 wurden die Prüfschritte bereits zum 8. Mal angepasst und Mitte März 2019 mit diversen Erneuerungen veröffentlicht.

Eine der wichtigsten Erneuerungen ist die Anpassung des Prüfverfahrens und die Bewertung der Prüfschritte. Weiters wurden zwölf neue Prüfschritte ergänzt, die auch einen Fokus auf responsive Webseiten und die mobile Benutzung setzen. Die Gewichtung der einzelnen Prüfschritte hat sich ebenfalls geändert. Auch wenn man nicht das Ziel hat, eine Webseite zertifizieren zu lassen, sollte man während der Entwicklung zumindest die Prüfschritte mit einer hohen Gewichtung berücksichtigen, da diese für alle BenutzerInnen einer Webseite unterstützend wirken. Der Artikel zur offiziellen Erklärung befindet sich auf der BITV Webseite.

Ein BITV Test wurde beispielsweise im Projekt „AMS Berlin“ durchgeführt. In dem verlinken Praxisbericht wird unter anderem die User Experience des Produkts sowie der BITV-Test beschrieben.

Details zu den Erneuerungen

Erreichen des BITV Tests

Um ein positives Prüfergebnis zu erhalten, muss eine Liste an Erfolgskriterien durchgeführt werden, die sich in 60 Prüfschritte unterteilt. Jeder Prüfschritt hat denselben Aufbau: „Was wird geprüft?“, „Warum“ und „Wie wird geprüft?“. Das heißt, wie die Prüfung durchgeführt wird, welchen Browser man öffnen soll, welche Einstellungen (zB Bildschirmgröße, Textgröße,..) man setzen soll, usw.

Bis 2019 gab es eine Punktebewertung jedes einzelnen Prüfschritts, bei der man die Anzahl der erreichten Punkte zusammenrechnet. Insgesamt sind 100 Punkten möglich. Bei 90 von 100 Punkten konnte man eine „gut zugängliche Webseite“ und bei 95 von 100 Punkte eine „sehr gut zugängliche Webseite“ erreichen.

Diese Punktebewertung wurde abgeschafft, jetzt müssen alle Prüfschritte mit „erfüllt“ oder „eher erfüllt“ bewertet werden.

Auswirkung auf das Projekt:

  • Jeder einzelne Prüfschritt ist wichtig und muss erfüllt werden. (Es werden nur vorhandene Elemente geprüft, die anderen werden als „nicht relevant“ markiert.)
  • Es muss für jeden relevanten Prüfschritt eine (technische) Lösung gefunden werden.
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Gewichtung

Grundsätzlich gibt es eine Unterscheidung der Prüfschritte auf der Ebene der Gewichtung, so wird zwischen hohem, mittlerem und geringem Gewicht unterschieden. Einige Prüfschritte wurden auch in ihrer Gewichtung geändert. An sich hat eine Gewichtung keinen direkten Einfluss auf das Ergebnis, trotzdem erkennt man, wie wichtig und bedeutsam der Prüfschritt für die Barrierefreiheit und Benutzung einer Webseite ist.

Prüfschritt „Text auf 200% vergrößerbar“

Zum Beispiel wurde das Gewicht des Prüfschritts „Text auf 200% vergrößerbar“ von mittel auf hoch geändert. Bei diesem Prüfschritt geht es darum, dass trotz der Vergrößerung des Texts jedes Wort komplett sichtbar und lesbar ist, es soll keine Überlappungen geben oder Text abgekürzt werden. Das heißt, wenn innerhalb eines Buttons nur „Absen…“ statt „Absenden“ angezeigt wird, wird dies als negativ bewertet.


Änderungen der Schriftgröße von 100% auf 200% mittels dem Textzoom in Firefox

Ziel ist es, dass trotz einer Vergrößerung des Textes oder einer generell großen Schriftgröße, die Webseite dies unterstützt und der Text vollständig lesbar ist, zum Beispiel indem sich das Layout dynamisch anpasst. Viele BenutzerInnen verwenden standardmäßig bereits eine größere Schriftgröße, deshalb ist dieser Prüfschritt sehr wichtig. Auch kann dieser Prüfschritt auf dem Smartphone nachgestellt werden, dadurch wird die Schriftgröße in den Einstellungen des Smartphones geändert.

Wie sich ein Textzoom von 200% auf die Lesbarkeit auswirkt, anhand des Beispiels orf.at [Datum des Screenshots: 8. April 2019]

Prüfschritt „Hauptsprache angegeben“

Weiters wurde das Gewicht des Prüfschritts „Hauptsprache angegeben“ von gering auf mittel erhöht. Es geht darum, dass der Screenreader den Text der Webseite in der richtigen Sprache ausspricht. Mittels der Verwendung des lang-Attributs wird die Sprache definiert.

Ziel ist es, dass die Sprachausgabe des Screenreaders richtig verwendet werden kann und der Text in der richtigen Sprache vorgelesen wird. Wenn die Sprache nicht (richtig) definiert wurde, klingt dies so wie es auf diesem Youtube-Video, nämlich schwer verständlich.

12 neue Prüfschritte

Zwölf neue Prüfschritte wurden ergänzt, die die zusätzlichen Anforderungen der WCAG 2.1 vervollständigen. Das Ziel ist es, die Barrierefreiheit für die folgenden drei Zielgruppen zu optimieren:

  • BenutzerInnen mit kognitiven Schwächen oder Lernbehinderungen
  • BenutzerInnen mit Sehbehinderungen
  • BenutzerInnen mit einer Beeinträchtigung auf mobilen Endgeräten (Smartphone und Tablet)

Um einen kleinen Einblick zu geben, möchte ich ein paar Prüfschritte und deren Bedeutung genauer erklären. Eine vollständige Liste befindet sich hier.

Prüfschritt „Textabstände anpassbar“

Der Prüfschritt „Textabstände anpassbar“ zielt auf die Lesbarkeit von Text ab. Mittels einem Javascript- Bookmarklets, von BITV zur Verfügung gestellt, kann dieser Prüfschritt sehr einfach getestet werden. Obwohl die Abstände der Buchstaben oder der Wörter an sich geändert werden können, soll jedes Wort komplett sichtbar und lesbar sein, um ein Abschneiden des Textes zu verhindern.


Simuliertes Text Spacing mittels dem Javascript Bookmarklet auf orf.at
[Datum des Screenshots: 8. April 2019]

Prüfschritt „Inhalte brechen um“

Der Prüfschritt „Inhalte brechen um“ zeigt Probleme mit der Zoomfunktion eines Browsers auf, die häufig von sehbehinderten BenutzerInnen verwendet wird. Die Anpassung des Inhalts soll dynamisch erfolgen und ein horizontaler Scrollbalken soll vermieden werden. Dadurch ist der Inhalt der Webseite auf einer Seite sichtbar und es wird nur in eine Richtung (nach oben oder nach unten) gescrollt. Dies stellt auch eine Vereinfachung der Benutzerführung dar.

Prüfschritt „Eingabefelder zu Nutzerdaten vermitteln den Zweck“

Ein besonderer Prüfschritt für mich ist „Eingabefelder zu Nutzerdaten vermitteln den Zweck“, denn dieser ist für alle BenutzerInnen ein interessantes Feature. Er zielt auf das Attribut <autocomplete> ab, das bereits auf vielen Webseiten in Verwendung ist. Es wird bei Formularfeldern verwendet, die persönliche Informationen enthalten. So kann durch das Ergänzen des <autocomplete> Attributs ein automatisches Vorausfüllen von Formularinhalten ausgelöst werden, zum Beispiel bei Vor-und Nachname, Adressdaten oder Kreditkarten-Daten. Dadurch wird die Eingabe von persönlichen Daten erleichtert bzw. teilweise sogar vom System abgenommen und Formulare können in weiterer Folge schneller ausgefüllt werden.

Fokus auf mobile Benutzung

Die folgenden drei neuen Prüfschritte zeigen die bedeutende Rolle der Benutzung von Mobiltelefonen im Accessiblity-Bereich.

Prüfschritt „Keine Beschränkung der Bildschirmausrichtung“

Dieser Prüfschritt zielt auf die Benutzung am Mobiltelefon ab und wird deshalb auch auf einem Smartphone getestet. So soll der Inhalt der Webseite in beiden Ausrichtungen (Hochformat und Querformat) richtig dargestellt werden und nutzbar sein. Auch ein Wechsel zwischen den beiden Ausrichtungen soll unbeschränkt möglich sein, sofern beide Ausrichtungen unterstützt werden.

Prüfschritt „Alternativen für Bewegungsaktivierung“

Dieser Prüfschritt unterstützt besonders Menschen mit motorischen Einschränkungen. Der Prüfschritt zielt drauf ab, dass es eine alternative Eingabemöglichkeit zu Bewegungseingaben geben muss. Unter Bewegungseingaben versteht man zum Beispiel, wenn ein Telefon physisch speziell bewegt werden muss, um eine Funktion zu aktivieren oder um eine Eingabe zu tätigen wie zum Beispiel dieses Video den Extremfall „Kalibrieren des Kompasses“ darstellt.

Prüfschritt „Alternativen für komplexe Zeiger-Gesten“

Ein weiterer Prüfschritt, der mittels Smartphone getestet wird, ist „Alternativen für komplexe Zeiger-Gesten“. Unter Zeiger-Gesten versteht man Bewegungen, die mit einem oder zwei Fingern auf dem Smartphone gemacht werden, zum Beispiel das Streichen, das Ziehen, das Zoomen mittels zwei Fingern. Hier wird zwischen einfachen Gesten wie Tippen oder Doppeltippen und komplexen Zeiger-Gesten unterschieden. Für Menschen mit einer Einschränkung in der Bewegung sind die komplexen Zeiger-Gesten schwierig in ihrer Durchführung und sollten deshalb vermieden werden. In diesem Prüfschritt werden die verschiedenen Gesten ausprobiert, um zu sehen, ob diese innerhalb der Webseite verwendet werden. Falls dies der Fall ist, soll es eine alternative Eingabemöglichkeit mittels einfacher Zeiger-Gesten geben.

Conclusio

Die neuen Prüfschritte zeigen die besondere Vielfalt an Dingen und Funktionen, die überprüft werden. Bei der Prüfung der Accessibility handelt es sich nicht nur um Farbkontraste, richtige Verwendung von HTML-Tags und Tabreihenfolge, viel mehr Dinge stecken dahinter. Abschließend möchte ich noch die Werkzeugliste des BITV erwähnen, die mir im Durchführen der einzelnen Prüfschritte eine große Unterstützung war. Haben Sie Interesse mehr über Accessibility zu wissen oder ist Accessibility auch in einem Ihrer Projekte relevant, dann stehen unser UX Team und ich gerne für Fragen zur Verfügung!