Beiträge

Erstausgabe: User Experience & Design Thinking Newsletter

Wir haben unser Newsletter Angebot erweitert. Zu User Experience & Design Thinking gibt es bei TechTalk vielseitige Aktivitäten – diese werden wir ab sofort in einem Newsletter zusammenfassen und Ihnen in unregelmäßigen Abständen zur Verfügung stellen. Die Erstausgabe können Sie in diesem Blogbeitrag nachlesen.

  • User Experience & Design Thinking Newsletter

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Design Thinking in Aktion: Probleme verstehen & innovative Lösungen finden

Ob bei der Caritas oder für die HR Abteilung eines großen Unternehmens – Design Thinking hilft sowohl bei der Verbesserung von Prozessen als auch bei der innovativen Ideenfindung.

Im Jänner fand unter dem Motto „Sag feig – Das traut sich die Caritas nie“ der Innovationsworkshop der Caritas Wien statt und Claudia wirkte als Teilnehmerin mit – hier ihr Erfahrungsbericht.

Der erste Tag bei einem großen Unternehmen ist für neue MitarbeiterInnen ein Wichtiger und so wurde gemeinsam mit der HR-Abteilung und „jungen“ MitarbeiterInnen das Onboarding optimiert – im Bericht von Eugene lesen Sie mehr darüber.

BITV – Accessibility für Lösungen in Deutschland

Im Rahmen unserer Projektumsetzung ist die Barrierefreiheit (Accessibility) immer ein wichtiger Faktor. Für Projekte im öffentlichen Bereich in Deutschland, wie dem Projekt „Ordnungsamt Online“ in Berlin, ist die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) relevant. Veronika Winter, als Expertin in diesem Bereich, gibt in diesem Artikel einen näheren Einblick in die letzten Änderungen des BITV-Tests und resultierende Herausforderungen bei der Berücksichtigung der Anforderungen zur Barrierefreiheit.

Event-Nachlese: Start Me Up Monday “Why UX is key” & UXcamp Europe in Berlin

Beim “Start me up Monday” der FH Technikum Wien Anfang Mai präsentierten Veronika Winter und Claudia Oster die Schlüsselfaktoren für einen erfolgreichen UX Design-Prozess bei der individuellen Softwareentwicklung. Darüber hinaus gab es noch fünf weitere Vorträge zum Thema „Why UX is key“ – mehr Informationen und ein Link zur Streamaufzeichnung finden Sie in unserem Event-Rückblick.

Nora Aumayr und Veronika Winter besuchten Anfang Juni das UXCamp Europe in Berlin. TechTalk unterstützte den Event als Sponsor. Highlights dieser zweitägigen Konferenz finden Sie in der Event-Nachlese von Nora.

UX Vienna Meetup bei TechTalk

Am 9. Juli 2019 besucht das UX Vienna Meetup die TechTalk. Wir erwarten ein volles Haus in unseren DC Spaces mit 60 TeilnehmerInnen und spannende Vorträge u.a. von unserer Kollegin Veronika Winter zum Thema „Integration von UX in einem Scrum of Scrum Team“.

Sollten keine Plätze mehr verfügbar sein, wenden Sie sich an Claudia Oster für einen der begehrten Restplätze.

Das UX Team ist für Sie da

Von Erkennen der Nutzungsanforderungen und Ideenfindung mit Design Thinking über Prototyping bis hin zu pixel-perfect User Interface Design und Begleitung bei der Ausführung unterstützt das UX Team Projekte bei der erfolgreichen Umsetzung.

Benötigen Sie Unterstützung in einem der Bereiche oder der ganzheitlichen Begleitung in einem Projekt, dann schauen Sie sich auf unserer Webseite um oder wenden Sie sich unverbindlich an Claudia Oster.

10 Jahre UXcamp Europe in Berlin – eine Barcamp Dekade

Startete das UXcamp 2009 noch als erstes deutsches User Experience Barcamp, so hatte die Veranstaltung bereits im Folgejahr – aufgrund des großen Erfolges – eine internationale Ausrichtung. Mittlerweile ist die Veranstaltung zu einer Institution für europäische User Experience Professionals geworden.

Heuer war die Techtalk mit 2 Teilnehmerinnen beim UXcamp Europe vertreten und zum ersten Mal Sponsor des Events. Es stand dort netzwerken, diskutieren und Trends besprechen im Vordergrund. Mir fiel auf, wer einmal da war, kommt immer wieder: Teilnehmer, Sponsoren, Organisatoren und Alumni-Organisatoren.

Abbildung 1: Getümmel vor dem Session Board

Vorweg ein paar Fakten zur Veranstaltung:

  • Es fand 2-tägig am Pfingstwochenende statt
  • 101 Sessions wurden in 10 parallelen Tracks angeboten
  • 500+ TeilnehmerInnen
  • Ein ehrenamtlich arbeitendes Organisationsteam, Sponsoren und eine kostenlos zur Verfügung gestellte Lokation an der Humboldt Universität machen eine kostenfreie Teilnahme möglich.
  • Tickets sind innerhalb weniger Minuten vergriffen.
  • Heuer war Nachhaltigkeit angesagt: wiederverwendbare Kaffeebecher und Glasflaschen kamen zum Einsatz.

Folgende Learnings aus den Workshops konnte ich mitnehmen:

  • How to cluster sticky notes: Um tieferen Einsichten aus Notizen zu gewinnen, sind folgende Regeln hilfreich:
    • Notizen, die geclustert werden, sind aussagekräftiger, wenn sie genauer beschrieben sind (3-7 Wörter).
    • Sind die Notizen ausführlicher, dann entstehen häufig ganz andere Cluster, als mit kürzeren Notizen.
    • Gibt man den Clustern dann einen Gruppentitel, dann sollte dieser aus einer aufgestellten Hypothese/Behauptung bestehen und nicht nur aus einem Wort.

Mithilfe dieser Regeln entwickelte sich meine Arbeitsgruppe von einer recht sinnlosen Gruppierung (siehe Abbildung darunter)…

…hin zu einer aussagekräftigeren Gruppierung mit gehaltvoller Notizen (siehe Abbildung darunter). Thema der Übung waren Research-Ergebnisse für ein nachhaltiges Repair-Cafe.

  • (Rapid) paper prototyping: Nach etwas theoretischem Input, entwarfen wir in Kleingruppen einen Papierprototypen für den Bestellautomaten eines Eissalons und testeten ihn. Wir hatten dazu 30 Minuten Zeit. Es zeigt sich, diese – wohl günstigste – Variante eines frühen Prototyp zu testen, lässt sich im Handumdrehen durchführen. Learning: Just do it!

Am Ende der zwei Tage verließ ich das Event inspiriert durch Themen wie:

  • Voice assistents,
  • dark patterns, ethics in UX, sustainable UX,
  • getting UX into company and surviving as UX in larger companies.

Die breite Themenauswahl und der offene Umgang der UX-Community begeisterten mich.

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Design Thinking – Kreative Ideen zum Onboarding neuer Mitarbeiter

Vor kurzem hatte ich, Eugene Hofmannsrichter, die Möglichkeit, einen Design Thinking Workshop zu begleiten. Als UX Designer hatte ich schon einiges über dieses Thema gehört, jedoch noch nicht aktiv damit zu tun gehabt. Zumindest dachte ich das. Zur Vorbereitung habe ich mich nur kurz in dieses Thema eingelesen. Das Vorgehen auch in der Praxis sehen zu können war mir natürlich sehr willkommen, um das Thema für mich auch greifbarer zu machen.

Der Workshop wurde von Claudia Oster moderiert und hatte das Ziel, Ideen zu generieren, die das Onboarding neuer MitarbeiterInnen in einem großen Unternehmen am ersten Tag verbessern sollen.

Worum geht’s bei Design Thinking?

Design Thinking geht es darum, Personen mit verschiedenem Hintergrund (z.B. verschiedene Berufsfelder und Abteilungen eines Unternehmens) gemeinsam an der Lösung eines Problems arbeiten zu lassen. Dazu werden Methoden eingesetzt, bei denen die Menschen im Zentrum stehen, für die die Lösung entwickelt werden soll, mit all ihren Motivationen und Bedürfnissen. Im Laufe der einenhalb Tage wurde mir klar, dass mir das Thema Design Thinking doch gar nicht so fremd war, wie ich dachte. Die Methoden, die zum Einsatz kamen, waren mir teilweise schon bekannt, handelte es sich doch um UX Design Methoden wie „Journey Mapping“, „Empathy Mapping“ oder „Idea Canvas“. Durch die vielfältigen Sichtweisen der TeilnehmerInnen erhält man ein breites Spektrum an Ideen, die während der Ausarbeitung und Verfeinerung mehrere Feedbackzyklen durchlaufen.

Wer waren die TeilnehmerInnen?

Die TeilnehmerInnen wurden so ausgewählt, dass sie verschiedene Sichtweisen einbringen konnten. Sie kamen aus der HR-Abteilung und verschiedenen anderen Bereichen des Unternehmens. Manche waren selbst noch nicht lange angestellt und konnten sich noch sehr gut an ihren ersten Arbeitstag, ihre Eindrücke, Gedanken und Gefühle erinnern.

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Wie war der Workshop aufgebaut?

Begonnen wurde mit dem Aufteilen der TeilnehmerInnen in zwei Gruppen, die jeweils eine „Journey Map“ erstellt haben. Auf dieser wurden verschiedene Situationen rund um den ersten Arbeitstag festgehalten und nach einer Skala von „gut“ bis „nicht gut“ bewertet. Die Gruppen erstellten zwei Maps aus der Sicht der neuen MitarbeiterInnen  – also aus „Kundensicht“ – sowie aus der Sicht der HR-Abteilung. Bereits in diesem frühen Stadium konnten Dinge, die mit „nicht gut“ bewertet wurden identifiziert werden und regten schon zu Ideen zur Verbesserung an. Da die Ideen erst später ausgearbeitet wurden, haben wir diese nur kurz notiert, um sie nicht zu vergessen.

Von allen im Laufe des Tages gesammelten Ideen wurden durch sogenanntes Dot-Voting aller TeilnehmerInnen vier Ideen ausgewählt und als Prototypen ausgearbeitet. Dabei stand der Kreativität nichts im Wege  Es konnten Flipcharts, Plakate, Legosteine, SAP Scenes Figuren und sogenannte Idea-Canvas Poster verwendet werden.

Onboarding neuer Mitarbeiter mit Hilfe einer App und Events nach einem festgelegten Zeitplan

Für jede Idee wurden Challenges und Success Faktoren überlegt.

Die Neugestaltung des ersten Tages im Unternehmen als Welcome-Day

Am zweiten Tag wurden die Prototypen weiteren MitarbeiterInnen aus HR und Führungskräften vorgestellt, die ihr Feedback gaben. Dieses Feedback wurde verwendet, um den Ideen den letzten Schliff zu geben.

Am Ende war ich sehr beeindruckt vom Ergebnis, da die Ideen überhaupt nicht in Konkurrenz zueinander standen. Alle vier Ideen sind auch bei allen TeilnehmerInnen gut angekommen. Besonders toll fand ich, dass sie sich gegenseitig ergänzten und trotzdem unabhängig voneinander, in verschiedenen Zeiträumen und in mehreren Schritten sukzessive umgesetzt werden können. Alles in Allem ein großartiges Paket für den Einstieg und die erste Zeit der neuen MitarbeiterInnen.

Sehr schön zu sehen war auch, dass diese UX Design Methoden, die wir sonst anwenden, um Ideen zu Innovationen in der IT zu generieren, auch für Prozessverbesserungen angewendet werden können, die mit IT wenig bis nichts zu tun haben. Durch die Herangehensweise, erst Probleme zu identifizieren und dann an der Lösung der relevantesten zu arbeiten ist auf viele Bereiche umleg- und anwendbar.

Bei weiteren Fragen rund um Design Thinking oder UX kannst du dich an das UX-Team bzw. direkt an Claudia Oster wenden.


Event-Nachlese: Start Me Up Monday – Why User Experience is Key

Anfang Mai fand am FH Technikum Wien wieder der „Start me up Monday”  statt – diesmal zum Thema „Why User Experience is Key“. An diesem Abend gab es sechs Vorträge aus den unterschiedlichsten Bereichen und Anwendungsgebieten der User Experience. Ich möchte einen kurzen Einblick geben über die Inhalte unseres Vortrags und Highlights aus den anderen Vorträgen.

Individuelle Softwareentwicklung – Wo ist da Platz für UX?

Meine Kollegin Veronika Winter und ich – Claudia Oster – sprachen über die Rolle von UX in der individuellen Softwareentwicklung und welche Methoden wir einsetzen, um einen bestmöglichen Kosten-Nutzen-Effekt zu erzielen.

In unserem Vortrag präsentierten wir drei Schlüsselfaktoren, die aus unserer Sicht zu einer guten User Experience in der individuellen Softwareentwicklung beitragen:

  1. BenutzerInnen und deren Bedürfnisse: Schlüsselfaktor Nummer 1 sind natürlich die BenutzerInnen und das Verständnis, das für die Bedürfnisse und Anforderungen aufgebaut werden muss. Häufig wird in Projekten zu schnell auf die Lösung fokussiert, bevor das Problem überhaupt verstanden wird.
  2. Wireframes: Wireframes helfen uns frühes Feedback durch BenutzerInnen zu bekommen und sind eine wertvolle Abstimmungsgrundlage für das Projektteam.
  3. Enge Zusammenarbeit im agilen Team: UX DesignerInnen arbeiten als Teil des agilen Teams und durch fortlaufende Abstimmungen mit Product Owner und Entwicklungsteam wird die effiziente Berücksichtigung von UX im Projekt gewährleistet.
1: Wireframes zur Erarbeitung und Visualisierung des Prozesses

Jumio und der Fokus auf geringe kognitive Belastung

Martin Frühwirt ist in seinem Vortrag „Identitätsprüfung als Teil der User Journey“ vor allem darauf eingegangen, wie wichtig es ist im Rahmen der Weiterentwicklung des Designs folgenden Leitspruch zu berücksichtigen:

„Minimise cognitive load to maximise usability.” (NN Group)

D.h. bei der Gestaltung versuchen sie die Abläufe intuitiv zu gestalten und die BenutzerInnen bei der Durchführung Ihrer Aufgabe zu unterstützen. Als Beispiel nannte er das Upload-Limit für Fotos, das häufig bei Überschreitung einen Bruch in der Nutzung verursacht. Dadurch das die Anwendung selbstständig das Bild verkleinert, kann der Benutzer ungehindert weiterarbeiten.

2: Sketchnotes – Minimise cognitive load by Jumio

Microsoft & Inclusive Design

Janka Koen von Microsoft präsentierte nach einem Rückblick über die Geschichte von Microsoft Design auch das neue Konzept des Inclusive Design. Dabei geht es darum, dass alle Menschen in bestimmten Situationen in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind und alle Menschen davon profitieren, wenn man die Lösungen inklusiv gestaltet.

Anstelle von Personas kann man mit Persona Spectrum arbeiten, um zu erkennen wie eine Einschränkung auch temporär oder situativ auftreten kann um dadurch zu erkennen, wie viele Menschen von einer Lösung profitieren können. Mehr zu Inclusive Design findet man unter https://www.microsoft.com/design/inclusive/.

Stream zum Nachschauen & UX Team-Support

Wenn du noch mehr erfahren möchtest – der Stream zum Nachschauen ist noch verfügbar

Bei weiteren Fragen rund um UX kannst du dich an das UX-Team bzw. direkt an mich – Claudia Oster– wenden.


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UX Vienna Community besucht TechTalk

Am 9. Juli 2019 ab 18:30 Uhr findet das 175. UX Vienna Evening Meetup bei uns im 16. Stock des Saturn-Tower statt. Geleitet von Claudia Oster wird es drei MiniTalks geben die sowohl vorbereitet sind, als auch spontan aufgekommene Themen vorstellen können. Fix ist schon ein Talk von unserer Kollegin Veronika Winter über die Integration von UX in einem Scrum of Scrum Team.

Danach ist noch Zeit für offene und vertiefende Diskussionen.

Die Anmeldung für das Event kann hier bei meetup.com durchgeführt werden. Sollten keine Plätze mehr verfügbar sein, gibt es über Claudia.Oster@techtalk.at noch Restplätze zu ergattern.

Wir freuen uns, die UX-Community erstmals in unseren Räumlichkeiten der DC Spaces begrüßen zu dürfen.

Accessibility: Erneuerungen des BITVs Tests und unsere Erfahrungen

Das Thema Accessibility, im Deutschen auch unter dem Begriff Barrierefreiheit bekannt, und deren Implementierung birgt einige Tücken und kann den Entwicklungsaufwand wesentlich beeinflussen. Je früher im Projekt man sich mit Prüfverfahren beschäftigt, desto eher kann man verhindern, dass bereits entwickelte Funktionen überarbeitet und angepasst werden müssen. Mein Name ist Veronika Winter und ich habe mich im Zuge eines Projekts intensiv mit Accessibility beschäftigt und möchte die Learnings aus unserem Team hier zusammenfassen und weitergeben.

Einführung Accessibility und BITV

Mittlerweile gehört Accessibility sowie der BITV Test zu den Standards, mit denen wir uns als UX Team bei TechTalk immer wieder intensiv beschäftigen. Die seit März veröffentlichten Neuerungen des BITV Tests bieten viel neuen Stoff.

Die Barrierefreiheit sorgt dafür, dass alle Menschen eine Webseite, eine Applikation oder auch ein PDF benutzen und verstehen können, unabhängig von Sprache, Kultur, physischen und kognitiven Fähigkeiten. Deshalb wurde 1999 die Web Accessibility Initiative (WAI) gegründet, welche mit den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) eine internationale standardisierte Richtlinie geschaffen hat.

Dieser Standard macht Inhalte für Menschen mit Behinderungen wie Blindheit, Sehschwäche, Taubheit oder Hörverlust, eingeschränkte Bewegungsfähigkeit, Sprachbehinderungen oder Kombinationen davon, leichter zugänglich. Auch punktuelle Einschränkungen die jedem widerfahren können, werden innerhalb der Richtlinien berücksichtigt. Stellen Sie sich vor: Die Sonne blendet, am Bildschirm wirken sich Kontrastprobleme aus und wir können Texte mit schwachem Kontrast zum Hintergrund nicht mehr lesen.

Die BITV (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung) basiert auf den Vorgaben der WCAG und ist ein Verfahren für eine umfassende Prüfung der Barrierefreiheit. Sie ist bereits seit 2004 veröffentlicht und entwickelt sich immer weiter. Aktuell umfasst sie 60 Prüfschritte, welche vollständig offengelegt sind. Dadurch kann man diese Prüfschritte auch selbst überprüfen und sich so ein eigenes Bild von der Barrierefreiheit seiner Seite schaffen.

Zusammenfassung der Neuerungen 2019

Anfang 2019 wurden die Prüfschritte bereits zum 8. Mal angepasst und Mitte März 2019 mit diversen Erneuerungen veröffentlicht.

Eine der wichtigsten Erneuerungen ist die Anpassung des Prüfverfahrens und die Bewertung der Prüfschritte. Weiters wurden zwölf neue Prüfschritte ergänzt, die auch einen Fokus auf responsive Webseiten und die mobile Benutzung setzen. Die Gewichtung der einzelnen Prüfschritte hat sich ebenfalls geändert. Auch wenn man nicht das Ziel hat, eine Webseite zertifizieren zu lassen, sollte man während der Entwicklung zumindest die Prüfschritte mit einer hohen Gewichtung berücksichtigen, da diese für alle BenutzerInnen einer Webseite unterstützend wirken. Der Artikel zur offiziellen Erklärung befindet sich auf der BITV Webseite.

Ein BITV Test wurde beispielsweise im Projekt „AMS Berlin“ durchgeführt. In dem verlinken Praxisbericht wird unter anderem die User Experience des Produkts sowie der BITV-Test beschrieben.

Details zu den Erneuerungen

Erreichen des BITV Tests

Um ein positives Prüfergebnis zu erhalten, muss eine Liste an Erfolgskriterien durchgeführt werden, die sich in 60 Prüfschritte unterteilt. Jeder Prüfschritt hat denselben Aufbau: „Was wird geprüft?“, „Warum“ und „Wie wird geprüft?“. Das heißt, wie die Prüfung durchgeführt wird, welchen Browser man öffnen soll, welche Einstellungen (zB Bildschirmgröße, Textgröße,..) man setzen soll, usw.

Bis 2019 gab es eine Punktebewertung jedes einzelnen Prüfschritts, bei der man die Anzahl der erreichten Punkte zusammenrechnet. Insgesamt sind 100 Punkten möglich. Bei 90 von 100 Punkten konnte man eine „gut zugängliche Webseite“ und bei 95 von 100 Punkte eine „sehr gut zugängliche Webseite“ erreichen.

Diese Punktebewertung wurde abgeschafft, jetzt müssen alle Prüfschritte mit „erfüllt“ oder „eher erfüllt“ bewertet werden.

Auswirkung auf das Projekt:

  • Jeder einzelne Prüfschritt ist wichtig und muss erfüllt werden. (Es werden nur vorhandene Elemente geprüft, die anderen werden als „nicht relevant“ markiert.)
  • Es muss für jeden relevanten Prüfschritt eine (technische) Lösung gefunden werden.
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Gewichtung

Grundsätzlich gibt es eine Unterscheidung der Prüfschritte auf der Ebene der Gewichtung, so wird zwischen hohem, mittlerem und geringem Gewicht unterschieden. Einige Prüfschritte wurden auch in ihrer Gewichtung geändert. An sich hat eine Gewichtung keinen direkten Einfluss auf das Ergebnis, trotzdem erkennt man, wie wichtig und bedeutsam der Prüfschritt für die Barrierefreiheit und Benutzung einer Webseite ist.

Prüfschritt „Text auf 200% vergrößerbar“

Zum Beispiel wurde das Gewicht des Prüfschritts „Text auf 200% vergrößerbar“ von mittel auf hoch geändert. Bei diesem Prüfschritt geht es darum, dass trotz der Vergrößerung des Texts jedes Wort komplett sichtbar und lesbar ist, es soll keine Überlappungen geben oder Text abgekürzt werden. Das heißt, wenn innerhalb eines Buttons nur „Absen…“ statt „Absenden“ angezeigt wird, wird dies als negativ bewertet.


Änderungen der Schriftgröße von 100% auf 200% mittels dem Textzoom in Firefox

Ziel ist es, dass trotz einer Vergrößerung des Textes oder einer generell großen Schriftgröße, die Webseite dies unterstützt und der Text vollständig lesbar ist, zum Beispiel indem sich das Layout dynamisch anpasst. Viele BenutzerInnen verwenden standardmäßig bereits eine größere Schriftgröße, deshalb ist dieser Prüfschritt sehr wichtig. Auch kann dieser Prüfschritt auf dem Smartphone nachgestellt werden, dadurch wird die Schriftgröße in den Einstellungen des Smartphones geändert.

Wie sich ein Textzoom von 200% auf die Lesbarkeit auswirkt, anhand des Beispiels orf.at [Datum des Screenshots: 8. April 2019]

Prüfschritt „Hauptsprache angegeben“

Weiters wurde das Gewicht des Prüfschritts „Hauptsprache angegeben“ von gering auf mittel erhöht. Es geht darum, dass der Screenreader den Text der Webseite in der richtigen Sprache ausspricht. Mittels der Verwendung des lang-Attributs wird die Sprache definiert.

Ziel ist es, dass die Sprachausgabe des Screenreaders richtig verwendet werden kann und der Text in der richtigen Sprache vorgelesen wird. Wenn die Sprache nicht (richtig) definiert wurde, klingt dies so wie es auf diesem Youtube-Video, nämlich schwer verständlich.

12 neue Prüfschritte

Zwölf neue Prüfschritte wurden ergänzt, die die zusätzlichen Anforderungen der WCAG 2.1 vervollständigen. Das Ziel ist es, die Barrierefreiheit für die folgenden drei Zielgruppen zu optimieren:

  • BenutzerInnen mit kognitiven Schwächen oder Lernbehinderungen
  • BenutzerInnen mit Sehbehinderungen
  • BenutzerInnen mit einer Beeinträchtigung auf mobilen Endgeräten (Smartphone und Tablet)

Um einen kleinen Einblick zu geben, möchte ich ein paar Prüfschritte und deren Bedeutung genauer erklären. Eine vollständige Liste befindet sich hier.

Prüfschritt „Textabstände anpassbar“

Der Prüfschritt „Textabstände anpassbar“ zielt auf die Lesbarkeit von Text ab. Mittels einem Javascript- Bookmarklets, von BITV zur Verfügung gestellt, kann dieser Prüfschritt sehr einfach getestet werden. Obwohl die Abstände der Buchstaben oder der Wörter an sich geändert werden können, soll jedes Wort komplett sichtbar und lesbar sein, um ein Abschneiden des Textes zu verhindern.


Simuliertes Text Spacing mittels dem Javascript Bookmarklet auf orf.at
[Datum des Screenshots: 8. April 2019]

Prüfschritt „Inhalte brechen um“

Der Prüfschritt „Inhalte brechen um“ zeigt Probleme mit der Zoomfunktion eines Browsers auf, die häufig von sehbehinderten BenutzerInnen verwendet wird. Die Anpassung des Inhalts soll dynamisch erfolgen und ein horizontaler Scrollbalken soll vermieden werden. Dadurch ist der Inhalt der Webseite auf einer Seite sichtbar und es wird nur in eine Richtung (nach oben oder nach unten) gescrollt. Dies stellt auch eine Vereinfachung der Benutzerführung dar.

Prüfschritt „Eingabefelder zu Nutzerdaten vermitteln den Zweck“

Ein besonderer Prüfschritt für mich ist „Eingabefelder zu Nutzerdaten vermitteln den Zweck“, denn dieser ist für alle BenutzerInnen ein interessantes Feature. Er zielt auf das Attribut <autocomplete> ab, das bereits auf vielen Webseiten in Verwendung ist. Es wird bei Formularfeldern verwendet, die persönliche Informationen enthalten. So kann durch das Ergänzen des <autocomplete> Attributs ein automatisches Vorausfüllen von Formularinhalten ausgelöst werden, zum Beispiel bei Vor-und Nachname, Adressdaten oder Kreditkarten-Daten. Dadurch wird die Eingabe von persönlichen Daten erleichtert bzw. teilweise sogar vom System abgenommen und Formulare können in weiterer Folge schneller ausgefüllt werden.

Fokus auf mobile Benutzung

Die folgenden drei neuen Prüfschritte zeigen die bedeutende Rolle der Benutzung von Mobiltelefonen im Accessiblity-Bereich.

Prüfschritt „Keine Beschränkung der Bildschirmausrichtung“

Dieser Prüfschritt zielt auf die Benutzung am Mobiltelefon ab und wird deshalb auch auf einem Smartphone getestet. So soll der Inhalt der Webseite in beiden Ausrichtungen (Hochformat und Querformat) richtig dargestellt werden und nutzbar sein. Auch ein Wechsel zwischen den beiden Ausrichtungen soll unbeschränkt möglich sein, sofern beide Ausrichtungen unterstützt werden.

Prüfschritt „Alternativen für Bewegungsaktivierung“

Dieser Prüfschritt unterstützt besonders Menschen mit motorischen Einschränkungen. Der Prüfschritt zielt drauf ab, dass es eine alternative Eingabemöglichkeit zu Bewegungseingaben geben muss. Unter Bewegungseingaben versteht man zum Beispiel, wenn ein Telefon physisch speziell bewegt werden muss, um eine Funktion zu aktivieren oder um eine Eingabe zu tätigen wie zum Beispiel dieses Video den Extremfall „Kalibrieren des Kompasses“ darstellt.

Prüfschritt „Alternativen für komplexe Zeiger-Gesten“

Ein weiterer Prüfschritt, der mittels Smartphone getestet wird, ist „Alternativen für komplexe Zeiger-Gesten“. Unter Zeiger-Gesten versteht man Bewegungen, die mit einem oder zwei Fingern auf dem Smartphone gemacht werden, zum Beispiel das Streichen, das Ziehen, das Zoomen mittels zwei Fingern. Hier wird zwischen einfachen Gesten wie Tippen oder Doppeltippen und komplexen Zeiger-Gesten unterschieden. Für Menschen mit einer Einschränkung in der Bewegung sind die komplexen Zeiger-Gesten schwierig in ihrer Durchführung und sollten deshalb vermieden werden. In diesem Prüfschritt werden die verschiedenen Gesten ausprobiert, um zu sehen, ob diese innerhalb der Webseite verwendet werden. Falls dies der Fall ist, soll es eine alternative Eingabemöglichkeit mittels einfacher Zeiger-Gesten geben.

Conclusio

Die neuen Prüfschritte zeigen die besondere Vielfalt an Dingen und Funktionen, die überprüft werden. Bei der Prüfung der Accessibility handelt es sich nicht nur um Farbkontraste, richtige Verwendung von HTML-Tags und Tabreihenfolge, viel mehr Dinge stecken dahinter. Abschließend möchte ich noch die Werkzeugliste des BITV erwähnen, die mir im Durchführen der einzelnen Prüfschritte eine große Unterstützung war. Haben Sie Interesse mehr über Accessibility zu wissen oder ist Accessibility auch in einem Ihrer Projekte relevant, dann stehen unser UX Team und ich gerne für Fragen zur Verfügung!


“Sag feig” – Innovations-Workshop bei der Caritas Wien

Mitte Jänner hatte ich, Claudia Oster, die Gelegenheit bei der Innovation Challenge der Caritas Wien teilzunehmen. Aufgrund der bisherigen Zusammenarbeit im Bereich User Experience und Agile Coaching wurde ich als externe Expertin eingeladen teilzunehmen.

Da ich sowohl die Arbeit der Caritas sehr schätze als auch an der Art der Umsetzung eines Design Thinking Workshop im großen Kontext mit mehr als 120 Teilnehmern interessiert war, freute ich mich sehr auf 1,5 Tage kreative Arbeit mit vielen neuen, interessanten Begegnungen. Der Innovationsworkshop stand unter dem Motto „Das traut sich die Caritas nie“ und sollte dazu anregen möglichst innovative Ideen einzubringen.

120 Caritas MitarbeiterInnen und externe ExpertInnen fanden sich in der Ankerbrotfabrik ein um innovative Ideen zu erarbeiten

Begonnen haben die 1,5 Tage mit vier Stunden am späten Nachmittag, um einen Einblick in die Themenbereiche der Caritas sowie des Workshops zu erhalten, u.a. Leistbarer Wohnraum, Sozialer Zusammenhalt oder Soziale Teilhabe im Alter.

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Bereits am ersten Abend war es sehr beeindruckend zu sehen, welch bunte Mischung das Organisationsteam der Innovation Challenge in einen Raum zusammengebracht hat. Vom Leiter der Reinigungsfirma, über Freiwillige HelferInnen, MitarbeiterInnen in der Pflege bis hin zu Caritas-Externen aus verschiedenen Bereichen wie Bildung, Innovation oder IT war es ein bunt gemischtes Feld. Bereits in der ersten Vorstellungs- und Diskussionsrunde wurden die unterschiedlichen Aspekte und Blickwinkel sichtbar und man spürte sofort wie die Inspiration und der Austausch angefacht wurde.

Inspiration durch viel Know-How war allgegenwärtig, wie durch einen Mitarbeiter der Firma „No Isolation“ die mit ihren Produkten versuchen soziale Isolation zu verringern, z.B. mit Roboter für krebskranke Kinder, damit diese weiter am Unterricht teilnehmen können

Am Tag der Innovation Challenge wurden in Gruppen Herausforderungen in den Themenbereichen herausgearbeitet und mit Methoden des Design Thinking an innovativen Lösungen gearbeitet. Methoden wie Challenge Mapping, Persona Mapping, „Wie könnte man…?“-Problemfrage, Ideengenerierung und Idea Core Canvas kamen zum Einsatz.

Klassische Methoden des Design Thinking, wie eine Persona Map, kamen im kreativen Prozess zum Einsatz.

Es war wieder einmal sehr spannend zu sehen wie eine enorm multidisziplinäre Gruppe mit vielen unterschiedlichen Sichtweisen die Lösungsfindung positiv beeinflusst. Ich möchte mich für die Möglichkeit zur Teilnahme bedanken und bin gespannt welche Projekte im Rahmen der Caridee 2019 – dem Innovationsprogramm der Caritas – weiterverfolgt werden.


Wenn Sie Unterstützung bei der Durchführung eines Design Thinking Workshops oder der kreativen Ideenfindung brauchen, können Sie sich gerne direkt an mich wenden. Ich würde mich freuen Sie auf diesem kreativen Weg zu begleiten.

Einblicke in die nachhaltige UX Gestaltung

UX Night Vienna on November 26, 2018 at Impact Hub Vienna. © Christian Lendl

Zum dritten Mal fand am 26. November die UX Night Vienna statt. Entsprechend dem Motto „UX for a change“ gab es 3 Talks zum Thema „Nachhaltigkeit“:

 

Eveline Pupeter at UX Night Vienna on November 26, 2018 at Impact Hub Vienna. © Christian Lendl

Eveline Pupeter, CEO von Emporia, lieferte Einblicke in die Entwicklung von seniorenfreundlichen Handys. Das oberösterreichische Unternehmen Emporia hat es sich zur Aufgabe gemacht die Generation 50+ bei der Digitalisierung zu unterstützen. Es bietet neben seniorenfreundlichen Smartphones auch Smartphone-Schulungen an. Spannend war festzustellen, dass sie:

  • Ihre Kundensegmente nach Grad der Digitalisierung und nicht nach Alter einteilen.
  • Hilfsmittel einsetzen um ihren – durchwegs jungen – Entwicklern die Bedürfnisse der älteren Generationen näher zu bringen. Im Einsatz sind:
    • Spezielle Handschuhe, welche eine eingeschränkte Feinmotorik simulieren und
    • der Alterssimulationsanzug GERT.

Peter Knoblauch at UX Night Vienna on November 26, 2018 at Impact Hub Vienna. © Christian Lendl

Peter Knoblauch, Senior Lektor am Institut für Design der Angewandten, sprach über die Gebrauchstauglichkeit von Alltagsprodukten. Er erklärte anhand welcher Kriterien die

Lebensdauer von Alltagsprodukten gemessen werden kann. Meine take aways:

  • Es gibt ein Nachhaltigkeitssiegel für langlebige, reparaturfreundliche Produkte (ON Regel 192102).
  • Er untersuchte die Langlebigkeit von Waschmaschinen. Die User Interfaces verschiedener Waschmaschinen wurden hinsichtlich ihrer Gebrauchstauglichkeit verglichen. Selbst hochwertige Markenprodukte versagen bei der Usability des Interfaces.

UX Night Vienna on November 26, 2018 at Impact Hub Vienna. © Christian Lendl

Den Abschluss machte ein Beitrag über Participatory Design. Christopher Frauenberger (TU Wien) präsentierte eine Designstudie. In dieser hatten Forscher mit Kindern mit Autismus am Design von neuen Technologien zusammengearbeitet. Learnings:

  • Participatory Design ist nicht User Centered Design.
  • Beim Participatory Design ist der User ein Teil vom Team. Er produziert Inhalte und entscheidet mit.

Der Abend war unterhaltsam und regte zum Nachdenken an. Er war allerdings weniger praxisrelevant für User Experience Designer als derjenige im Vorjahr. Es bleibt noch zu sagen: Das kostenfreie Event war wieder bestens organisiert. Ein besonderer Dank dafür gebührt dem UX Vienna-Meetup Team – inklusive unserer Claudia ;). Ich danke Euch!

Responsive Webdesign – More than fitting stuff on screen

Im Oktober besuchte ich den Responsive Webdesign Workshop von Vitaly Friedman von Smashing Magazine.

Einer der wichtigsten Punkte die ich aus dem Workshop mitgenommen habe, war die Notwendigkeit der ganzheitlichen Betrachtung von responsive Webdesign. Um es mit einem Zitat zu sagen:

„Responsive Webdesign is more than fitting stuff on screens.“

Wenn eine neue Funktionalität geplant ist sollte diese zunächst hinsichtlich Auswirkungen zur Geschwindigkeit (Speed), dann hinsichtlich Zugänglichkeit (Access) und Skalierung (Scale), und schlussendlich hinsichtlich Gestaltung (Style) betrachtet werden.

Faktoren von Responsive Web Design

 

Geschwindigkeit

Um die Ladezeiten der Website auch für die Nutzung auf mobilen Geräten zu optimieren sollte ein „Performance Budget“ festgelegt werden und für jedes Feature überlegt werden, ob durch die neue Funktionalität das Budget noch eingehalten wird. Interessant zu betrachten sind hierbei Optimierungen zum Laden von Webfonts, Einsatz von Service Workers und Bildkompression.

Als Benchmark kann hier auch der SpeedIndex von WebpageTest herangezogen werden. Paul Irish, Google Chrome Developer Advocate, hat einen Zielwert von unter 1000 ausgegeben der schwer zu erreichen ist, aber z.B. von Seiten wie derstandard.at erreicht wird.

 

Accessbility

Friedman betonte die Wichtigkeit der Verwendung von nativen HTML Komponenten, da viele assistive Technologien darauf aufbauen. Viele Libraries unterstützen Accessibility nicht in dem Ausmaß wie notwendig, aber es gibt viele frei verfügbare Alternativen, z.B. der DatePicker von AirBnB oder der HTML5 Video Player von PayPal.

 

Skalierung

Der nächste Schritt nach Media Queries und Breakpoints ist das Fluid Scaling bzw. Fluid Typography. Mehr dazu ist im Artikel „Responsive And Fluid Typography With vh And vw Units“ im Smashing Magazine nachzulesen.

 

Style

Wichtige Tools um ein responsives Layout zu erstellen sind Flexbox und CSS Grid. Während Flexbox vor allem für eindimensionale Probleme (horizontales oder vertikales Stacking) eine gute Lösung ist, ermöglicht das CCS Grid eine flexible Positionierung von Elementen im zweidimensionalen Raum. Zu Verstehen wie die zwei Layout-Techniken funktionieren ist nicht ganz einfach – eventuell hilft dabei die spielerische Herangehensweise von Flexbox Froggy oder CSS Grid.


Brauchen Sie in Ihrem Projekt Unterstützung bei der Lösung von Aufgaben im Bereich der User Experience oder Responsive Website Design?

 

UX Night Vienna: Wie Runtastic, mySugr und BeeOne UX-Herausforderungen meistern

Nach der erfolgreichen Interaction16 redux Veranstaltung vergangenes Jahr organisierte ich als Teil des Teams vom Interaction Design Stammtisch dieses Jahr die UX Night Vienna 2017. Unter dem Motto „Am Beifahrersitz österreichischer Organisationen“ ging es dieses Jahr darum Einblick in österreichische Unternehmen und deren In-House UX-Abteilungen zu erhalten. Wie also kommt es zu der guten User Experience die viele Produkte erfolgreich macht?

Wir kontaktierten daher bekannte österreichische Firmen und konnten für diesen Abend Lesya von Runtastic, Matthias von mySugr sowie Konstantin und Stefanie von BeeOne (George) für diesen Abend gewinnen. In interessanten Vorträgen gab es sehr offene und konkrete Einblicke in deren Arbeitsweisen und Herausforderungen der verschiedenen Teams.

Lesya Präsentation

Lesya von Runtastic über Design Sprints

Vor allem der Trend zur Abkehr von eigenen Designteams hin zu interdisziplinären Teams in denen UX Design gemeinsam mit dem Entwicklungsteam zusammenarbeitet hat sich bei Runtastic und mySugr gezeigt. Runtastics Einsatz von Design Sprints vor allem für Neuentwicklungen und komplexe Funktionalitäten war sehr aufschlussreich. Matthias von mySugr wies darauf hin wie hilfreich es sein kann UX Designs physisch sichtbar zu machen.

Konstantin und Stefanie von BeeOne haben einen Einblick gegeben wie sie neue Features entwickeln und welche Herausforderungen es gibt. Vor allem interessant war es vor dem Hintergrund, dass ein bestehendes System abgelöst wird, dass von vielen Benutzern verwendet wird und deren Benutzer teilweise sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben – vom Einsteiger-Bankkunden mit wenigen Produkten bis hin zum Power-User.

 

Dank der Unterstützung von IBM Österreich/exc.io und TechTalk konnten dieses Jahr 80 Teilnehmer diese interessanten Vorträge verfolgen.

Teilnehmer bei Get-Together

Get-Together in gemütlicher Runde

Der große Andrang im Vorfeld und die positiven Rückmeldungen der Besucher zeigen uns, dass ein solches Format auf sehr großes Interesse stößt. Wir freuen uns schon auf eine Fortsetzung.

Weitere Eindrücke von der Veranstaltung gibt es auf Twitter. Die Fotos in diesem Beitrag sind von Wieland Kloimstein, weitere gibt es in einem Album auf Flickr zu sehen.