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Get to know TechTalk: Interview mit Senior Dev Michael Altmann

In unserer Interviewserie “Get to know TechTalk” stellen wir TechTalk Mitarbeitende vor. Diesmal verrät uns Senior Developer und Tech Lead Michael Altmann, der bereits seit 2013 bei TechTalk tätig ist, mit welchen Methoden er arbeitet, was die Rolle eines Tech Leads ausmacht und welche Herausforderungen es im Entwicklungsprozess gibt.

Was ist dein aktuelles Aufgabengebiet bei TechTalk?

An vier Tagen pro Woche arbeite ich als Tech Lead eines 7-köpfigen Developer Teams für einen Kunden aus dem öffentlichen Bereich. Freitags bin ich meist im TechTalk Büro. Dabei unterstütze ich unter anderem Teams und Developer innerhalb der TechTalk bei der Umsetzung von Projekten, führe Bewerbungsgespräche und trage durch die Organisation sowie Moderation von internen Formaten wie z.B. dem TechDiscuss zum Wissensaustausch bei.

Was macht die Rolle des Tech Leads aus und was gefällt dir besonders daran?

Ich finde die Rolle des Tech Leads sehr spannend und vor allem abwechslungsreich. Gemeinsam mit dem selbstorgansierten Team werden technische Lösungen entworfen und umgesetzt. In Zusammenarbeit mit Product Ownern sowie UX Designern bei der Anforderungserhebung ist man mit dem technischen Input auch am Produktdesign beteiligt. Die Rolle erfordert aber auch Leadership-Fähigkeiten. Die Skills jedes Teammitglieds müssen erkannt und Dynamiken im Team beobachtet werden. Nichtsdestotrotz muss auch Zeit zum Programmieren bleiben, damit die Beziehung zum Code nicht verloren geht.

Mit welchen Methoden löst du Herausforderungen im Entwicklungsprozess?

Als Tech Lead löse ich Herausforderungen an mehreren Fronten. Je nach Problem, Ziel und Team setze ich entweder eine spezifische oder eine Kombination aus mehreren Methoden ein, wobei ich darauf achte, dass mich die Methode im Daily-Doing unterstützt und nicht einschränkt. Dabei kommen immer agile Vorgehensweisen zum Einsatz, meistens Scrum, manchmal auch Kanban.

Darüber hinaus nutze ich bei komplexeren Domänen das Konzept des Domain Driven Designs. Das Ziel ist ein vereinfachtes Modell der Domäne, die das gesamte Team versteht, im Code abzubilden. Domain Driven Design lässt sich sehr gut mit Behavior Driven Development kombinieren, da beide eine gemeinsame Sprache zwischen Entwicklungsteam und Stakeholder als Ziel haben. Impact Mapping und Story Mapping sind ebenfalls Methoden, die ich regelmäßig verwende. Darüber hinaus ist Continuous Integration/Continuous Delivery wichtig, um in kurzen Zeitabständen das System in Betrieb zu setzen und Business Value liefern zu können. Wir experimentieren aber auch gerne mal und probieren unterschiedliche Methoden wie Event oder Story Storming aus.

In welchen Projekten hast du bei TechTalk bereits gearbeitet?

Zu Beginn meiner Karriere habe ich vor allem in In-House sowie Wartungsprojekten gearbeitet. Das waren eher kleine Teams, in denen ich meist mehrere Rollen übernommen habe, zum Beispiel die des Entwicklers und auch die des Product Owners. Besonders spannend war, in die verschiedenen Positionen hineinschnuppern zu können. Hierfür bin ich TechTalk sehr dankbar, dass so viel Vertrauen in mich gesetzt wurde. Mittlerweile bin ich hauptsächlich für Kundenprojekte zuständig. Beim aktuellen Kunden haben wir ein Scrum-of-Scrum Setup, welches aus 7 “cross functional teams” besteht.

Wie sieht dein Arbeitsumfeld aus?

Unabhängig vom Projekt ist es generell so, dass die TechTalk eine flache Hierarchie hat. Für mich bedeutet das, dass ich mich aktiv einbringen kann und so der Wissensaustausch unter Devs, UX Designern und Testern gefördert wird. Was ich zudem sehr schätze sind die netten Kolleginnen und Kollegen, von denen man sehr viel lernen kann. Ich bin bereits fast sieben Jahre bei TechTalk, dabei sind schon einige gute Freundschaften entstanden.

Wie kann man sich den Wissensaustausch unter EntwicklerInnen bei TechTalk vorstellen? Wie teilt ihr euer Wissen?

Zum einen gibt es den Austausch intern im Projektteam. Damit jedoch keine Wissenssilos entstehen, wurden bei TechTalk einige Formate etabliert, die dazu beitragen, den Austausch über Teamgrenzen hinweg zu fördern. In diesen Sessions werden unterschiedliche Themen diskutiert – von „Code Kommentare“ bis zu „Aufgaben des Tech Leads“ ist alles dabei. Aber auch Coding Dojos und Projektvorstellungen werden regelmäßig abgehalten. Dabei stehen immer die Diskussion sowie der Austausch im Vordergrund. Durch die verschiedenen Formate werden regelmäßig Entwickler-News, Updates oder Buchempfehlungen geteilt. Eine meiner Empfehlungen ist das Buch „Unit Testing Principles Practices Patterns“ von Vladimir Khorikiv.

Wie unterstützt dich TechTalk, damit du dich Themen abseits deiner Kundenprojekte widmen kannst?

In dem Rahmenbedingungen geschaffen werden, um Ideen zu diskutieren und diese auch umsetzen zu können. Das fördert den Mut, Experimente zu machen. Generell ist man nicht zu 100% seiner Arbeitszeit in Projekten verplant. Zudem gibt es sogenannte  Circles, Interessensgruppen, welche dazu motivieren, sich der Themen abseits des Arbeitsalltags anzunehmen und voranzutreiben. Hier kann man unabhängig einer Rolle beitreten und mitwirken.

Welche Konferenzen und Meetups würdest du Devs ans Herzen legen – auch in Zeiten von Corona?

Ich wähle Konferenzen und Meetups, die ich besuche, je nach persönlicher sowie beruflicher Weiterentwicklung und Interesse aus. Derzeit ist das Domain Driven Design, weil es mir eine Sammlung von Methoden bietet, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe. Erst vor kurzem habe ich am remote DDD Meetup in London teilgenommen. Zum Schluss ein kleiner Tipp: Jetzt in Zeiten von Corona bieten die meisten Meetups Videoübertragungen an – wieso also nicht mal ein Meetup in New York, Oslo oder Sydney besuchen?

Auch die TechTalk organisiert regelmäßig Trainings und Workshops mit international hochkarätigen Speakern. Wirf einen Blick auf unser Trainingsangebot oder kontaktiere uns gerne direkt.

Möchtest Du uns als Arbeitgeber näher kennenlernen? Besuch unsere Karriereseite oder mach dir ein Bild von uns auf Kununu.

Agile Test Engineers bei TechTalk: ein Blick hinter die Kulissen

In unserer Interviewserie “Get to know TechTalk” stellen wir TechTalk Mitarbeitende vor. Heute unterhalten wir uns mit Agile Test Engineer Philip Rockenbauer, der seit Februar 2018 Teil des Teams ist. Wie er seine Projekte meistert oder welche Technologien und Werkzeuge dabei zum Einsatz kommen, erfährst du in diesem Interview.

Was ist dein aktuelles Aufgabengebiet in der TechTalk?

Ich arbeite in einem Team aufgeteilt auf Product Owner, Developer und Test Engineers. Wir sind für verschiedene Projekte mit unterschiedlichen Kunden zuständig. Je nach Größe dauern manche Projekte nur wenige Monate, manche laufen aufgrund der Wartung auch mehrere Jahre. Gemeinsam mit einer Kollegin bin ich für das Testing im Team verantwortlich. Das beinhaltet hauptsächlich das Abschließen von manuellen Tests sowie die Unterstützung der Developer bei der Testautomatisierung. Zudem organisiere ich unter anderem TechTalk-interne Testing Veranstaltungen.

Was fasziniert Dich am Testing?

Am meisten Spaß am Testen macht mir das Erforschen einer Anwendung. Manchmal hat man das Gefühl, ein Puzzle lösen zu müssen. Man sucht Probleme sowie deren Zusammenhänge und versucht, diese mit seiner Erfahrung sowie Kreativität zu lösen. Spannend finde ich vor allem auch, dass nicht alles vorgegeben ist und man sehr selbständig arbeitet.

Was macht für dich einen guten Tester aus?

Man sollte aufgeschlossen für Neues sein und Spaß am Entdecken einer Anwendung haben. Das Mindset sollte nicht „make-it-work“ sondern „break-it“ lauten. Ein guter Tester analysiert Probleme, geht diesen auf den Grund und nimmt nichts als gegeben hin. Außerdem ist es wichtig, Selbstdisziplin mitzubringen. Das heißt, man forscht intensiv nach, hinterfragt vieles und deckt nicht nur den Happy Path ab. Der Happy Path ist das einfachste Szenario, bei dem die Anwendung funktioniert und wäre nur das Minimum. Es gibt jedoch auch Spezialfälle und das Kreative an der Position des Test Engineers ist es, sich diese einfallen zu lassen. Außerdem ist es wichtig, im Team gut zusammenzuarbeiten, dabei ist viel Fingerspitzengefühl gefragt wenn es um Feedback zu Fehlern in der Anwendung geht.

Wie arbeitest du im Team?

Generell arbeiten wir in unserem Team agil, dabei kommen je nach Projekt entweder Scrum oder Kanban zum Einsatz. Als Tester ist man in konstantem Austausch mit Product Ownern sowie Developern. Akzeptanzkriterien werden abgeklärt und sobald etwas gefunden wird, wie zum Beispiel ein Fehler in der Anwendung, wird in Absprache mit dem Product Owner entschieden, ob dieser behoben werden muss oder nicht. Manchmal verhält sich das System nur anders als erwartet und es ist unklar, ob wirklich ein Fehler vorliegt. Mit den Devs werden die Findings besprochen und dann Bugreports erstellt.

Mit welchen Testarten und -verfahren arbeitest du?

Bevor der Entwicklungsprozess beginnt, schaue ich gemeinsam mit dem Product Owner die Kundenanforderungen durch und prüfe, ob diese Sinn machen, wie wir sie testen würden und ob weitere Informationen benötigt werden. Als Tester brauche ich konkrete Spezifikationen, damit nachher keine Fragen auftauchen. Im Idealfall definiere ich Testszenarien in Form von Gherkins. Diese werden dann als Basis für die Entwicklung der automatisierten Tests verwendet. Manuelles Testen mache ich häufig explorativ. Generell führe ich unter anderem oft auch Regressions- sowie Smoke Tests durch.

Welche Technologien und Werkzeuge kommen in deinem Projektalltag zum Einsatz?

Wir arbeiten täglich mit Azure DevOps und verwenden es als Tool für Taskboards, um Fortschritte festzuhalten und als Build Pipeline, von der wir auf unsere Testumgebung deployen. Auch Pull Requests werden darüber ausgeführt. Außerdem nutzen wir Git Repository für unsere Projekte. Ich verwende das unter anderem auch, wenn ich etwas lokal deployen muss oder um Commitments zu überprüfen. Zudem kommt SSMS zum Einsatz, um etwa SQL Statements in Datenbanken zu kontrollieren bzw. zu verändern. Wenn ich Schnittstellen teste, verwende ich SoapUI und Postman. Für die automatisierten Tests nutzen wir SpecFlow.

Wie hältst du dich selbst am Laufenden und wie tauschen sich Software Tester untereinander aus? Wie fördert die TechTalk den Wissensaustausch?

Ich selbst halte mich unter anderem durch die von TechTalk organisierten Trainings am Laufenden. Da jeder Mitarbeitende ein individuelles Weiterbildungsbudget hat, besuche ich diese je nach Interesse. Außerdem hat die TechTalk eine Lizenz für das Testing Hub „Ministry of Testing“, da höre ich mir immer wieder Vorträge an. Zusätzlich haben wir in der TechTalk einen monatlichen Austausch, bei dem sich Testerinnen und Tester, aber auch alle, die Interesse am Testing haben, zusammensetzen. Da besprechen und diskutieren wir diverse Erfahrungen und lernen projektübergreifend voneinander. Außerdem tragen unterschiedliche Formate wie Pizza Talks, TechDiscuss oder Tech & Talk Sessions zum Wissensaustausch bei.

Warum passt die TechTalk so gut zu dir und was sind deine persönlichen Highlights?

Eines der Highlights und auch einer der Punkte, die ich an der TechTalk sehr schätze, ist die wirklich gute Zusammenarbeit aller Mitarbeitenden. Dies betrifft nicht nur das Projektteam, sondern generell den zwischenmenschlichen Umgang aller TechTalker miteinander. Zudem war ich sehr positiv überrascht von der großen Wertschätzung, die man ab Tag 1 spürt. Man kann wirklich von einem kollaborativen agilen Team sprechen, in dem jeder gefordert ist.

Man bekommt außerdem ein gutes Maß an Verantwortung. Das zeigte sich bereits, als ich mein Praktikum machte. Ich war als einziger Tester im Projektteam, hatte jedoch jederzeit einen Coach sowie Buddy an meiner Seite. Beim Start bekommt man zusätzlich einen Mentor zur Verfügung gestellt. So kann man die Arbeitsweise der TechTalk kennenlernen und hat von Anfang an eine Person, die einem jederzeit weiterhilft. Zudem wird die Weiterentwicklung stark gefördert. Von Anfang an schaut man nicht einfach zu, sondern bringt sich aktiv ein. Ein weiterer wichtiger Punkt für mich ist das bereits angesprochene Weiterbildungsbudget. Dadurch hat man die Möglichkeit, je nach Interesse Konferenzen, Trainings oder Workshops zu besuchen.

Möchtest Du mehr zur Position des (Senior) Test Engineers, zu unseren Trainings oder generell zur TechTalk erfahren?

Dein erster Eindruck zählt: Onboarding @ TechTalk

Wir freuen uns schon sehr auf Dein Kommen, deshalb ist es uns wichtig, dass Du Dich von Anfang an gut aufgenommen fühlst. Die ersten Tage im neuen Job sind geprägt von vielen neuen Gesichtern und jeder Menge Informationen.

Als neues Teammitglied senden wir Dir bereits vor Deinem ersten Arbeitstag ein Welcomepackage mit vielen netten Überraschungen zu. TechTalk gibt Dir dabei das Gefühl: Du bist bereits Teil unseres Teams! Am ersten Tag begrüßt Dich Dein persönlicher Buddy und stellt Dir Deine neuen Kolleginnen und Kollegen vor. Unsere „open door policy“ macht Dir die interne Kommunikation leicht.

Guter Kaffee wird bei TechTalk sehr geschätzt. Fun Fact: pro Jahr wird bei uns mehr als 205 kg Kaffee gemahlen.

Dein Feedback wird schon nach der ersten Woche von uns sehr geschätzt, dabei wird klar: Deine Meinung zählt! Die TechTalk Kultur, in der jeder sein Bestes gibt, wird Dir von Tag zu Tag bewusster. Dadurch ist es uns möglich gemeinsam Erfolge zu feiern! TechTalk bietet ein Arbeitsumfeld, in dem Wissensaustausch sowie gegenseitige Wertschätzung gelebt wird. Bringe Deine Ideen ein und entwickle sie im Team weiter.

Oft ist der neue Job ein neuer Lebensabschnitt, an den Du Dich lange zurückerinnerst – deshalb ist es uns umso wichtiger, dass Du auf Deine ersten Eindrücke als TechTalk Teammitglied positiv zurückblicken kannst.

Mehr Einblicke zum Arbeitsalltag bei TechTalk findest du hier:

Hier geht es zu den derzeitigen Job Ausschreibungen.

Devs bei TechTalk: Andreas Willich im Interview

In unserer Interview Serie “Get to know TechTalk” stellen wir TechTalk Mitarbeiter vor. Diesmal interviewen wir unseren langjährigen Senior Developer Andreas Willich. Er gibt uns einen Einblick wie Developer bei TechTalk arbeiten, sich organisieren und an welchen Projekten er gerade arbeitet.

Senior Developer Andreas Willich im Interview.

Was fasziniert Dich an der Softwareentwicklung?

Am Anfang war es die Möglichkeit ohne Werkzeuge und Materialien Dinge zu bauen. Wie basteln halt. Mittlerweile hat sich das geändert. Jetzt ist es mehr die Möglichkeit, Probleme mit Software zu lösen und Menschen das Leben dadurch zu erleichtern.

Mit welchen Methoden löst du Herausforderungen im Entwicklungsprozess und mit welchen Methoden arbeitest du bei TechTalk?

Bei der Umsetzung von Projekten arbeiten wir generell mit einem agilen Vorgehen. Ob das jetzt Scrum oder Kanban ist entscheidet das Projektteam selbst. Zusätzlich setzen wir Methoden wie Impact Mapping, Story Mapping und Spezification by Example ein, um mit dem Kunden die Anforderungen auszuarbeiten.

Beim Programmieren am Projekt versuche ich so viel und oft wie möglich TDD (Test Driven Development) einzusetzen. Ich wechsle also das Schreiben von automatisierten Tests und Implementierung immer ab bis alle Anforderungen umgesetzt sind.

Hast du ein Herzensprojekt bzw. ein Projekt, welches für dich persönlich ein großer Meilenstein war? 

Das Projekt, das mir am meisten am Herzen liegt, ist mein aktuelles. Ich arbeite mit 2 Kollegen an SpecFlow und SpecFlow+. SpecFlow ist ein Open-Source- Projekt, welches von TechTalk im Jahr 2009 gestartet wurde. Es ist ein BDD- Tool, das hilft aus lesbaren und verständlichen Spezifikationen automatisierte Tests zu erstellen. Seit Anfang 2017 wurde SpecFlow fast 3 Millionen mal heruntergeladen und mit SpecFlow+ haben wir Kunden in der ganzen Welt.

Kannst du uns einen kurzen Einblick in deinen täglichen Arbeitstag geben?

Ich komme zwischen 8:30 und 9:00 ins Büro und checke als erstes meine Mails. Darunter sind meistens Mails von SpecFlow+ Kunden mit Support- Anfragen. Danach schaue ich, ob es neue Issues oder Forum- Beiträge von unseren Usern gibt. Meistens sind welche da und ich beantworte diese.

Danach setze ich meine Arbeit an SpecFlow & SpecFlow+ fort. Kurz vorm Mittagessen haben wir unsere Daily Standups. Dabei bespricht das ganze Team, was es am Vortag gemacht hat, was es als nächstes machen wird und ob es irgendwo gerade blockiert.

Nachdem Mittagessen setze ich meine Arbeit wieder fort bis ca. 17:00.

Was macht deiner Meinung nach einen guten Senior Developer aus?

Ein wichtiger Teil in unserer Arbeit ist das andauernde Lernen von neuen Techniken und Technologien. Einen guten Senior Developer zeichnet meiner Meinung nach aus, dass er sich andauernd fortbildet, um dieses Wissen wiederum an seine KollegInnen weiterzugeben.

Was machst du, wenn du nicht gerade an Projekten arbeitest?

Das Tolle an der TechTalk ist, dass wenn dich etwas interessiert oder man etwas machen möchte, das irgendwie etwas mit der Firma zu tun hat, man die Möglichkeit hat, das zu verfolgen. Ich z.B. engagiere mich in der Community und organisiere unterschiedliche Meetups (.NET Community Austria, F# Meetup Vienna, Vienna BDD Meetup). TechTalk unterstützt mich dabei, dass ich die Organisation während der Arbeit machen kann und es werden auch Räumlichkeiten, Getränke und Essen zur Verfügung gestellt.

 

Welche Lesetipps hast du, Blogs oder Bücher?

Blogs:

Bücher:

C# 7.0 in a Nutshell von Joseph Albahari & Ben Albahari erklärt alle C# Features, sehr gut wenn man eine Detailfrage nachschauen will oder sein C# auffrischen will.

 

 

UX bei TechTalk: Claudia Oster im Interview

In unserer Interview Serie “Get to know TechTalk” stellen wir TechTalk Mitarbeiter vor. Begonnen wird die Serie mit Claudia Oster, Teamlead bei TechTalk. Über UX, Usablity und Testing bei TechTalk.

Seit wann bist du bei TechTalk?

Seit 2008, und ich habe damals direkt nach dem Studium bei TechTalk begonnen. Ich war die erste Mitarbeiterin die sich dem Thema UX Vollzeit gewidmet hat. Seither hat sich das Thema als auch die Anforderung stark weiterentwickelt und ich leite heute ein UX Team von 5 Personen.

Wenn du sagst stark entwickelt – wie hat sich die Sichtbarkeit für das Thema UX verändert? Welchen Anteil daran hat das starke Aufkommen von Apps & Smartphones?

Generell machen wir mehr Business Anwendungen als Apps. Unsere Kunden sind oft nicht die Endanwender sondern die Business-Entscheider. Oft ist dort das Thema noch unterrepräsentiert. Aber durch die breite Akzeptanz von Smartphones und Marketplaces und dem Thema Barrierefreiheit ist UX auch beim Business-Kunden immer präsenter. Ich würde sagen dass seit etwa 3 Jahren auch der öffentlichkeitsnahe Bereich das Thema UX stärker in den Mittelpunkt rückt. Das bisheriges Credo war: Die Funktionalität muss stimmen und es soll billig sein. Faktoren wie Usability und User-Experience kamen zu kurz. Aber wer am Ende eine Software hat die nicht gut zu bedienen ist muss diese auch früher neu entwickeln. Bei Apps am Smartphone erfolgt das Feedback mehr oder weniger sofort über den Marketplace – zB mit schlechten Reviews. Bei Business-Anwendungen hat dieser Prozess einfach länger gedauert.

Wie haben sich die Anforderungen an einen UX Engineer verändert?

Als Usability Engineer muss man immer auf dem Laufenden bleiben. Es gibt ein ständiges Aufkommen von Paradigmen und Frameworks. Stark verändert haben sich die Anforderungen auch verschiedene Libraries und Frameworks zu kennen. So ist es notwendig sich mit Frameworks wie Bootstrap oder Guidelines für Smartphone-OS auseinanderzusetzen. Zuerst sollte ein gutes Basisverständnis aufgebaut werden, später kann ich mich auf Plattformen oder Technologien spezialisieren.

Wie hat sich das UX Team bei TechTalk entwickelt?
Zu Beginn galt es herauszufinden wie wir UX auch im Vertrieb positionieren können: Können wir unseren Kunden klar machen dass ein Investment in UX langfristig die Zufriedenheit mit ihrer Software erhöht und einen wirtschaftlichen Nutzen hat? Am Beginn standen Schulungen für Entwickler, zuerst bei uns, später auch Workshops bei unseren Kunden. Nachdem die Entwickler geschult waren haben wir auch das interne UX Team aufgebaut.

Wie groß ist das UX Team?

Also gesamt leite ich ein Team von 9 Personen, davon sind 5 Personen UX Engineers, die aber auch die Rolle des Software Testers übernehmen – das lässt sich gut kombinieren. Im Team ist auch eine Grafikerin.

Wie arbeitet das UX Team mit dem restlichen TechTalk Team zusammen?

Bei größeren Projekten ist jemand aus dem UX Team von Beginn an dabei, also schon bei der Angebotsphase. Wir wollen von Beginn an zeigen dass wir die Domäne verstehen.  Wir unterstützen das Projekt von der Anforderungsanalyse mit Mockups bis zum finalen Testing auch mit Benutzern vor Ort.

Welches Tool verwendet ihr für die Erstellung von Wireframes?

Begonnen habe ich mit Axure. Ein ziemlich mächtiges Tool, aber viele der Funktionen haben wir zu selten verwendet. Deswegen verwenden wir jetzt Balsamiq, das ist leichter und einfacher zu bedienen. Auch Projektmanager können Balsamiq verwenden ohne sich langwierig einarbeiten zu müssen.

Die Tools haben sich stark verändert, oder?

Ja, da hat sich einiges getan. Zwei große Vorteile bringen diese Tools mit sich. Erstens: Schnell auf  Fehler im Rahmen der Konzeption stoßen, also Dinge entdecken die einfach nicht mitgedacht wurden. Zweitens: Mit einem Mockup ist es leichter zu diskutieren als eine textliche Beschreibung eines User Interface.

Du bist Teil der UX Community in Österreich, wie hat sich diese entwickelt?

Es wurde auch ein Verein, nämlich UXpro Austria, gegründet, der nun Veranstalter des UXCamp ist, dass diesen Freitag stattfindet auftritt. Ziel ist es Wirtschaft und Usability stärker zusammenzubringen, die Aufmerksamkeit für das Thema zu heben um damit auch mehr Projekte und Jobs für die UX Community zu schaffen.

Die UXMeetups möchte ich auch empfehlen.

Kann ich das UX Camp als Projektmanager auch besuchen?

Ja klar! Die Vorträge sind für ein breites Publikum vorbereitet.

Wirst du am UXCamp vortragen, wenn ja über was?

Wahrscheinlich über ein großes Projekt dass wir als TechTalk in Berlin gerade umsetzen Dabei haben wir viel Erfahrung gesammelt, vor allem im Bereich Nutzungskontextanalyse mit Interviews vor Ort, Endbenutzertests und Barrierefreiheit. Das Wissen möchte ich in meinem Vortrag weitergeben.

Wenn jemand beruflich als UX Engineer tätig werden will, welche Ausbildung empfiehlst du?

Ich selbst hab den Masterstudiengang Digitale Medien mit Schwerpunkt Interactive Media an der FH Hagenberg studiert. Wir haben bei uns im Team auch viele Absolventen der FH Technikum Wien. In allen Studiengängen mit Informatik, Multimedia, Digital Media etc. gibt es immer auch Spezialisierungen zu Usability und User Experience, wichtig ist einfach sich selbst mit dem Thema auseinandersetzen. Das Studium kann nur die Grundlagen transportieren.

Welche Lesetipps hast du, Blogs oder Bücher?

Kurz und interessant:

Wer in das Thema eintauchen will sollte auch in die Community eintauchen. zB auf Interactiondesign.at oder das UXCamp besuchen.

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