Interaction16redux - Foto von Wieland Kloimstein - wieland.cc

Eventbericht: Interaction16redux Vienna

Am 27. September fand die Interaction16redux in Wien statt. Die Interaction-Konferenz der Interactive Design Association (IxDA) findet jedes Jahr abwechselnd in Europa und Nordamerika statt und dieses Jahr war das Thema „What’s next in interaction design?“. Gemeinsam mit Jörg Linder vom Interaction Design Stammtisch war ich dieses Jahr vor Ort bei der Interaction16 in Helsinki. Wir haben die Idee geboren, wie in vielen anderen Städten auch, einen sogenannten „Redux“-Event in Österreich zu veranstalten. Dabei werden Themen der Interaction-Konferenz aufgegriffen und in dem Herkunftsland der Teilnehmer noch einmal präsentiert.

Gemeinsam mit der Unterstützung von IBM und TechTalk konnten wir einen Abend gestalten an dem in sechs unterschiedlichen Vorträgen Inhalte aufgegriffen und präsentiert wurden. Nachfolgend berichte ich von ein paar ausgewählten Highlights.

IBM Design Thinking

Als Host der Veranstaltung präsentierte IBM zu Beginn ihre Sichtweise von Design Thinking und wie sie versuchen diese moderne Art der Softwareentwicklung mit dem zugehörigen Methodenset in ihr Unternehmen im Stile einer Design Agentur zu integrieren.

Mehr zu ihren Ansätzen kann man auch auf der IBM Design Website finden.

Algorithms as Design Material

Jörg Linder sprach in seinem Talk „Algorithms as Design Material“ über die zukünftige Rolle von Algorithmen und intelligenten Systemen. Beispiele hierfür sind etwa Spotify Discover Weekly-Service oder ChatBots. Diese Systeme werden bei der Gestaltung von interaktiven Anwendungen immer relevanter, da sie in Anwendungen integriert werden um eine bessere User Experience zu schaffen.

Don’t make volunteers think

Ein Highlight des Abends war sicherlich der Vortrag von Stephan Bazalka von Caritas Wien. Er erzählte über die Herausforderungen vor denen Caritas im Rahmen der Flüchtlingskrise im Sommer 2015 gestanden ist und wie sie es geschafft haben die vielen Freiwilligen zu koordinieren.

Ein Großteil der Koordination erfolgte damals mit bis zu 150 Doodle-Abstimmungsformularen. Durch die Möglichkeit die offenen Termine einfach über Social Media-Kanäle weiter zu verteilen, wurden viele Freiwillige erreicht. In den Monaten danach wollte man eine, für den Anwendungsfall optimierte, Lösung umsetzen, die direkt von Caritas aus betrieben wird. Stephan berichtete über die Erkenntnisse, die sie bei der Umsetzung gewonnen haben, um vor allem die Einstiegsbarriere der neuen Lösung möglichst niedrige zu halten. Als Ergebnis gibt es daher auch keine App, sondern ein einfaches Online-Formular in dem nur die Basisinformationen erfasst werden müssen. Die Authentifizierung erfolgt mittels Handynummer und SMS-Code, nicht einmal eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden.

Interaction16redux - Foto von Wieland Kloimstein - wieland.cc

UX Community Wien

Zwischen den Vorträgen gab es bei einem kühlen Bier viel Möglichkeiten zum Austausch mit der UX-Community in Wien.

Interaction16redux - Foto von Wieland Kloimstein - wieland.cc

Die nächste Interaction Konferenz – Interaction17 – findet übrigens im Februar in New York statt. Nicht ganz so weit reisen muss man zu den nächsten Meetups der UX-Community in Wien am 4.11. (UxWien Mornings) bzw. 8.11. (Interaction Design Stammtisch/UxWien Metalab Meetup).

(Fotos von Wieland Kloimstein – wieland.cc / weitere Fotos auf Flickr)