Projektmanagement bei TechTalk: Michael Schwarz im Interview

In unserer Interview Serie “Get to know TechTalk” stellen wir TechTalk Mitarbeiter vor. Teil 2 der Serie widmet sich dem Projektmanagement bei TechTalk. Michael Schwarz, PM bei TechTalk, im Interview.

Wann und wie bist du bei TechTalk gelandet? Wie bist du auf TechTalk aufmerksam geworden?

Ich war immer schon an der Softwareentwicklung interessiert und habe deshalb auch IT & Projektmanagement an der FH des bfi Wien studiert. Danach zog es mich längere Zeit in die Unternehmensberatung, bei der ich aber immer mehr die direkten Gestaltungsmöglichkeiten als IT-Projektmanager vermisst habe. Nach einem kurzen Ausflug als interner Projektmanager in der Energiebranche wurde mir auch klar, dass mir die Abwechslung hinsichtlich unterschiedlicher Kundenprojekte ebenso wichtig ist, wie mit unterschiedlichen und kompetenten Kollegen zusammenzuarbeiten, die die selbe Leidenschaft teilen.

TechTalk war mir bereits zu dieser Zeit ein Name. Einerseits kannte ich das Unternehmen schon von Veranstaltungen, aber auch weil TechTalk ein angenehmer und kompetenter Lieferant in einem kleinen, gemeinsamen IT-Projekt bei meinem ehemaligen Arbeitgeber war. Bei TechTalk bin ich vor ca. 3 Jahren erfolgreich “gelandet” :-)

Was hast du für eine Ausbildung?

Wie schon eingangs erwähnt hat mich schon sehr früh die Softwareentwicklung interessiert. Dennoch komme ich ursprünglich mit meiner Handelsakademie-Ausbildung aus dem wirtschaftlichen Bereich, bei dem ich aber bereits den Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik gewählt habe.

Danach studierte ich 4 Jahre “Projektmanagement und IT” an der FH des bfi Wien, das mir eine fundierte Grundlage in den Bereichen Wirtschaft & Recht, (Projekt-) Management und natürlich auch Softwareentwicklung (sowohl methodisch als auch technisch) brachte. Mein persönlicher Fokus war immer, zwischen den beiden Welten “Fachbereich” und “IT” zu vermitteln.

Zusätzlich zum Studium bildete ich mich speziell in der agilen Softwareentwicklung weiter und ließ mich nach PMA zertifizieren.

Wie haben sich deine Aufgaben seit deinem Beginn bei TechTalk und deiner heutigen Tätigkeit verändert?

Im Vergleich zu vor 3 Jahren liegt mein heutiger Fokus sicherlich mehr auf “Flexibilität”. Die Zahl der unterschiedlichen Projekte und Ausschreibungen ist kontinuierlich gestiegen, was andere Herausforderungen mit sich bringt.

Zu Beginn war ich noch sehr viel und konzentrierter direkt bei Kunden eingesetzt, heute habe ich mehr Möglichkeiten intern mit unterschiedlichen Kollegen zusammen zu arbeiten – beide Seiten haben natürlich ihre unterschiedlichen Reize.

Wie ist deine typische Arbeitswoche strukturiert? Wieviel Zeit verbringst du direkt beim Kunden? Welche Art von Projekten machst du hauptsächlich?

Eine typische Arbeitswoche, in der alles wie in den letzten Monaten nach Plan abläuft gibt es nicht wirklich. Aber grundsätzlich lässt sich meine Arbeit grob in 2 Bereiche unterteilen:

  1. Projekte: Da wir nach Scrum in Sprints (meist 2 Wochen) arbeiten, beginnt ein Sprint meistens mit der Aufbereitung der Anforderungen und Inhalte. Hier werden v.a. fachliche Themen mit dem Kunden diskutiert und auf architektonischer / konzeptioneller Ebene Lösungsvarianten mit dem Team erarbeitet und abgewogen. Sobald die Anforderungen geklärt und mit allen Beteiligten vereinbart sind, wird es kurzzeitig für mich ruhiger – das ist der Zeitpunkt wo die Entwickler mit ihrer Arbeit loslegen. Aber meist kommen sehr bald erste Rückfragen zu Details oder erste Ergebnisse können schon getestet werden. Dieser Teil wird natürlich gegen Ende eines Sprints etwas stressiger, v.a. da auch hier wieder die nächsten Anforderungen vorbereitet werden müssen.
  2. Ausschreibungen: Ausschreibungen sind so gut wie immer sehr zeitkritisch, da harte Deadlines und oft viele Formalismen eingehalten werden müssen. Ebenso ist der interne Kommunikationsaufwand sehr hoch. Wir versuchen in kurzer Zeit folgende oder ähnliche Fragestellungen zu beantworten:
  • Welche Strategie verfolgen wir bei der Ausarbeitung gesamthaft?
  • Was will der Kunde tatsächlich?
  • Welche Lösung würden wir favorisieren?
  • Was ist die richtige Lösung und die tatsächlich benötigte Qualität?
  • Wie können wir dem Kunden am Besten unsere Strategie und Umsetzungsvorschlag vermitteln?
  • Wie bleiben wir wettbewerbsfähig und adressieren gleichzeitig etwaige Risiken?

Mit welcher Methodik oder Tools arbeitest du als Projektmanager hauptsächlich?

Methodisch setzen wir ganz klar auf Scrum (agile Vorgehensweise). Dabei gehören die agilen Prinzipien, Scrum-Rollen, Sprint-Meetings mit regelmäßigen Retrospektiven, etc. zum täglichen Brot – und davon profitiert das Projekt, das Ergebnis und auch die Teamatmosphäre sehr.

Dennoch lasse ich die klassischen Projektmanagement-Methoden nicht außer Acht, da sie meiner Meinung nach, nicht ein Widerspruch zu Scrum sondern eine notwendige/sinnvolle Ergänzung sind. Aus diesem Grund – und auch weil Kunden oft den Nachweis verlangen – bin ich nach iPMA zertifiziert.

Methodik / Tools im Sinne von – welches Software tool(s) nehmt ihr zum Projektmanagement

Software-Tools versuche ich nur dort einzusetzen, wo es notwendig ist. Lieber ist mir die Transparenz und Flexibilität von physischen Taskboards (z.B. auf den super portablen Magic Whiteboards – unbedingt empfehlenswert). Da wir aber auch oft verteilt arbeiten (z.B. mit Kunden oder unseren Kollegen aus Budapest) unterstützt uns der Einsatz von Microsoft Excel (Planung/Controlling, Earned Value Analysen, etc.), Skype (Remote-Sessions), SpecLog (agile und grafische Anforderungsdefinition in Form von Storymaps), Microsoft Team Foundation Server (Taskboards, Issue Tracking) und SharePoint/OneNote (div. Dokumentation) in der täglichen Arbeit sehr gut.

Wie organisierst du dich selbst? Wie verwaltest du dein Daily Business an To Dos?

Selber versuche ich das papierlose Büro für mich zu erzielen und organisiere mich rein elektronisch. Da sehr viele meiner Aufgaben E-Mail zentriert sind (entweder schreibe ich oder empfange ich Aufgaben), werden alle für mich persönlichen Tasks als “Outlook Tasks” (inkl. Deadlines) sofort erfasst, regelmäßig hinsichtlich Priorität überprüft und laufend abgearbeitet.

Was waren für dich Meilensteine / große Projekte / etc. die du in deiner Zeit bei TechTalk umgesetzt hast?

  • Für EVN haben wir eine Web-Applikation zur Kalkulation von komplexen Strom/Gas-Tarifen entwickelt. Hier war einerseits die Entwicklung des Teams sehr spannend zu begleiten und andererseits eine für den Kunden und Endanwender tolle Lösung zu liefern. Ein Projekt, auf das ich sehr gerne und mit viel Freude zurückblicke.
  • Ein wesentlich kleineres, aber nicht minder spannendes Projekt war die Entwicklung einer Webplattform für das Startup Klaiton. Hier war die spannendste Herausforderung mit so wenig wie möglichen Ressourcen das optimale Ergebnis zu erreichen, dass dem Startup auch unmittelbar hilft. Sehr angenehme und offene Kunden, mit denen nicht nur gemeinsam an der Software sondern auch am Geschäftsmodell gearbeitet wurde!

Welche Tipps würdest du einem Berufseinsteiger heute mit auf den Weg geben?

Offen für Neues sein und v.a. auch bleiben. Als Software-Dienstleister oder Berater hat man die Chance in kurzer Zeit viele Eindrücke in unterschiedlichsten Branchen, Unternehmen und Führungsebenen zu bekommen und davon direkt zu profitieren. Ebenso sollte man versuchen in den oft wechselnden Projektteams von den Kollegen zu lernen und sich als Projektmanager als Teil eines gleichwertigen Teams zu verstehen.

Wenn du jemanden über deine Arbeit bei TechTalk erzählst – was sind die Highlights?

Drei Punkte machen’s für mich aus:

  • Tolle Arbeitsatmosphäre mit interessanten Persönlichkeiten und flachen Hierarchien
  • Unternehmensweiter Fokus auf gemeinsames Lernen
  • Faire Arbeitsbedingungen

 

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