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Devs bei TechTalk: Andreas Willich im Interview

In unserer Interview Serie “Get to know TechTalk” stellen wir TechTalk Mitarbeiter vor. Diesmal interviewen wir unseren langjährigen Senior Developer Andreas Willich. Er gibt uns einen Einblick wie Developer bei TechTalk arbeiten, sich organisieren und an welchen Projekten er gerade arbeitet.

Senior Developer Andreas Willich im Interview.

Was fasziniert Dich an der Softwareentwicklung?

Am Anfang war es die Möglichkeit ohne Werkzeuge und Materialien Dinge zu bauen. Wie basteln halt. Mittlerweile hat sich das geändert. Jetzt ist es mehr die Möglichkeit, Probleme mit Software zu lösen und Menschen das Leben dadurch zu erleichtern.

Mit welchen Methoden löst du Herausforderungen im Entwicklungsprozess und mit welchen Methoden arbeitest du bei TechTalk?

Bei der Umsetzung von Projekten arbeiten wir generell mit einem agilen Vorgehen. Ob das jetzt Scrum oder Kanban ist entscheidet das Projektteam selbst. Zusätzlich setzen wir Methoden wie Impact Mapping, Story Mapping und Spezification by Example ein, um mit dem Kunden die Anforderungen auszuarbeiten.

Beim Programmieren am Projekt versuche ich so viel und oft wie möglich TDD (Test Driven Development) einzusetzen. Ich wechsle also das Schreiben von automatisierten Tests und Implementierung immer ab bis alle Anforderungen umgesetzt sind.

Hast du ein Herzensprojekt bzw. ein Projekt, welches für dich persönlich ein großer Meilenstein war? 

Das Projekt, das mir am meisten am Herzen liegt, ist mein aktuelles. Ich arbeite mit 2 Kollegen an SpecFlow und SpecFlow+. SpecFlow ist ein Open-Source- Projekt, welches von TechTalk im Jahr 2009 gestartet wurde. Es ist ein BDD- Tool, das hilft aus lesbaren und verständlichen Spezifikationen automatisierte Tests zu erstellen. Seit Anfang 2017 wurde SpecFlow fast 3 Millionen mal heruntergeladen und mit SpecFlow+ haben wir Kunden in der ganzen Welt.

Kannst du uns einen kurzen Einblick in deinen täglichen Arbeitstag geben?

Ich komme zwischen 8:30 und 9:00 ins Büro und checke als erstes meine Mails. Darunter sind meistens Mails von SpecFlow+ Kunden mit Support- Anfragen. Danach schaue ich, ob es neue Issues oder Forum- Beiträge von unseren Usern gibt. Meistens sind welche da und ich beantworte diese.

Danach setze ich meine Arbeit an SpecFlow & SpecFlow+ fort. Kurz vorm Mittagessen haben wir unsere Daily Standups. Dabei bespricht das ganze Team, was es am Vortag gemacht hat, was es als nächstes machen wird und ob es irgendwo gerade blockiert.

Nachdem Mittagessen setze ich meine Arbeit wieder fort bis ca. 17:00.

Was macht deiner Meinung nach einen guten Senior Developer aus?

Ein wichtiger Teil in unserer Arbeit ist das andauernde Lernen von neuen Techniken und Technologien. Einen guten Senior Developer zeichnet meiner Meinung nach aus, dass er sich andauernd fortbildet, um dieses Wissen wiederum an seine KollegInnen weiterzugeben.

Was machst du, wenn du nicht gerade an Projekten arbeitest?

Das Tolle an der TechTalk ist, dass wenn dich etwas interessiert oder man etwas machen möchte, das irgendwie etwas mit der Firma zu tun hat, man die Möglichkeit hat, das zu verfolgen. Ich z.B. engagiere mich in der Community und organisiere unterschiedliche Meetups (.NET Community Austria, F# Meetup Vienna, Vienna BDD Meetup). TechTalk unterstützt mich dabei, dass ich die Organisation während der Arbeit machen kann und es werden auch Räumlichkeiten, Getränke und Essen zur Verfügung gestellt.

 

Welche Lesetipps hast du, Blogs oder Bücher?

Blogs:

Bücher:

C# 7.0 in a Nutshell von Joseph Albahari & Ben Albahari erklärt alle C# Features, sehr gut wenn man eine Detailfrage nachschauen will oder sein C# auffrischen will.

 

 

TechTalk Stories – Onboarding neuer Mitarbeiter

In einem neuen Job zu beginnen, ist für beide Seiten eine interessante Erfahrung. Ob man als Mitarbeiter neu bei einem Unternehmen einsteigt oder als Consultant den ersten Tag bei einem neuen Kunden beginnt – immer gilt es, sich auf die neue Situation schnell einzustellen.

Besonders spannend ist die Herausforderung, wenn Berufseinsteiger ihre ersten Schritte in der Arbeitswelt machen.
Siehe dazu unsere TechTalk-Story über den Einstieg unserer zwei neuen Junior Software Entwickler.

Die erste Woche bei TechTalk

Jeder neue Mitarbeiter bei TechTalk bekommt einen Buddy zur Seite gestellt. Dieser hilft dem neuen Kollegen/der neuen Kollegin sich möglichst schnell in die Firma zu integrieren. Oft treten — trotz eines QuickStart-Guides, Team-Meetings, technischen Trainings und der Arbeit an konkreten Aufgaben — gerade in den ersten Tagen zusätzliche Fragen und Unklarheiten auf. Für diese ist der Buddy der erste Ansprechpartner.

Neben dem obligatorischen Rundgang durch das Büro und der Vorstellung bei allen TechTalkern, macht der Buddy das neue Teammitglied mit all den kleinen Usancen in Büro und Firma vertraut.

Willkommen Christoph und Manuel!

Auch heuer haben Anfang Februar wieder neue Kollegen als Junior Software Entwickler bei TechTalk begonnen.

Wir begrüßen Christoph Majcen und Manuel Juran, die wir am Ende ihrer ersten Woche gemeinsam mit ihren Buddys Markus Struggl und Andreas Willich vor die Kamera gebeten haben:

Interesse an einem neuen Job?

Wir sind laufend auf der Suche nach neuen Teammitgliedern. Um mehr über uns zu erfahren, besuchen Sie unsere Karriereseiten.

BerufseinsteigerInnen und StudentenInnen

Jedes Jahr gibt es die Möglichkeit, einen Tag lang die TechTalk kennenzulernen. Vielleicht ist das auch Dein 1st Day@TechTalk!

Heuer findet der 1st Day@TechTalk im Juni statt. Bei Interesse nimm bitte mit Ruth Bosek Kontakt auf. Sobald der genaue Termin festgesetzt ist, wirst du von uns informiert.

Erfahrene KollegenInnen

Sie haben schon Erfahrung gesammelt und möchten uns kennenlernen? Dann sollten wir ins Gespräch kommen. Wir aktualisieren laufend unsere aktuellen Job-Angebote oder Sie bewerben sich spontan direkt auf unserer Webseite.

UX bei TechTalk: Claudia Oster im Interview

In unserer Interview Serie “Get to know TechTalk” stellen wir TechTalk Mitarbeiter vor. Begonnen wird die Serie mit Claudia Oster, Teamlead bei TechTalk. Über UX, Usablity und Testing bei TechTalk.

Seit wann bist du bei TechTalk?

Seit 2008, und ich habe damals direkt nach dem Studium bei TechTalk begonnen. Ich war die erste Mitarbeiterin die sich dem Thema UX Vollzeit gewidmet hat. Seither hat sich das Thema als auch die Anforderung stark weiterentwickelt und ich leite heute ein UX Team von 5 Personen.

Wenn du sagst stark entwickelt – wie hat sich die Sichtbarkeit für das Thema UX verändert? Welchen Anteil daran hat das starke Aufkommen von Apps & Smartphones?

Generell machen wir mehr Business Anwendungen als Apps. Unsere Kunden sind oft nicht die Endanwender sondern die Business-Entscheider. Oft ist dort das Thema noch unterrepräsentiert. Aber durch die breite Akzeptanz von Smartphones und Marketplaces und dem Thema Barrierefreiheit ist UX auch beim Business-Kunden immer präsenter. Ich würde sagen dass seit etwa 3 Jahren auch der öffentlichkeitsnahe Bereich das Thema UX stärker in den Mittelpunkt rückt. Das bisheriges Credo war: Die Funktionalität muss stimmen und es soll billig sein. Faktoren wie Usability und User-Experience kamen zu kurz. Aber wer am Ende eine Software hat die nicht gut zu bedienen ist muss diese auch früher neu entwickeln. Bei Apps am Smartphone erfolgt das Feedback mehr oder weniger sofort über den Marketplace – zB mit schlechten Reviews. Bei Business-Anwendungen hat dieser Prozess einfach länger gedauert.

Wie haben sich die Anforderungen an einen UX Engineer verändert?

Als Usability Engineer muss man immer auf dem Laufenden bleiben. Es gibt ein ständiges Aufkommen von Paradigmen und Frameworks. Stark verändert haben sich die Anforderungen auch verschiedene Libraries
und Frameworks zu kennen. So ist es notwendig sich mit Frameworks wie Bootstrap oder Guidelines für Smartphone-OS auseinanderzusetzen. Zuerst sollte ein gutes Basisverständnis aufgebaut werden, später kann ich mich auf Plattformen oder Technologien spezialisieren.

Wiehat sich das UX Team bei TechTalk entwickelt?
Zu Beginn galt es herauszufinden wie wir UX auch im Vertrieb positionieren können: Können wir unseren Kunden klar machen dass ein Investment in UX langfristig die Zufriedenheit mit ihrer Software erhöht und einen wirtschaftlichen Nutzen hat? Am Beginn standen Schulungen für Entwickler, zuerst bei uns, später auch Workshops bei unseren Kunden. Nachdem die Entwickler geschult waren haben wir auch das interne UX Team aufgebaut.

Wie groß ist das UX Team?

Also gesamt leite ich ein Team von 9 Personen, davon sind 5 Personen UX Engineers, die aber auch die Rolle des Software Testers übernehmen – das lässt sich gut kombinieren. Im Team ist auch eine Grafikerin.

Wie arbeitet das UX Team mit dem restlichen TechTalk Team zusammen?

Bei größeren Projekten ist jemand aus dem UX Team von Beginn an dabei, also schon bei der Angebotsphase. Wir wollen von Beginn an zeigen dass wir die Domäne verstehen.  Wir unterstützen das Projekt von der
Anforderungsanalyse mit Mockups bis zum finalen Testing auch mit Benutzern vor Ort.

Welches Tool verwendet ihr für die Erstellung von Wireframes?

Begonnen habe ich mit Axure. Ein ziemlich mächtiges Tool, aber viele der Funktionen haben wir zu selten verwendet. Deswegen verwenden wir jetzt Balsamiq, das ist leichtgewichter und einfacher zu bedienen. Auch Projektmanager können Balsamiq verwenden ohne sich langwierig einarbeiten zu müssen.

Die Tools haben sich stark verändert, oder?

Ja, da hat sich einiges getan. Zwei große Vorteile bringen diese Tools mit sich. Erstens: Schnell auf  Fehler im Rahmen der Konzeption stoßen, also Dinge entdecken die einfach nicht mitgedacht wurden. Zweitens: Mit einem Mockup ist es leichter zu diskutieren als eine textliche Beschreibung eines User Interface.

Du bist Teil der UX Community in Österreich, wie hat sich diese entwickelt?

Es wurde auch ein Verein, nämlich UXpro Austria, gegründet, der nun Veranstalter des UXCamp ist, dass diesen Freitag stattfindet auftritt. Ziel ist es Wirtschaft und Usability stärker zusammenzubringen, die
Aufmerksamkeit für das Thema zu heben um damit auch mehr Projekte und Jobs für die UX Community zu schaffen.

Die UXMeetups möchte ich auch empfehlen.

Kann ich das UX Camp als Projektmanager auch besuchen?

Ja klar! Die Vorträge sind für ein breites Publikum vorbereitet.

Wirst du am UXCamp vortragen, wenn ja über was?

Wahrscheinlich über ein großes Projekt dass wir als TechTalk in Berlin gerade umsetzen Dabei haben wir viel Erfahrung gesammelt, vor allem im Bereich Nutzungskontextanalyse mit Interviews vor Ort, Endbenutzertests und Barrierefreiheit. Das Wissen möchte ich in meinem Vortrag weitergeben.

Wenn jemand beruflich als UX Engineer tätig werden will, welche Ausbildung empfiehlst du?

Ich selbst hab den Masterstudiengang Digitale Medien mit Schwerpunkt Interactive Media an der FH Hagenberg studiert. Wir haben bei uns im Team auch viele Absolventen der FH Technikum Wien. In allen
Studiengängen mit Informatik, Multimedia, Digital Media etc. gibt es immer auch Spezialisierungen zu Usability und User Experience, wichtig ist einfach sich selbst mit dem Thema auseinandersetzen. Das
Studium kann nur die Grundlagen transportieren.

Welche Lesetipps hast du, Blogs oder Bücher?

Kurz und interessant:

Wer in das Thema eintauchen will sollte auch in die Community eintauchen. zB auf Interactiondesign.at oder das UXCamp besuchen.

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