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Accessibility Testing – Das Web-Zugänglichkeits-Gesetz und seine Folgen für Unternehmen

Barrierefreiheit und „Design for All ist ein Thema, welches immer mehr an Relevanz gewinnt und heute zur digitalen Strategie eines jeden Unternehmens gehört. Die rechtliche Umsetzung von inklusivem Webdesign für Webseiten und Apps war lange Zeit nicht geregelt, durch das Inkrafttreten des neuen Web-Zugänglichkeits-Gesetz (WZG) ist die barrierefreie Gestaltung von Webseiten und mobilen Anwendungen jedoch zur gesetzlichen Verpflichtung geworden.

Unternehmen die eigene Webseiten betreiben oder Apps anbieten sind nun gefragt, diese einem Accessibility Test zu unterziehen und nötige Anpassungen vorzunehmen. Auf welche Art und Weise der Accessibility Test durchgeführt werden kann, welche Aspekte hierbei zu beachten sind und wo Unternehmen Unterstützung bei der Durchführung erhalten stellen wir Ihnen im Folgenden übersichtlich dar.

Accessibility Review & Web-Zugänglichkeits-Gesetz

Österreichische Unternehmen müssen als Konsequenz auf das Inkrafttreten des Web-Zugänglichkeits-Gesetz (WZG) ein Zertifikat erwerben, welches bestätigt, dass ihre Webseite oder App barrierefrei ist. Vorab können Unternehmen anhand einiger Faktoren einen Selbsttest durchführen und anhand der neuen Kriterien definieren welche Anpassungen nötig sind, oder alternativ über einen Experten wie TechTalk einen solchen Test durchführen lassen. 

TechTalk ist Experte für Accessibility und das Testen von Accessibility in Apps und auf Webseiten. Wir unterstützen Unternehmen bei der Durchführung von Accessibility Tests ihrer Webseiten und Apps. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf uns lassen Sie sich beraten.

Barrierefreiheit & Design – Web Accessibility in der Praxis

Inklusion und Barrierefreiheit spielen auch in der Wirtschaft sowie in der öffentlichen Verwaltung eine immer größere Bedeutung – nun hat auch der Gesetzgeber erkannt, dass Menschen mit Beeinträchtigungen in vielfacher Art und Weise Diskriminierung im Internet erleben.

Einen guten Einstieg in das Thema Accessibility Test erhalten Sie hier:

Das Betrachten von Inhalten in Apps und auf Webseiten kann für Menschen mit Beeinträchtigungen zu Komplikationen führen. Mit Hilfe einer Zumutbarkeitsprüfung können Unternehmen ermitteln, ob beim Betrachten einer Webseite oder App Barrieren bestehen und somit eine Diskriminierung vorliegt. Im Folgeschritt wird die Gestaltung der Seite unter die Lupe genommen und soweit wie möglich angepasst.

Eine 100% Anpassung mag nicht immer möglich sein. Ziel der Initiative ist es jedoch, dass möglichst viele Inhalte im Internet barrierefrei dargestellt werden und auf diese Weise zu mehr Inklusion von Menschen mit vermindertem Sehvermögen erreicht wird.

Web-Zugänglichkeits-Gesetz – Auswirkung auf Unternehmen

Gemäss des Web-Zugänglichkeits-Gesetzes müssen alle Webseiten des Bundes oder einer seiner Einrichtungen, die nach 23.9.2019 veröffentlicht wurden die im WZG aufgeführten Kriterien erfüllen. Für ältere Webseiten gilt die Frist 23.9.2020. Apps müssen die genannten Kriterien bis 23.6.2021 erfüllen.

Accessibility Testing in der Praxis – Unser Testbericht

Das TechTalk Team ist Experte in Sachen Accessibility Tests und testet sowohl Webseite als auch Apps anhand der durch das WZG festgelegten Kriterien. Welche Möglichkeiten Unternehmen haben um vorab einige der Kriterien zu testen haben wir anhand eines Tests einer App für Sie zusammengestellt.

Ziel hierbei war es den aktuellen Stand zur Barrierefreiheit der getesteten App festzustellen um im Anschluss gemeinsam mit den Entwicklern zu entscheiden, welche Verbesserungen mit höchster Priorität umgesetzt werden sollen.

Einige der gängigen Methoden zum Test der Barrierefreiheit sind bei einer Smartphone-App anders als bei einer Webseite nicht möglich – hierzu gehört die Nutzung eines Kontrast-Tools, oder die Entwicklertools des Browsers für einfachen Zugriff zum Programmcode.

Im Folgenden stellen wir vier verschiedene Ansätze zur Durchführung Accessibility Testings von Apps vor:

  • Kontrast-Check 
  • Screenreader-Check
  • Vergrößerung des Texts
  • Vergrößerung via Smartphone-Lupe

Mittels dieser vier Ansätze lässt sich bereits ein Großteil der WCAG-Guidelines (Web Content Accessibility Guidelines) abdecken und einen Einblick in die Barrierefreiheit der Smartphone-App bekommen. Die Ergebnisse zeigten dass die von uns getestete App nicht besonders gut an die Bedürfnisse von sehbehinderten Menschen angepasst ist.

Testmöglichkeiten im Überblick

Überprüfen der Lesbarkeit mit Kontrast-Check

Ebenso wie im Internet ist auch für die Nutzung von Smartphone Apps das Zusammenspiel von Farben bedeutsam für die Zugänglichkeit.

Ziel: Überprüfung des Kontrastes um sicherzustellen dass Menschen trotz einer Sehbehinderung oder einer Farbschwäche eine Applikation benutzen und verstehen können.
Zielgruppe: Menschen mit einer Sehschwäche oder einer Farbschwäche, wie zum Beispiel die Rot-Grün-Sehschwäche.
Kriterium: Die Applikation ist ohne Probleme bedienbar, Elemente unterscheiden sich nicht nur anhand von Farbe, sondern haben auch ein zusätzliches Unterscheidungsmerkmal (wie Icons oder Text).

Ein spezifisches tool um die Lesbarkeit von Inhalten in Smartphone Apps zu testen gibt es bisher nicht. Für unseren Test haben wir daher Screenshot erstellt und diese am PC bezüglich ihrer Lesbarkeit analysiert. Für das Testen von Webseiten im Browser empfehlen wir den Colour Contrast Analyser (CCA). Das Tool beinhaltet einen Farbpicker, zudem zeigt es an, welche WCAG Richtlinien der Kontrast der Webseite erfüllt.

Der Screenreader-Check

Der Test mit hilfe des Screenreader Checks nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch. Hierzu wurde der NVDA Screenreader verwendet, folgende Punkte wurden getestet:

  1. Fokus auf die Navigation
    1. Kann ich jeden Menüpunkt erreichen?
    2. Kann ich jeden Menüpunkt auch wieder verlassen / wechseln?
    3. Wo ist der Fokus beim Öffnen einer neuen Seite platziert?
    4. Ist der Wechsel einer Seite nachvollziehbar?
  2. Fokus auf die einzelnen Elemente (Buttons, Formularelemente, Einstiegspunkte, Links ..)
    1. Welcher Text wird beim Anklicken der einzelnen Elemente vorgelesen?
    2. Sind die Elemente verständlich beschrieben?
    3. Verstehe ich den Aufbau der Seite, ohne dass ich etwas sehe? 
  3. Fokus auf die “Führung” des Benutzers
    1. Ist verständlich, auf welcher Seite ich mich befinde? 
    2. Ist beschrieben, was ich auf der Seite “zu tun” habe?
    3. Ist verständlich, was ich zu tun habe wenn sich die Tastatur / die Kamera / ein Popup öffnet? 
    4. Kann ich die Tastatur / die Kamera / ein Popup / das Menü wieder verlassen?

Ein Beispiel aus der Praxis möchten wir genauer beschreiben:

Zur einfacheren Veranschaulichung haben wir den Homescreen nachgebaut.

Im Idealfall liest der Screenreader beim ersten Menüpunkt (siehe Wireframe „Torte Schalter“) vor. Bei der getesteten App liest der Screenreader, wenn der Fokus zum ersten Menüpunkt ”Torte” kommt, statt ”Torte Schalter” – ”Text Unterstrich 18 Schalter” vor. Durch den Begriff ”Schalter” erkennt der Benutzer des Screenreaders, dass es sich um einen Button handelt und dieser anklickbar ist. Durch die Wörter ”Text Unterstrich 18” erkennt er aber nicht um was es sich bei diesem Menüpunkt handelt. Als blinder Benutzer sieht man das Icon nicht, deshalb ist es hier unmöglich zu wissen, was passiert, wenn man auf den Button klickt und auf welche Seite man dann kommt.  Wenn man den Fokus nun auf den Menüpunkt ”Kaffee” setzt, hört man statt ”Kaffee Schalter” – ”Text Unterstrich 12 Schalter”. Dies geschieht mit allen Menüpunkten, was es unmöglich macht sich bewusst durch die App zu navigieren.

Ein weiteres Problem befindet sich auf der Schaltfläche links unten am Screen. Die Schaltfläche mit dem Icon und dem Text “Mehr Infos” wird vom Screenreader als “TBD” vorgelesen. Natürlich ist es damit auch nicht möglich zu wissen, was sich auf der Seite verbirgt, auf die man darauf navigiert.

Der Screenreader Test wurde sowohl am iPhone als auch am Android durchgeführt, in den Einstellungen des Smartphones kann man den Screenreader einschalten.

Vergrößerung des Texts

Eine weiteren Testoptionen ist die Veränderung des Textgröße in den Smartphone Einstellungen und die Analyse der Folgen bei der Nutzung der App.

Ziel: Sicherzustellen, dass sich die Schriftgröße dynamisch angepasst, wenn dies in den Einstellungen so eingestellt wurde.
Zielgruppe: Menschen mit einer Sehschwäche.
Kriterium: Unabhängig davon welche Schriftgröße eingestellt ist ist der Text ist lesbar und auch Schaltflächen und Tabellen werden dementsprechend angepasst. Die Textgröße passt sich nicht nur im Smartphone, sondern auch in der Applikation an und wird automatisch vergrößert.

In der getesteten Applikation was das Ergebnis ernüchternd, die Änderung der Schriftgröße hatte keine Auswirkung auf die getestete Applikation. Weder der Text der Menüpunkte noch der Text innerhalb der Applikation (z.B. im Impressum, Beschreibungstext) wurden vergrößert dargestellt. Stattdess einer dynamischen bzw. relativen Schriftgröße wurde eine fixe Schriftgröße verwendet wurde (wie px).

Vergrößerung via Smartphone-Lupe

Eine weitere Testoption ist die Vergrößerung mit der Smartphone Lupe.

Ziel: Sicherstellen, dass Menschen, welche die Smartphone-Lupe verwenden, deine Applikation benutzen können.
Zielgruppe: Menschen mit einer Sehschwäche.
Kriterium: Die Lupe ist wie gewohnt verwendbar und hat den gewünschten Effekt. Die Lupe lässt sich auch in der Applikation aktivieren und ist wie gewohnt bedienbar.

Bei der von uns getestete Smartphone-Applikation hat dies gut funktioniert.

Barrierefreiheit professionell testen und optimieren

Unternehmen die sich bisher noch wenig mit dem Thema Accessibility Testing und Barrierefreiheit von Webseiten und Apps auseinander gesetzt haben sind nun in der Pflicht, die im WZGs gelisteten Kriterien umzusetzen und ihre Webseiten und Apps dementsprechend zu aktualisieren.

Die von und beschriebenen Möglichkeiten eines vorab Tests bieten eine praktische Heranführung an das Thema Barrierefreiheit von Apps für sehbehinderte Menschen und helfen Unternehmen, Handlungsbedarf zu erkennen. Bei der gründlichen Analyse und der technischen Umsetzung von vorhandenen Defizienten helfen UX Experten und Web Designer, die über das nötige Know how verfügen.


Haben Sie Fragen?

Unser Team unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung des WZGs und hilft Ihnen Schritt-für-Schritt bei der Umsetzung. Kontaktieren Sie uns um ein unverbindliches Erstgespräch zu vereinbaren.

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Gamification, Mixed Reality, Barrierefreiheit: Die Trends und Highlights der German CHI Week

Vom 25. bis 29. Mai hat Veronika Winter von Techtalk an der German CHI Week teilgenommen und die virtuelle Konferenz genutzt, um neue UX Trends zu erforschen und einen Einblick in Tendenzen rund um das Thema Human-Computer-Interaction (HCI)  zu bekommen. Über ZOOM kamen Experten der User Experience (UX) Community zusammen und lernten in über 120 Präsentationen die Arbeit von Forschungseinrichtungen deutscher Universitäten kennen.

Bei der diesjährigen German CHI Week standen die Themenschwerpunkte Mixed Reality, Games and Gamification, CSCW and InfoVis (Cross-Device-Interaction and InfoVisualisations), Eye and Brain, Accessibility & Well-Being, Wearables, VR (Virtual Reality), Artificial Intelligence & Smart Home Data, Usable Security and Privacy, Input, Methodology, Automotive & Robots and At the Workplace auf dem Programm.

Highlights zu den unterschiedlichen Themenbereichen

Die präsentierten Inhalte stammen direkt aus der Forschung und bieten die Möglichkeit, Trends von Anfang an zu beobachten und auf dem neuesten Stand zu bleiben. Von den verschiedenen Vorträgen zu neuen Technologien und zukünftigen Entwicklungen haben wir daher viel mitnehmen können und sind gespannt, wie diese sich in den nächsten Jahren positionieren werden und welche Themen sich durchsetzen.

Forschungsarbeiten aus dem Bereich “Games und Gamification”

Im Bereich “Games und Gamification” gibt es viele vielversprechende Forschungsprojekte:

  • Eine der Präsentationen hat sich mit verschiedenen Aspekten von Social Interaction und Social Anxiety in Spielen auseinandergesetzt und eine Methode entwickelt um toxisches und schädliches Verhaltens von Spielern in Online-Spielen zu erkennen.
  • Normalerweise werden Gamification Elemente vom Development-Team ausgesucht. In einem der vorgestellten Forschungsprojekte konnten die User einer Anwendung ein eigenes Gamification-Konzept auswählen. Auf diese Weise wurde getestet, welches Konzept die höchste User Motivation hervorbringt.

Forschungsarbeiten aus dem Bereich “Barrierefreiheit”

Die Themen Barrierefreiheit und Accessibility werden in der Zukunft mehr Aufmerksamkeit erhalten. Hierzu wurden verschiedene Benutzerstudien präsentiert, welche speziell mit älteren Menschen durchgeführt wurden. Besonders Projekte in den Bereichen Mobilität, Coaching und physikalisches Training von älteren Menschen standen dieses Jahr mehrfach im Fokus der Veranstaltung. Einige spannenden Projekte haben uns besonders beeindruckt:

  • Ein besonders innovatives Team hat zum Beispiel ein Prototyp präsentiert, der den typischen Blindenstock mit Virtual Reality kombiniert
  • Ein weiteres Beispiel war ein Forschungsprojekt zum Thema Augmented Reality for Older Adults, welches das Thema Augmented Reality mit älteren Menschen in den Fokus stellt und untersucht, ob die Zielgruppe mittels eines virtuellen Coaches besseres Balance-Training erleben können.

TechTalk hat zum Thema Barrierefreiheit für Webseiten und mobilen Anwendungen bereits in einem anderen Kontext berichtet.

Forschungsarbeiten aus dem Bereich “Cross-Device-Interaction and InfoVisualisations

Forschungsarbeiten aus dem Bereich “Mixed Reality”

Die Forschungsarbeiten im Bereich “Mixed reality” boten einen spannenden Einblick in den aktuellen Forschungsstand. Einige Projekte in diesem Bereich waren besonders interessant: Ein System namens Ambi plant arbeitet mit künstlichen Pflanzen die sich zu Musik, Spielen oder bei Filmen bewegen. Auch eine Forschungsarbeit mit Benutzerstudien zur Sicherheit von Fahrradfahrern im Straßenverkehr sowie ein Experiment zur Visualisierung von Objekten in einer neuen Umgebung welches AR glasses Hololense sowie 3D Modelle nutzt um Usern eine bessere Vorstellung zu ermöglicht boten neue Erkenntnisse.

Forschungsarbeiten aus dem Bereich “Wearables”

Ein weiterer Themenschwerpunkt waren Wearables, also tragbare Computertechnologien, wie zum Beispiel die Smart Watch. Hierzu gibt ein Forschungsprojekt zur Erhöhung der Bildschirmgröße einer Smart Watch, indem auch das Uhrband als Screen verwendet wird. Weitere Projekte gibt es zu den Themen Smart Textiles, also smarte Kleidungsstücke, welche mit Sensoren ausgestattet sind und zum Beispiel Druck und Verformung erfassen können.

Trends auf der Spur: 120 Sessions an fünf Tagen

Das Format der German CHI Week ermöglichte es, dass viele verschiedene Themen in kurzer Zeit behandelt werden konnten:

  • Programm von Montag bis Freitag je 17.00 – 19.00 CET
  • Täglich drei Sessions hintereinander, je 40 Minuten

Für jedes Paper wurden vorab von den Autoren aufgezeichnete Videopräsentationen von je 3 Minuten vorbereitet. Auf diese Weise erhielten die Teilnehmenden einen kurzen Überblick zum Thema und konnten dann direkt in die 20-minütige Podiumsdiskussion starten.

Videoaufnahmen der German CHI Week & UX Support

Alle Videoaufnahme der German CHI Week finden Sie auf Youtube, die Publikationen sind auf der Webseite des Veranstalters online.


Haben Sie weitere Fragen rund um UX?

Unser Team unterstützt Sie bei Ihren Herausforderungen im Bereich UX um sicherzustellen dass ihre AnwenderInnen zufriedene Benutzer werden.

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WZG verstehen und umsetzen – Barrierefreiheit in der öffentlichen Verwaltung

Vergangenes Jahr wurde für die Barrierefreiheit in der öffentlichen Verwaltung wieder ein wichtiger Schritt gemacht – das Web-Zugänglichkeits-Gesetz (kurz: WZG) wurde im Juli 2019 in Österreich verabschiedet. 

Ähnlich der BIT-Verordnung in Deutschland wurde nun eine verpflichtende Regelung geschaffen, dass die Webseiten und mobilen Anwendungen des Bundes bzw. vom Bund finanzierten Einrichtungen die Anforderungen an die Barrierefreiheit erfüllen müssen und vor allem auch durch welche Aktivitäten dies gewährleistet werden soll. 

Anforderungen an die Barrierefreiheit laut WZG  

Im WZG verweisen die Anforderungen an die Barrierefreiheit vor allem auf die bereits länger festgelegten Richtlinien und damit gilt als Richtschnur die Erfüllung der Stufe AA der „Richtlinien für barrierefreie Webinhalte Web – WCAG 2.0“.  

In der Folgeabschätzung im Rahmen des Gesetzgebungsprozesses wurde davon ausgegangen, dass die Einführung des WZG keine zusätzlichen Kosten verursacht, da bereits seit 2004 mit dem E-Government-Gesetz behördliche Internetauftritte so zu gestalten sind, dass internationale Standards über die Web-Zugänglichkeit erfüllt werden. Aus meiner Sicht ist dies etwas zu kurz gegriffen, da nicht die volle Breite aller Angebot die Barrierefreiheit mit Stufe AA bisher berücksichtigt hat bzw. nun explizit auf mobile Anwendungen mit eingeschlossen sind. 

Aufgaben im Zusammenhang mit der Web-Zugänglichkeit 

Neben der Sicherstellung der Barrierefreiheit an sich, ist auch festgelegt, welche Aufgaben im Zusammenhang mit der Web-Zugänglichkeit zu erfüllen sind. So sind unter anderem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Thema barrierefreien Zugang zu schulen und zu sensibilisieren.

Darüber hinaus muss eine Erklärung zur Barrierefreiheit im Internet veröffentlicht werden – vergleichbar etwa mit der Datenschutzerklärung. Mit dieser Erklärung wird unter anderem dargelegt inwiefern die Anforderungen zur Barrierefreiheit erfüllt werden und wie dies überprüft wurde. Auch kann dargelegt werden wieso Anforderungen nicht erfüllt wurden, wenn die Behebung eine unverhältnismäßige Belastung für die Einrichtung darstellen würde. 

Screenshot der Barrierefreiheitserklärung von oesterreich.gv.at  

Wissen im Bereich Barrierefreiheit 

Mit der Umsetzung von Anwendungen vor allem im öffentlichen Bereich setzt sich unser Team schon lange mit dem Thema Accessibility und Barrierefreiheit auseinander. Veronika Winter hat letztes Jahr zum Beispiel im Rahmen der Projektarbeit intensiv mit den aktuellen Anforderungen des BIT-V auseinandergesetzt.   

Auch im Bereich des Web-Zugänglichkeits-Gesetzes unterstützen wir gerne mit einer Statuserhebung mit konkreten Verbesserungsvorschlägen, einer individuellen Beratung oder Schulung.


Fragen Sie einfach unverbindlich bei Claudia Oster an.  


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Dein erster Eindruck zählt: Onboarding @ TechTalk

Wir freuen uns schon sehr auf Dein Kommen, deshalb ist es uns wichtig, dass Du Dich von Anfang an gut aufgenommen fühlst. Die ersten Tage im neuen Job sind geprägt von vielen neuen Gesichtern und jeder Menge Informationen.

Als neues Teammitglied senden wir Dir bereits vor Deinem ersten Arbeitstag ein Welcomepackage mit vielen netten Überraschungen zu. TechTalk gibt Dir dabei das Gefühl: Du bist bereits Teil unseres Teams! Am ersten Tag begrüßt Dich Dein persönlicher Buddy und stellt Dir Deine neuen Kolleginnen und Kollegen vor. Unsere „open door policy“ macht Dir die interne Kommunikation leicht.

Guter Kaffee wird bei TechTalk sehr geschätzt. Fun Fact: pro Jahr wird bei uns mehr als 205 kg Kaffee gemahlen.

Dein Feedback wird schon nach der ersten Woche von uns sehr geschätzt, dabei wird klar: Deine Meinung zählt! Die TechTalk Kultur, in der jeder sein Bestes gibt, wird Dir von Tag zu Tag bewusster. Dadurch ist es uns möglich gemeinsam Erfolge zu feiern! TechTalk bietet ein Arbeitsumfeld, in dem Wissensaustausch sowie gegenseitige Wertschätzung gelebt wird. Bringe Deine Ideen ein und entwickle sie im Team weiter.

Oft ist der neue Job ein neuer Lebensabschnitt, an den Du Dich lange zurückerinnerst – deshalb ist es uns umso wichtiger, dass Du auf Deine ersten Eindrücke als TechTalk Teammitglied positiv zurückblicken kannst.

Mehr Einblicke zum Arbeitsalltag bei TechTalk findest du hier:

Hier geht es zu den derzeitigen Job Ausschreibungen.

UX bei TechTalk: Claudia Oster im Interview

In unserer Interview Serie “Get to know TechTalk” stellen wir TechTalk Mitarbeiter vor. Begonnen wird die Serie mit Claudia Oster, Teamlead bei TechTalk. Über UX, Usablity und Testing bei TechTalk.

Seit wann bist du bei TechTalk?

Seit 2008, und ich habe damals direkt nach dem Studium bei TechTalk begonnen. Ich war die erste Mitarbeiterin die sich dem Thema UX Vollzeit gewidmet hat. Seither hat sich das Thema als auch die Anforderung stark weiterentwickelt und ich leite heute ein UX Team von 5 Personen.

Wenn du sagst stark entwickelt – wie hat sich die Sichtbarkeit für das Thema UX verändert? Welchen Anteil daran hat das starke Aufkommen von Apps & Smartphones?

Generell machen wir mehr Business Anwendungen als Apps. Unsere Kunden sind oft nicht die Endanwender sondern die Business-Entscheider. Oft ist dort das Thema noch unterrepräsentiert. Aber durch die breite Akzeptanz von Smartphones und Marketplaces und dem Thema Barrierefreiheit ist UX auch beim Business-Kunden immer präsenter. Ich würde sagen dass seit etwa 3 Jahren auch der öffentlichkeitsnahe Bereich das Thema UX stärker in den Mittelpunkt rückt. Das bisheriges Credo war: Die Funktionalität muss stimmen und es soll billig sein. Faktoren wie Usability und User-Experience kamen zu kurz. Aber wer am Ende eine Software hat die nicht gut zu bedienen ist muss diese auch früher neu entwickeln. Bei Apps am Smartphone erfolgt das Feedback mehr oder weniger sofort über den Marketplace – zB mit schlechten Reviews. Bei Business-Anwendungen hat dieser Prozess einfach länger gedauert.

Wie haben sich die Anforderungen an einen UX Engineer verändert?

Als Usability Engineer muss man immer auf dem Laufenden bleiben. Es gibt ein ständiges Aufkommen von Paradigmen und Frameworks. Stark verändert haben sich die Anforderungen auch verschiedene Libraries und Frameworks zu kennen. So ist es notwendig sich mit Frameworks wie Bootstrap oder Guidelines für Smartphone-OS auseinanderzusetzen. Zuerst sollte ein gutes Basisverständnis aufgebaut werden, später kann ich mich auf Plattformen oder Technologien spezialisieren.

Wie hat sich das UX Team bei TechTalk entwickelt?
Zu Beginn galt es herauszufinden wie wir UX auch im Vertrieb positionieren können: Können wir unseren Kunden klar machen dass ein Investment in UX langfristig die Zufriedenheit mit ihrer Software erhöht und einen wirtschaftlichen Nutzen hat? Am Beginn standen Schulungen für Entwickler, zuerst bei uns, später auch Workshops bei unseren Kunden. Nachdem die Entwickler geschult waren haben wir auch das interne UX Team aufgebaut.

Wie groß ist das UX Team?

Also gesamt leite ich ein Team von 9 Personen, davon sind 5 Personen UX Engineers, die aber auch die Rolle des Software Testers übernehmen – das lässt sich gut kombinieren. Im Team ist auch eine Grafikerin.

Wie arbeitet das UX Team mit dem restlichen TechTalk Team zusammen?

Bei größeren Projekten ist jemand aus dem UX Team von Beginn an dabei, also schon bei der Angebotsphase. Wir wollen von Beginn an zeigen dass wir die Domäne verstehen.  Wir unterstützen das Projekt von der Anforderungsanalyse mit Mockups bis zum finalen Testing auch mit Benutzern vor Ort.

Welches Tool verwendet ihr für die Erstellung von Wireframes?

Begonnen habe ich mit Axure. Ein ziemlich mächtiges Tool, aber viele der Funktionen haben wir zu selten verwendet. Deswegen verwenden wir jetzt Balsamiq, das ist leichter und einfacher zu bedienen. Auch Projektmanager können Balsamiq verwenden ohne sich langwierig einarbeiten zu müssen.

Die Tools haben sich stark verändert, oder?

Ja, da hat sich einiges getan. Zwei große Vorteile bringen diese Tools mit sich. Erstens: Schnell auf  Fehler im Rahmen der Konzeption stoßen, also Dinge entdecken die einfach nicht mitgedacht wurden. Zweitens: Mit einem Mockup ist es leichter zu diskutieren als eine textliche Beschreibung eines User Interface.

Du bist Teil der UX Community in Österreich, wie hat sich diese entwickelt?

Es wurde auch ein Verein, nämlich UXpro Austria, gegründet, der nun Veranstalter des UXCamp ist, dass diesen Freitag stattfindet auftritt. Ziel ist es Wirtschaft und Usability stärker zusammenzubringen, die Aufmerksamkeit für das Thema zu heben um damit auch mehr Projekte und Jobs für die UX Community zu schaffen.

Die UXMeetups möchte ich auch empfehlen.

Kann ich das UX Camp als Projektmanager auch besuchen?

Ja klar! Die Vorträge sind für ein breites Publikum vorbereitet.

Wirst du am UXCamp vortragen, wenn ja über was?

Wahrscheinlich über ein großes Projekt dass wir als TechTalk in Berlin gerade umsetzen Dabei haben wir viel Erfahrung gesammelt, vor allem im Bereich Nutzungskontextanalyse mit Interviews vor Ort, Endbenutzertests und Barrierefreiheit. Das Wissen möchte ich in meinem Vortrag weitergeben.

Wenn jemand beruflich als UX Engineer tätig werden will, welche Ausbildung empfiehlst du?

Ich selbst hab den Masterstudiengang Digitale Medien mit Schwerpunkt Interactive Media an der FH Hagenberg studiert. Wir haben bei uns im Team auch viele Absolventen der FH Technikum Wien. In allen Studiengängen mit Informatik, Multimedia, Digital Media etc. gibt es immer auch Spezialisierungen zu Usability und User Experience, wichtig ist einfach sich selbst mit dem Thema auseinandersetzen. Das Studium kann nur die Grundlagen transportieren.

Welche Lesetipps hast du, Blogs oder Bücher?

Kurz und interessant:

Wer in das Thema eintauchen will sollte auch in die Community eintauchen. zB auf Interactiondesign.at oder das UXCamp besuchen.

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