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Ein Design Thinking Training in Coronazeiten – “endlich” erlebte Innovation

Design Thinking als das Methodenset und Ansatz zur Unterstützung von Innovationsprozessen erhält eine immer breitere Aufmerksamkeit. Mitte Oktober besuchte ich das Design Thinking Foundation Training bei Ingrid und Peter Gerstbach. Ein Rezept für die Entwicklung innovativer, neuer Ideen teile ich mit Euch.

Meine Vorfreude auf den Termin war groß. Ich hatte lange auf den Präsenztermin gewartet. Wie sollte es 2020 anders sein, es waren Corona-Maßnahmen die ein Training vor Ort gemeinsam mit anderen über Monate hinaus verzögerten. Auch im Termin hatten wir den Babyelefanten (gelb – im Corporate Design) stets im Auge. Interdisziplinär war die Zusammensetzung.

Abbildung 1: Inspirierender Design Thinking Space über Wiens Dächern.

In diesem eintägigen Seminar konnte ich die vier Phasen des Design Thinkings unter professionelles Anleitung durchleben.

Abbildung 2: Die vier Phasen des Design Thinkings: einfühlen – definieren – Ideen generieren – experimentieren.

Am Anfang berichtete Peter über Ursprünge und Basis des Design Thinking. Auch um zu klären, wozu Design Thinking eigentlich genutzt werden kann:

  • Innovationen: Problemlösungen zu finden, die neu sind.
  • Kreativität mithilfe eines Prozesses abzurufen, anstatt zu warten, dass einen die Muse küsst.
  • Dennoch braucht es Vorgaben um etwas Neues zu entwickeln. Und da gilt es die optimale Balance zwischen folgendem zu finden:
    • 1. Wünschbarkeit: Was wünschen/brauchen Menschen eigentlich wirklich?
    • 2. Machbarkeit: Was ist technisch durchführbar/realisierbar?
    • 3. Wirtschaftlichkeit: Sind die Kosten geringer als der Nutzen der Idee/Erfindung?
Abbildung 3: Innovation braucht einen Rahmen – Balance zwischen Wünschbarkeit, Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit.

Vor allem für komplexe Probleme eignet sich Design Thinking – vor allem solche, wo es keine erkennbare Ursache-Wirkungsbeziehung gibt und viele Menschen involviert sind.

Geliefert wurde u. a. ein Rezept mit 4 Zutaten für neue Ideen:

  1. Interdisziplinäres Team: mit maximal 7 Leuten, nicht nur Experten.
  2. Flexibler Raum: Keine Raum einnehmenden/großen Tischen, wie wir es von Meetingräumen häufig kennen, verwenden. Sie stellen eine Barriere dar.
  3. Design Thinking Methoden Know How, statt Domänenwissen nötig.
  4. Ergebnisoffener Auftrag: Lösung kann entwickelt werden und wird nicht vom Auftraggeber vorgegeben.

Die wichtigsten Design Thinking Methoden sind dann an realen Aufgabenstellungen geübt worden. Dazu war jeder Teilnehmer Kunde mit einer Problemstellung. Eine Methode zur Ideengenerierung, die mir besonders hilfreich erschien, nennt sich „Kopfstand“.

Ideengenerierung mit Methode Kopfstand

Auf Basis von Wissen über den Benutzer und einer vorhandenen Problemstellung, können hiermit spielerisch Ideen gesammelt werden.
Exemplarisch meine Problemstellung: Wie kann Nora ihre Zeiterfassung effizienter gestalten, damit sie nicht mehr Zeit als nötig dafür aufwendet?

Vorgehen – 3 Schritte:

  1. Man sammelt zuerst möglichst viele Ideen, wie man die Situation verschlechtern könnte. Für meine Problemstellung waren das z. B. folgende Worse Case Szenarios:
    a. Nach jeder geleisteten Einheit die Zeit erfassen.
    b. Am Monatsende alles auf einmal erfassen.
    c. Notizblock – in dem ich mir die Zeiten notiere – wegschmeißen.
  2. Dann dreht man die Ideen ins Gegenteil um (siehe Sticky Notes auf der Abbildung)
    a. Fixe Zeit im Tagesablauf z.B. alle 4 Stunden.
    b. Vor dem letzten Meeting am Tag.
    c. Vordruck verwenden.
  3. Am Ende wird die beste Idee ausgewählt. Für mein Problem war das:
    Einen Vordruck verwenden (siehe rechts oben in der Abbildung).
Abbildung 4: Ideensammlung am Whiteboard (Kopfstand).

Experimentieren

Am Ende des Tages baute jeder einen Prototypen. Dazu ist auch das Vorhandensein von unterschiedlichstem Bastelmaterial von großem Vorteil.
Der für mich entwickelte Vordruck für die handschriftlichen Notizen zur Zeiterfassung, ist in der Abbildung darunter zu sehen. In der Mitte befindet sich ein Stempel (PlayMais) für die sich (täglich) wiederholenden Meetings. Stichwort: Daily Standup. Warum war ich nicht früher darauf gekommen? Jedenfalls konnte ich mir den Protoypen mit nach Hause nehmen und bin noch am Testen.

Abbildung 5: Prototyp – effiziente Zeiterfassung.

Fazit: Erlebte Innovation. Go for it!

Weiterführende Informationen zum Design Thinking:

  • Wer mehr von den beiden kreativen Design Thinkern aus dem Hause Gerstbach hören möchte, der/dem empfehle ich ihren Design Thinking Podcast.
  • Haben Sie komplexe Problemstellungen für die Sie eine nutzerorientierte Lösung suchen? Melden Sie sich gerne einfach unverbindlich bei mir, Nora Aumayr.

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WZG verstehen und umsetzen – Barrierefreiheit in der öffentlichen Verwaltung

Vergangenes Jahr wurde für die Barrierefreiheit in der öffentlichen Verwaltung wieder ein wichtiger Schritt gemacht – das Web-Zugänglichkeits-Gesetz (kurz: WZG) wurde im Juli 2019 in Österreich verabschiedet. 

Ähnlich der BIT-Verordnung in Deutschland wurde nun eine verpflichtende Regelung geschaffen, dass die Webseiten und mobilen Anwendungen des Bundes bzw. vom Bund finanzierten Einrichtungen die Anforderungen an die Barrierefreiheit erfüllen müssen und vor allem auch durch welche Aktivitäten dies gewährleistet werden soll. 

Anforderungen an die Barrierefreiheit laut WZG  

Im WZG verweisen die Anforderungen an die Barrierefreiheit vor allem auf die bereits länger festgelegten Richtlinien und damit gilt als Richtschnur die Erfüllung der Stufe AA der „Richtlinien für barrierefreie Webinhalte Web – WCAG 2.0“.  

In der Folgeabschätzung im Rahmen des Gesetzgebungsprozesses wurde davon ausgegangen, dass die Einführung des WZG keine zusätzlichen Kosten verursacht, da bereits seit 2004 mit dem E-Government-Gesetz behördliche Internetauftritte so zu gestalten sind, dass internationale Standards über die Web-Zugänglichkeit erfüllt werden. Aus meiner Sicht ist dies etwas zu kurz gegriffen, da nicht die volle Breite aller Angebot die Barrierefreiheit mit Stufe AA bisher berücksichtigt hat bzw. nun explizit auf mobile Anwendungen mit eingeschlossen sind. 

Aufgaben im Zusammenhang mit der Web-Zugänglichkeit 

Neben der Sicherstellung der Barrierefreiheit an sich, ist auch festgelegt, welche Aufgaben im Zusammenhang mit der Web-Zugänglichkeit zu erfüllen sind. So sind unter anderem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Thema barrierefreien Zugang zu schulen und zu sensibilisieren.

Darüber hinaus muss eine Erklärung zur Barrierefreiheit im Internet veröffentlicht werden – vergleichbar etwa mit der Datenschutzerklärung. Mit dieser Erklärung wird unter anderem dargelegt inwiefern die Anforderungen zur Barrierefreiheit erfüllt werden und wie dies überprüft wurde. Auch kann dargelegt werden wieso Anforderungen nicht erfüllt wurden, wenn die Behebung eine unverhältnismäßige Belastung für die Einrichtung darstellen würde. 

Screenshot der Barrierefreiheitserklärung von oesterreich.gv.at  

Wissen im Bereich Barrierefreiheit 

Mit der Umsetzung von Anwendungen vor allem im öffentlichen Bereich setzt sich unser Team schon lange mit dem Thema Accessibility und Barrierefreiheit auseinander. Veronika Winter hat letztes Jahr zum Beispiel im Rahmen der Projektarbeit intensiv mit den aktuellen Anforderungen des BIT-V auseinandergesetzt.   

Auch im Bereich des Web-Zugänglichkeits-Gesetzes unterstützen wir gerne mit einer Statuserhebung mit konkreten Verbesserungsvorschlägen, einer individuellen Beratung oder Schulung.


Fragen Sie einfach unverbindlich bei Claudia Oster an.  


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Ein Design Thinking Methodenabend – Ausprobieren, Lernen, Reflektieren

Am 31. Oktober 2019 war ich das erste Mal beim Design Thinking Meetup. Insgesamt waren 19 TeilnehmerInnen, darunter die zwei Hosts Ingrid und Peter Gerstbach und drei MasterstudentInnen, die gleichzeitig die Moderation der Mini-Workshops machten.

Das Meetup war wie ein Barcamp aufgebaut. Dadurch war es uns auch als TeilnehmerInnen möglich, eigene Themen einzubringen. Innerhalb dieses Blogposts werde ich drei der ausprobierten Methoden aus dem Design Thinking genauer vorstellen.   

Das war unser Plan für den Abend.

Ein Interview, um in das Erzählen von Geschichten einzutauchen 

Zu Beginn gab es den Workshop „Empathisches Interview”. Ziel dieser Methode ist es, Leute dazu zu bringen, Geschichten zu erzählen und in ihre Bedürfnisebene einzutauchen. Fakten spielen hier keine Rolle. Bei dieser Art von Interview werden keine Fragen vorbereitet, es gestaltet sich eher wie ein gemeinsames Gespräch. Als Interviewer solltest du zwischen den Zeilen lesen und darauf die nächsten Fragen aufbauen können. Wir konnten diese Methode selbst ausprobieren indem wir uns in zwei Gruppen teilten und jeweils 5 Minuten ein Interview führten.  

Etwas schwierig war es für mich ausschließlich auf das Zuhören zu konzentrieren. In der abschließenden gemeinsamen Reflexion gab es folgende Ansichtspunkte zu der Methode “Empathisches Interview”:  

  • Diese Methode erlaubt es schnell auf einer anderen Ebene zu wechseln
  • Wie schaffe ich es als Interviewer, dem Interviewee emotionale Geschichten zu entlocken?
  • Voller Fokus auf Bedürfnisse und die Problemstellungen
  • Wie schaffe ich es als Interviewer, wenn schon potenzielle Produktideen aufkommen, das Gespräch wieder auf die Bedürfnisse und Anforderungen zu lenken, anstatt sich in ein „Konzept“ zu vertiefen?
  • Im Interview soll nicht gemeinsam an Lösungen gearbeitet werden
  • Wie kann man emotionale Geschichten hören? 
  • Was sind die Problemstellungen?  

Anschließend an das empathische Interview holt man aus jedem einzelnen Interview sogenannte “Insights” heraus. Jedes Insight schreibst du auf ein Post-it und fasst es in Cluster zusammen. Dadurch erhältst du eine gute Übersicht über die Bedürfnisse und Problemstellungen der interviewten Personen. 

Zwei Methoden aus der Ideenfindungsphase 

Die Design Thinking Methode „3-6-5“

Die nächsten zwei Methoden aus dem Design Thinking sind Teil der Ideenfindungsphase. Nach einem kurzen Icebreaker, um in eine kreative Stimmung zu kommen, begannen wir mit der Methode “6-3-5″. Viele weitere Icebreakers, inklusive Anleitung und Struktur, befinden sich auf der Icebreaker Activities Seite von Atlassian.

Die Zahl 6 steht für die Anzahl an Personen, die Zahl 3 steht für die Anzahl der Ideen pro Runde, und 5 steht für die Anzahl der Runden. Die Anzahl der Runden kann natürlich je nach Gruppengröße variieren. Durch diese Methode erhält man in kürzester Zeit viele Ideen, egal ob diese realistisch sind oder nicht. Dadurch wird diese Methode als quantitative Methode gewertet. Wichtig ist, dass man während der Übung Musik einschaltet, dadurch verhindert wird rationales Denken und erhält besonders kreative Ideen. Wie auf meinem Zettel zu sehen ist, hat dies bei uns sehr gut funktioniert.  

Hier sieht man das Ergebnis zum Thema “Wie entkomme ich dem nebeligen Wetter im Herbst”.

Nachdem die Runde abgeschlossen ist, markiert jede Person am eigenen Platz die zwei Lieblingspunkte, das sogenannte Dot-Voting. Pro Gruppe werden die Lieblingspunkte in einer Matrix kategorisiert. Eine ähnliche Methode ist die Crazy 8 Methode aus dem Google Designs Sprint

Hier sieht man unser Ergebnis zum Thema “Wie entkomme ich dem nebeligen Wetter im Herbst”.

Die Design Thinking Methode „Wortassoziationskette“

Zur Ideenfindungsphase haben wir danach die Wortassoziationskette zum Thema “Lebenslanges Lernen” ausprobiert. Bei dieser Methode schreibst du das Thema in die Mitte eines großen Flip Charts und alle Teilnehmer der Gruppe können gleichzeitig Wörter, die man mit dem Thema assoziiert, rundherum schreiben. Diese Wörter können ähnlich wie eine Mind Map miteinander verbunden werden. Auch hier erhält man viele Ideen in kurzer Zeit. Ähnlich wie bei der Methode davor gibt es anschließend ein Dot-Voting, um die “besten Ideen” zu bestimmen bzw. die Ideen, mit denen man weiterarbeiten möchte. 

Hier sieht man unser Ergebnis zum Thema „Lebenslanges Lernen“.

Zum Abschluss etwas Aktivierendes

Zum Abschluss des Meetups haben wir noch das kurze Spiel “Telephone Charades” gespielt sowie eine kurze Blitzlicht-Abschlussreflexionen. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Mal! Es war ein wirklich lebendiger und lehrreicher Abend. 

Weiterführende Information zu Design Thinking:

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UX Meetup: UX in a Scrum of Scrum project | World Café

Bereits zum 175. Mal fand das UXVienna Meetup statt. Diesmal war die Meetup-Gruppe bei uns in der TechTalk zu Besuch, rund 60 UX ExpertInnen waren da. Die UXVienna Meetup Gruppe hat über als 2600 Mitglieder und trifft sich monatlich zu einem Abend-Meetup sowie einem Frühstück. Seit kurzem veranstaltet das Meetup auch den UX Bookclub.

Ziel dieses Meetups ist der Erfahrungsaustausch sowie das Networking innerhalb der UX Community in Wien, deshalb standen auch bei uns diese beiden Dinge an oberster Stelle.

Claudia Oster führte durch den Abend und stellt TechTalk als Unternehmen, unser Vorgehensmodell sowie unser UX-Team und die Aufgaben einer UX DesignerIn in der TechTalk vor.

Die Aufmerksamkeit der UX Community ist bei Claudia Oster. Sie erklärt gerade die UX Methoden und deren Einsatzgebiete im Entwicklungsprozess.

Minitalk “Integration of UX in a Scrum of Scrum project – Tools and Learnings”

Anschließend teile ich meine Erlebnisse zum Thema UX in einem Scrum of Scrum Setting, also mit mehreren Scrum Teams, welche an einer Applikation arbeiten mit “Integration of UX in a Scrum of Scrum project – Tools and Learnings”. Innerhalb von nur wenigen Monaten ist das UX Team in diesem Projekt von einer Person auf vier Personen gewachsen. Dieses schnelle Wachstum ist verbunden mit unterschiedlichen Herausforderungen, die auch wir bewältigen müssen:

  • Plötzlich mehr Gesprächs- und Koordinationsbedarf
  • Teams mit unterschiedlichem Fokus
  • Unterschiedliche Requirements und Arten zu arbeiten
  • Konsistenz von Style und Layout von vier Scrum Teams zu gewähren

Durch diese Herausforderungen haben wir an unserer Arbeitsweise und Organisation gearbeitet und diese angepasst.  

Während meines Talks „Integration of UX in a Scrum of Scrum project – Tools and Learnings“

Der Talk entwickelte sich am Ende zu einer spannenden Frage-Antwort-Diskussion, wodurch ich zur Zusammenarbeit mit EntwicklerInnen sowie zu unserem UX Styleguide mehr in die Tiefe gehen konnte.

Anschließend wurde geschlemmt, wie bei einem Meetup in der TechTalk üblich gab es einige Familienpizzen sowie kleine Snacks.

Erfahrungsaustausch durch ein „World Café“

Nach ausgiebigem Networking während des Essens, setzen wir uns nochmal in kleineren Gruppen zusammen, um die Workshop-Methode “World Café” auszuprobieren. Bei einem World Café werden Kleingruppen gebildet, jede Gruppe spricht über ein unterschiedliches Thema, nach etwa 15 Minuten kann man die Gruppe wechseln und so kann man sich innerhalb kürzerer Zeit intensiv mit einem Thema beschäftigen oder eben zu unterschiedlichen Themen weiterbilden. Mehr zu dieser durchaus empfehlenswerten Workshop-Methode.

Die Gruppe „Design Thinking“ diskutiert über Vorteile und Nachteile von Design Thinking in der Praxis und deren Unterschiede zu anderen Methoden.

Die Themen wurden direkt von den TeilnehmerInnen aufgeworfen und während des Meetups gesammelt. Der Erfahrungsaustausch ist besonders spannend, da die Gruppe einerseits homogen ist (alle arbeiten im UX & UI Design Bereich), andererseits aber auch sehr heterogen ist, da alle einen unterschiedlichen Fokus, Firmen, Arbeitsweise, Erfahrungswerte und Expertenlevel haben. Es war eines der ersten Male, dass ich diese Methode in einer solchen Gruppe mitgemacht habe.

Jeder Tisch hat ein eigenes Thema:

  • Tisch #1: What to track to measure UX? / How argue the importance of UX to clients?
  • Tisch #2: How to handle scrum meeting remote? / User testing remotely – Tools, best practices
  • Tisch #3: Design Thinking in practice / How do you implement Design Thinking?
  • Tisch #4: Usability tests for end users if budget is low or very limited? / How to do good UX for a small budget?

Zu guter Letzt gab es für Interessierte noch eine Führung durchs Büro. Zielgruppenorientiert haben wir auch die UX Methoden, die wir während der Planung des neuen Büros durchgeführt haben, erklärt. Wir haben auch einen ausführlichen Blogpost zur Planung und dem Design des neuen Büros veröffentlicht.

 Um kein MeetUp bei TechTalk zu verpassen

Zu User Experience & Design Thinking gibt es bei TechTalk vielseitige Aktivitäten – diese fassen wir seit kurzem in einem Newsletter zusammen. Die Erstausgabe nachlesen.

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Erstausgabe: User Experience & Design Thinking Newsletter

Wir haben unser Newsletter Angebot erweitert. Zu User Experience & Design Thinking gibt es bei TechTalk vielseitige Aktivitäten – diese werden wir ab sofort in einem Newsletter zusammenfassen und Ihnen in unregelmäßigen Abständen zur Verfügung stellen. Die Erstausgabe können Sie in diesem Blogbeitrag nachlesen.

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Design Thinking in Aktion: Probleme verstehen & innovative Lösungen finden

Ob bei der Caritas oder für die HR Abteilung eines großen Unternehmens – Design Thinking hilft sowohl bei der Verbesserung von Prozessen als auch bei der innovativen Ideenfindung.

Im Jänner fand unter dem Motto „Sag feig – Das traut sich die Caritas nie“ der Innovationsworkshop der Caritas Wien statt und Claudia wirkte als Teilnehmerin mit – hier ihr Erfahrungsbericht.

Der erste Tag bei einem großen Unternehmen ist für neue MitarbeiterInnen ein Wichtiger und so wurde gemeinsam mit der HR-Abteilung und „jungen“ MitarbeiterInnen das Onboarding optimiert – im Bericht von Eugene lesen Sie mehr darüber.

BITV – Accessibility für Lösungen in Deutschland

Im Rahmen unserer Projektumsetzung ist die Barrierefreiheit (Accessibility) immer ein wichtiger Faktor. Für Projekte im öffentlichen Bereich in Deutschland, wie dem Projekt „Ordnungsamt Online“ in Berlin, ist die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) relevant. Veronika Winter, als Expertin in diesem Bereich, gibt in diesem Artikel einen näheren Einblick in die letzten Änderungen des BITV-Tests und resultierende Herausforderungen bei der Berücksichtigung der Anforderungen zur Barrierefreiheit.

Event-Nachlese: Start Me Up Monday “Why UX is key” & UXcamp Europe in Berlin

Beim “Start me up Monday” der FH Technikum Wien Anfang Mai präsentierten Veronika Winter und Claudia Oster die Schlüsselfaktoren für einen erfolgreichen UX Design-Prozess bei der individuellen Softwareentwicklung. Darüber hinaus gab es noch fünf weitere Vorträge zum Thema „Why UX is key“ – mehr Informationen und ein Link zur Streamaufzeichnung finden Sie in unserem Event-Rückblick.

Nora Aumayr und Veronika Winter besuchten Anfang Juni das UXCamp Europe in Berlin. TechTalk unterstützte den Event als Sponsor. Highlights dieser zweitägigen Konferenz finden Sie in der Event-Nachlese von Nora.

UX Vienna Meetup bei TechTalk

Am 9. Juli 2019 besucht das UX Vienna Meetup die TechTalk. Wir erwarten ein volles Haus in unseren DC Spaces mit 60 TeilnehmerInnen und spannende Vorträge u.a. von unserer Kollegin Veronika Winter zum Thema „Integration von UX in einem Scrum of Scrum Team“.

Sollten keine Plätze mehr verfügbar sein, wenden Sie sich an Claudia Oster für einen der begehrten Restplätze.

Das UX Team ist für Sie da

Von Erkennen der Nutzungsanforderungen und Ideenfindung mit Design Thinking über Prototyping bis hin zu pixel-perfect User Interface Design und Begleitung bei der Ausführung unterstützt das UX Team Projekte bei der erfolgreichen Umsetzung.

Benötigen Sie Unterstützung in einem der Bereiche oder der ganzheitlichen Begleitung in einem Projekt, dann schauen Sie sich auf unserer Webseite um oder wenden Sie sich unverbindlich an Claudia Oster.

10 Jahre UXcamp Europe in Berlin – eine Barcamp Dekade

Startete das UXcamp 2009 noch als erstes deutsches User Experience Barcamp, so hatte die Veranstaltung bereits im Folgejahr – aufgrund des großen Erfolges – eine internationale Ausrichtung. Mittlerweile ist die Veranstaltung zu einer Institution für europäische User Experience Professionals geworden.

Heuer war die Techtalk mit 2 Teilnehmerinnen beim UXcamp Europe vertreten und zum ersten Mal Sponsor des Events. Es stand dort netzwerken, diskutieren und Trends besprechen im Vordergrund. Mir fiel auf, wer einmal da war, kommt immer wieder: Teilnehmer, Sponsoren, Organisatoren und Alumni-Organisatoren.

Abbildung 1: Getümmel vor dem Session Board

Vorweg ein paar Fakten zur Veranstaltung:

  • Es fand 2-tägig am Pfingstwochenende statt
  • 101 Sessions wurden in 10 parallelen Tracks angeboten
  • 500+ TeilnehmerInnen
  • Ein ehrenamtlich arbeitendes Organisationsteam, Sponsoren und eine kostenlos zur Verfügung gestellte Lokation an der Humboldt Universität machen eine kostenfreie Teilnahme möglich.
  • Tickets sind innerhalb weniger Minuten vergriffen.
  • Heuer war Nachhaltigkeit angesagt: wiederverwendbare Kaffeebecher und Glasflaschen kamen zum Einsatz.

Folgende Learnings aus den Workshops konnte ich mitnehmen:

  • How to cluster sticky notes: Um tieferen Einsichten aus Notizen zu gewinnen, sind folgende Regeln hilfreich:
    • Notizen, die geclustert werden, sind aussagekräftiger, wenn sie genauer beschrieben sind (3-7 Wörter).
    • Sind die Notizen ausführlicher, dann entstehen häufig ganz andere Cluster, als mit kürzeren Notizen.
    • Gibt man den Clustern dann einen Gruppentitel, dann sollte dieser aus einer aufgestellten Hypothese/Behauptung bestehen und nicht nur aus einem Wort.

Mithilfe dieser Regeln entwickelte sich meine Arbeitsgruppe von einer recht sinnlosen Gruppierung (siehe Abbildung darunter)…

…hin zu einer aussagekräftigeren Gruppierung mit gehaltvoller Notizen (siehe Abbildung darunter). Thema der Übung waren Research-Ergebnisse für ein nachhaltiges Repair-Cafe.

  • (Rapid) paper prototyping: Nach etwas theoretischem Input, entwarfen wir in Kleingruppen einen Papierprototypen für den Bestellautomaten eines Eissalons und testeten ihn. Wir hatten dazu 30 Minuten Zeit. Es zeigt sich, diese – wohl günstigste – Variante eines frühen Prototyp zu testen, lässt sich im Handumdrehen durchführen. Learning: Just do it!

Am Ende der zwei Tage verließ ich das Event inspiriert durch Themen wie:

  • Voice assistents,
  • dark patterns, ethics in UX, sustainable UX,
  • getting UX into company and surviving as UX in larger companies.

Die breite Themenauswahl und der offene Umgang der UX-Community begeisterten mich.

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Design Thinking – Kreative Ideen zum Onboarding neuer Mitarbeiter

Vor kurzem hatte ich, Eugene Hofmannsrichter, die Möglichkeit, einen Design Thinking Workshop zu begleiten. Als UX Designer hatte ich schon einiges über dieses Thema gehört, jedoch noch nicht aktiv damit zu tun gehabt. Zumindest dachte ich das. Zur Vorbereitung habe ich mich nur kurz in dieses Thema eingelesen. Das Vorgehen auch in der Praxis sehen zu können war mir natürlich sehr willkommen, um das Thema für mich auch greifbarer zu machen.

Der Workshop wurde von Claudia Oster moderiert und hatte das Ziel, Ideen zu generieren, die das Onboarding neuer MitarbeiterInnen in einem großen Unternehmen am ersten Tag verbessern sollen.

Worum geht’s bei Design Thinking?

Design Thinking geht es darum, Personen mit verschiedenem Hintergrund (z.B. verschiedene Berufsfelder und Abteilungen eines Unternehmens) gemeinsam an der Lösung eines Problems arbeiten zu lassen. Dazu werden Methoden eingesetzt, bei denen die Menschen im Zentrum stehen, für die die Lösung entwickelt werden soll, mit all ihren Motivationen und Bedürfnissen. Im Laufe der einenhalb Tage wurde mir klar, dass mir das Thema Design Thinking doch gar nicht so fremd war, wie ich dachte. Die Methoden, die zum Einsatz kamen, waren mir teilweise schon bekannt, handelte es sich doch um UX Design Methoden wie „Journey Mapping“, „Empathy Mapping“ oder „Idea Canvas“. Durch die vielfältigen Sichtweisen der TeilnehmerInnen erhält man ein breites Spektrum an Ideen, die während der Ausarbeitung und Verfeinerung mehrere Feedbackzyklen durchlaufen.

Wer waren die TeilnehmerInnen?

Die TeilnehmerInnen wurden so ausgewählt, dass sie verschiedene Sichtweisen einbringen konnten. Sie kamen aus der HR-Abteilung und verschiedenen anderen Bereichen des Unternehmens. Manche waren selbst noch nicht lange angestellt und konnten sich noch sehr gut an ihren ersten Arbeitstag, ihre Eindrücke, Gedanken und Gefühle erinnern.

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Wie war der Workshop aufgebaut?

Begonnen wurde mit dem Aufteilen der TeilnehmerInnen in zwei Gruppen, die jeweils eine „Journey Map“ erstellt haben. Auf dieser wurden verschiedene Situationen rund um den ersten Arbeitstag festgehalten und nach einer Skala von „gut“ bis „nicht gut“ bewertet. Die Gruppen erstellten zwei Maps aus der Sicht der neuen MitarbeiterInnen  – also aus „Kundensicht“ – sowie aus der Sicht der HR-Abteilung. Bereits in diesem frühen Stadium konnten Dinge, die mit „nicht gut“ bewertet wurden identifiziert werden und regten schon zu Ideen zur Verbesserung an. Da die Ideen erst später ausgearbeitet wurden, haben wir diese nur kurz notiert, um sie nicht zu vergessen.

Von allen im Laufe des Tages gesammelten Ideen wurden durch sogenanntes Dot-Voting aller TeilnehmerInnen vier Ideen ausgewählt und als Prototypen ausgearbeitet. Dabei stand der Kreativität nichts im Wege  Es konnten Flipcharts, Plakate, Legosteine, SAP Scenes Figuren und sogenannte Idea-Canvas Poster verwendet werden.

Onboarding neuer Mitarbeiter mit Hilfe einer App und Events nach einem festgelegten Zeitplan

Für jede Idee wurden Challenges und Success Faktoren überlegt.

Die Neugestaltung des ersten Tages im Unternehmen als Welcome-Day

Am zweiten Tag wurden die Prototypen weiteren MitarbeiterInnen aus HR und Führungskräften vorgestellt, die ihr Feedback gaben. Dieses Feedback wurde verwendet, um den Ideen den letzten Schliff zu geben.

Am Ende war ich sehr beeindruckt vom Ergebnis, da die Ideen überhaupt nicht in Konkurrenz zueinander standen. Alle vier Ideen sind auch bei allen TeilnehmerInnen gut angekommen. Besonders toll fand ich, dass sie sich gegenseitig ergänzten und trotzdem unabhängig voneinander, in verschiedenen Zeiträumen und in mehreren Schritten sukzessive umgesetzt werden können. Alles in Allem ein großartiges Paket für den Einstieg und die erste Zeit der neuen MitarbeiterInnen.

Sehr schön zu sehen war auch, dass diese UX Design Methoden, die wir sonst anwenden, um Ideen zu Innovationen in der IT zu generieren, auch für Prozessverbesserungen angewendet werden können, die mit IT wenig bis nichts zu tun haben. Durch die Herangehensweise, erst Probleme zu identifizieren und dann an der Lösung der relevantesten zu arbeiten ist auf viele Bereiche umleg- und anwendbar.

Bei weiteren Fragen rund um Design Thinking oder UX kannst du dich an das UX-Team bzw. direkt an Claudia Oster wenden.


Event-Nachlese: Start Me Up Monday – Why User Experience is Key

Anfang Mai fand am FH Technikum Wien wieder der „Start me up Monday”  statt – diesmal zum Thema „Why User Experience is Key“. An diesem Abend gab es sechs Vorträge aus den unterschiedlichsten Bereichen und Anwendungsgebieten der User Experience. Ich möchte einen kurzen Einblick geben über die Inhalte unseres Vortrags und Highlights aus den anderen Vorträgen.

Individuelle Softwareentwicklung – Wo ist da Platz für UX?

Meine Kollegin Veronika Winter und ich – Claudia Oster – sprachen über die Rolle von UX in der individuellen Softwareentwicklung und welche Methoden wir einsetzen, um einen bestmöglichen Kosten-Nutzen-Effekt zu erzielen.

In unserem Vortrag präsentierten wir drei Schlüsselfaktoren, die aus unserer Sicht zu einer guten User Experience in der individuellen Softwareentwicklung beitragen:

  1. BenutzerInnen und deren Bedürfnisse: Schlüsselfaktor Nummer 1 sind natürlich die BenutzerInnen und das Verständnis, das für die Bedürfnisse und Anforderungen aufgebaut werden muss. Häufig wird in Projekten zu schnell auf die Lösung fokussiert, bevor das Problem überhaupt verstanden wird.
  2. Wireframes: Wireframes helfen uns frühes Feedback durch BenutzerInnen zu bekommen und sind eine wertvolle Abstimmungsgrundlage für das Projektteam.
  3. Enge Zusammenarbeit im agilen Team: UX DesignerInnen arbeiten als Teil des agilen Teams und durch fortlaufende Abstimmungen mit Product Owner und Entwicklungsteam wird die effiziente Berücksichtigung von UX im Projekt gewährleistet.
1: Wireframes zur Erarbeitung und Visualisierung des Prozesses

Jumio und der Fokus auf geringe kognitive Belastung

Martin Frühwirt ist in seinem Vortrag „Identitätsprüfung als Teil der User Journey“ vor allem darauf eingegangen, wie wichtig es ist im Rahmen der Weiterentwicklung des Designs folgenden Leitspruch zu berücksichtigen:

„Minimise cognitive load to maximise usability.” (NN Group)

D.h. bei der Gestaltung versuchen sie die Abläufe intuitiv zu gestalten und die BenutzerInnen bei der Durchführung Ihrer Aufgabe zu unterstützen. Als Beispiel nannte er das Upload-Limit für Fotos, das häufig bei Überschreitung einen Bruch in der Nutzung verursacht. Dadurch das die Anwendung selbstständig das Bild verkleinert, kann der Benutzer ungehindert weiterarbeiten.

2: Sketchnotes – Minimise cognitive load by Jumio

Microsoft & Inclusive Design

Janka Koen von Microsoft präsentierte nach einem Rückblick über die Geschichte von Microsoft Design auch das neue Konzept des Inclusive Design. Dabei geht es darum, dass alle Menschen in bestimmten Situationen in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind und alle Menschen davon profitieren, wenn man die Lösungen inklusiv gestaltet.

Anstelle von Personas kann man mit Persona Spectrum arbeiten, um zu erkennen wie eine Einschränkung auch temporär oder situativ auftreten kann um dadurch zu erkennen, wie viele Menschen von einer Lösung profitieren können. Mehr zu Inclusive Design findet man unter https://www.microsoft.com/design/inclusive/.

Stream zum Nachschauen & UX Team-Support

Wenn du noch mehr erfahren möchtest – der Stream zum Nachschauen ist noch verfügbar

Bei weiteren Fragen rund um UX kannst du dich an das UX-Team bzw. direkt an mich – Claudia Oster– wenden.


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UX Vienna Community besucht TechTalk

Am 9. Juli 2019 ab 18:30 Uhr findet das 175. UX Vienna Evening Meetup bei uns im 16. Stock des Saturn-Tower statt. Geleitet von Claudia Oster wird es drei MiniTalks geben die sowohl vorbereitet sind, als auch spontan aufgekommene Themen vorstellen können. Fix ist schon ein Talk von unserer Kollegin Veronika Winter über die Integration von UX in einem Scrum of Scrum Team.

Danach ist noch Zeit für offene und vertiefende Diskussionen.

Die Anmeldung für das Event kann hier bei meetup.com durchgeführt werden. Sollten keine Plätze mehr verfügbar sein, gibt es über Claudia.Oster@techtalk.at noch Restplätze zu ergattern.

Wir freuen uns, die UX-Community erstmals in unseren Räumlichkeiten der DC Spaces begrüßen zu dürfen.