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TechTalk Stories – Serverless Vienna Meetup 2017

Am 15. Februar 2017 hostete TechTalk das erste Serverless Meetup im Jahr 2017, wieder mit vielen interessanten Themen.

Das Video zu dieser Veranstaltung befindet sich am Ende des Beitrags.

Scalable Chat

Den Anfang machte Gojko Adzic, der in einem gewohnt leidenschaftlichen Vortrag zeigte, wo die Stärken von Serverless sind.

Gojko Adzic beim Serverless Vienna MeetupEr brachte dazu eine passende Analogie zwischen Spielzeug und IT Infrastruktur. Es gibt komplizierte Spielzeuge, wie Lego, bei denen vor dem Spielen alles gebaut werden muss. Dann gibt es Spielzeuge, bei denen noch Batterien eingelegt oder Akkus geladen werden müssen. Zuletzt gibt es jene Spielzeuge, mit denen ohne Vorbereitung gespielt werden kann. So ist Serverless laut Gojko. Als ProgrammierIn will ich nicht lange Server konfigurieren und aufsetzen, sondern sofort mit meiner Anwendung starten. Anhand eines Chats zeigte er eindrucksvoll, wie schnell ein Programm mit Serverless aufgesetzt ist.

Wer Gojkos Beispiel nachvollziehen will, kann sich den SourceCode auf seiner GitHub-Seite herunterladen.

Googles FireBase

Als nächstes berichtete Marc Edem Aziahome über die Einsatzmöglichkeiten von Googles FireBase Solution.

Marc Edem Aziahome beim Serverless Vienna MeetupFireBase ist eine Cloud Infrastructure Lösung die einem Entwickler hilft, schnell und einfach eine App zu hosten. Edem zeigte uns ebenfalls anhand eines Chat Beispiels, wie schnell man eine App mit User-Authentifizierung, Datei-Upload und Datenbankanbindung erstellen kann.

Sein Beispiel ist auf den CodeLab-Seiten von Google FireBase zufinden.

Cloud-Infos

Zum Abschluss erzählte uns Gerald Weber über die aktuellen Themen rund um die Cloud. Die interessantesten Themen waren

  • AWS SnowMobile – Wenn eine Firma mit Exabyte in die Cloud will, kommt Amazon mit einem Truck der einen Cloud Container hat und hilft bei der Migration.
  • AWS Workspaces – Virtuelle Desktops einfach in der Cloud und
  • AWS Greengrass – Ein IoT Services welcher Anwendungen oder Berechnungen, welche lokal auf den IOT-Geräten läuft, verwaltet.

TechTalk Story

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Veranstaltungshinweis:

Migrating to a Serverless Architecture – Training mit Gojko Adzic

Von 5.-6. Oktober 2017 hält Gojko Adzic das 2-tägige Training Migrating to a Serverless Architecture in Wien. Nähere Informationen und Anmeldungen über unsere Trainingsseite.

Zusammenfassung der Microsoft Worldwide Partner Conference

Nach einer knappen Woche Strategie von Microsoft (für Partner, in Toronto) der Versuch einer Zusammenfassung:

Die Ausrichtung von Microsoft konzentriert sich nur auf die Cloud (in Kombination mit On-Premises). Alles andere dient diesem Zweck.

Zur Absicherung der Marktposition mit den bestehenden Breiten-Produkten Office 365, Azure & Co werden Verbindungen geschaffen und Schnittstellen geöffnet, etwa mit den neuen PowerApps („Build Custom Business Apps“) und Flow („Workflow and Task Automation“), Power BI („Interactive Data Visualization“), Common Data Model („out-of-box buisness database“) mit denen mächtige Kombinationen einfacher erlangt werden (mit dem Preis eines potentiell klebrigen Lock-Ins).  Man spricht von „Wiring the Cloud“.

Microsoft Cloud - Connecting Solutions

Microsoft: „Wiring the Cloud“

Das Branding wurde um die Dachmarke „Microsoft Cloud“ (Infrastructure, Data, Productivity, Processes, Mobility) erweitert. Einzig hervorgehobenes On-Premises Produkt (auf der Konferenz) ist der SQL Server (und Hardware, Windows 10 wurde erwähnt, aber nicht besonders). 

Künftige Innovationen werden (weiter) maßgeblich in der Cloud zu erwarten sein, was auch explizit so angesprochen wird. Und da gibt es bereits viele unglaublich spannende Dinge verfügbar, wie die Cognitive Services (Spracherkennung, Bild- und Videoerkennung, Prediction mit R-Server etc etc) der Cortana Intelligence Suite. Alles über APIs integrierbar natürlich. Oder sei es Dynamics 365, das läuft jetzt komplett in der Cloud. 

Im KMU Bereich ist das Cloud-Thema bereits durch und damit die Realität (ist mein subjektiver Eindruck), auf alle Fälle für Neuinstallationen. In einem zufälligen Gespräch mit einem UK Hosting-Partner hat er mir von 80% Konvertierung seiner Kunden erzählt. Österreich wird von Microsoft in Sachen Cloud als Nachzügler bezeichnet (mit Analysen aus nicht weiter genannter Quelle). 

Den Mobile-Devices-Bereich hat man hardware-mässig vermutlich komplett aufgegeben. Man rechnet informell bald mit mobilen Devices mit der Kapazität heutiger Notebooks und wird für Android und iOS (noch mehr) entsprechende Frameworks zum Deployment anbieten. U.a. die Akquisition von Xamarin zeigt, wohin es geht. Single Code für alle Plattformen. 

Der Tonfall in den Keynotes wurde im Vergleich zu den Vorjahren flauschiger, die positive Auswirkung und das große Potential für die Gesellschaft durch Technologie wurde permanent gezeigt. Wo früher oft Referenzen von Banken, Retailern und Airlines gezeigt wurden, waren es nun das Projekt Seeing AI mit der Brille für Blinde die Bilder beschreibt (Cortana), Internet für Kenia mit den Mawingu Networks und EcoLab Wasser Sustainability Tech (Dynamics). Kurzfristig dürfte Microsoft Kevin Turner (COO) abhanden gekommen sein, man vermisste dadurch den agressiveren Tonfall auch gegenüber dem Mitbewerb (nicht). Und hat auch kurzerhand seine Keynote nicht ersetzt. So blieb am ersten Tag ein Rumpf, der besonders philanthropisch daherkam. 

Angesprochen wurden ansonsten aufgrund der Fülle der Produkte sowieso alle Themen, die derzeit angesagt sind: Digitalisierung, IoT, Big Data, Machine Learning, VR, Industrie 4.0 (naja, angesagt …). Erstaunlich Jeff Immelt (GE CEO) im Gespräch mit Satya Nadella (MSFT CEO): „Industrial companies will become software companies“. Das klingt ja nach Sascha Lobo 2010. 

Nicht erfahren hat man in den vielen Keynotes, was Microsoft mit LinkedIn anstellen wird (außer vielleicht der Info, dass die Learning-Site Lynda bei LinkedIn mit dabei war, aufgrund einer früheren Übernahme). 

Zum Symbol der neuen Offenheit zeigt eine Vortragende von Microsoft ein Bild von Nadella wie er bei einer SalesForce Konferenz mit einem Mac präsentierte. Oder das Release von SQL für Linux. Eine praxisnahe Realität, die hier Microsoft zum Glück zu leben beginnt. Vor einigen Jahren undenkbar. 

Der Legal-Chef Brad Smith war gar nicht langweilig in seiner Keynote und will eine „Cloud for Good“: Trusted (Privacy, Transparency, Security), Responsible (Environment) und Inclusive (Education, Jobs, Divesity). „We need to do more than advance the cloud; we need to build the cloud for good.” Da war er wieder, der neue Tonfall. 

Fazit: Developer die sich mit der „Microsoft Cloud“ auskennen und weiter beschäftigen, haben es gut (dazu gehören wir). Microsoft weiß, dass die Entwickler aus den mächtigen Produkten (und Frameworks) die Lösungen bauen, die Anwender brauchen. Ganz so wie schon vor zehn Jahren (Developers, Developers, Developers, …). Früher haben wir große Lösungen entwickelt, in der Zukunft kombinieren wir große Standardprodukte? Jedenfalls wenn es nach Microsoft geht.

wpc technology creating opportunities

Satya Nadella meint: „The bridge is software“

Weiters

  • Ein neuer Store für Partner-Lösungen auf Dynamics, Office und Azure: AppSource
  • ALM Produkte werden in Zukunft für alle Plattformen und Sprachen als DevOps Suite positioniert (any platform, any language). Weg vom .NET Fokus.

Call to Action Empfehlungen (minimum)